Beiträge

Mit diesen 9 Tipps können Vermittler wertvolle Zeit sparen

15 Weiterbildungsstunden müssen Vermittler im Jahr mindestens vorweisen, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Manch einer fragt sich angesichts des allgemeinen Arbeitsaufkommens, wie das denn zu schaffen sei. Thomas Köhler, Gründer und Geschäftsführer der Zaigen GmbH, liefert neun Tipps, wie Versicherungsvermittler im Arbeitsalltag Zeit sparen können.

Der Gesetzgeber schreibt seit 2018 für vertrieblich Tätige in der Versicherungswirtschaft mindestens 15 Weiterbildungsstunden im Kalenderjahr vor. Für die Versicherungsbranche handelt es sich um eine Umsetzung der europäischen Insurance Distribution Directive (IDD) in nationales Recht. Unter gutberaten.de haben sich Vertreter im Versicherungswesen zusammengeschlossen, um den Nachweis der gesetzlichen Erfordernisse in der Weiterbildung zu erleichtern. Zum anderen wollen sie über die Anforderungen des Gesetzgebers hinausgehen, und Versicherungsverkäufer zu Weiterbildungsmaßnahmen von mindestens 30 Stunden im Kalenderjahr motivieren.

Vielleicht fragen Sie sich – wie viele andere Vertriebler im Versicherungswesen auch – wie Sie die erforderliche Zeit für Weiterbildungsmaßnahmen noch in einen bereits fordernden Verkaufsalltag integrieren können? Möglichst viel Zeit sparen und das nicht nur bei Ihren Weiterbildungsbemühungen, heißt hier die Devise. Lernen Sie jetzt einige nützliche Techniken und
Hilfsmittel für eine größere Zeitersparnis bei Selbstorganisation, Verkauf und im Weiterbildungsbereich kennen.

1. Zeit sparen in der Selbstorganisation

Wer in der Versicherungsbranche vertrieblich tätig ist, hat immer einen zeitlich fordernden Arbeitstag. Dabei sind die notwendigen Tätigkeiten von recht unterschiedlicher Qualität. Verwaltungs-, Vor- und Nachbereitungsarbeiten wechseln sich mit aktiven Verkaufsgesprächen ab. Fahrzeiten sind meist zeitraubende Leerzeiten. Auch der Terminvereinbarung kommt eine hohe Bedeutung zu, sie fordert einen nicht unerheblichen Anteil der Arbeitszeit ein. Es stellt sich die Frage, wie diese verschiedenen Tätigkeiten besonders effektiv und effizient erledigt werden können, sodass am Ende noch Zeit eingespart wird.

2. Kein Multitasking

Wenn sehr viel Arbeit zu erledigen ist, liegt die Versuchung nahe, mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen zu wollen. Wer kennt die Situation nicht, neben einem Telefonat gleich noch eine E-Mail zu beantworten oder schon einen Blick auf die Vorbereitungsnotizen für das nächste Kundengespräch zu werfen. Das menschliche Gehirn ist für die gleichzeitige Erledigung mehrerer Aufgaben aber nicht gemacht. Konzentration und Fokus leiden, wenn mehrere Themen gleichzeitig die volle Aufmerksamkeit fordern. Lern- und Gehirnforscher wissen heute, dass
Multitasking nicht zur Zeitersparnis führt und viele Fehler nach sich ziehen kann. Es ist deshalb sehr zu empfehlen, eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen.

3. Ähnliche Aufgaben bündeln

Wenn man sich einmal dafür entschieden hat, eines nach dem anderen abzuarbeiten, kommt noch ein Aspekt der Verarbeitungsstruktur in unserem Gehirn entgegen: Es ist sinnvoll, gleichartige Aufgabenbereiche zu bündeln. Falls man etwa schon weiß, dass man am Vormittag mehrere Telefonate mit Kunden zu erledigen hat, bietet es sich an, diese Telefonate eines nach
dem anderen in einem Telefon-Block zu erledigen. Diese Bündelung von ähnlichen Aufgaben hat große Vorteile. Anders, als würde man etwa von einer E-Mail zu einem Telefonat
übergehen, muss sich das Gehirn nicht wieder auf einen neuen Aufgabenbereich einstellen. Ergebnisse der gebündelten Abarbeitung gleichartiger Aufgaben sind unter anderem eine größere Effizienz und Konzentration. Diese Faktoren führen wiederum dazu, dass man keine Zeit verschwendet und am Ende sogar Zeit sparen kann. Zufriedener werden Sie nach Abarbeitung
einer ganzen Liste von Aufgaben auch sein.

4. Pausen nicht vernachlässigen

Geht es um das Thema Zeitersparnis, mag es paradox klingen, sich mit Pausen zu beschäftigen. Jedoch benötigt unser Gehirn diese Pausen dringend, um in den Arbeitszeiten Höchstleistungen erbringen und die anstehenden Aufgaben effektiv erledigen zu können. Wissenschaftler schlagen heute sogar vor, in einem Zeitraum von 60 Minuten nur etwa 50 Minuten zu arbeiten, um danach einen zeitlichen Raum für Pausen von etwa 20 Minuten freizuhalten. Diese Pausenzeit kann in einem stressigen Alltag vielleicht nicht immer zu erreichen sein. Jedoch kann sich ein Zeitraum von 50 Minuten Arbeit gegenüber 10 Minuten Pause gut bewähren, um jederzeit optimal leistungsfähig zu bleiben. Nach einigen Stunden Arbeit sollte dann auch eine längere Pausenzeit eingeplant werden.

5. Meetings strukturieren und rigoros in kurzer Zeit erledigen

In vielen Vertriebsagenturen herrscht eine Meeting-Kultur, die Zeit raubt. Meetings haben nur dann einen Sinn, wenn sie effektiv strukturiert sind und möglichst kurze Zeiträume in Anspruch nehmen. Außerdem sollte man in einem Meeting immer auf ein Ergebnis hinarbeiten. Smalltalk sollte kleinen Zeitinseln, etwa in der Pausenzeit vorbehalten werden. Der reine Austausch von Informationen ist ebenfalls nichts, was in ein Meeting gehört. Hier sind andere Vermittlungswege wie kurze Telefonate, Memos oder E-Mails die besseren und
zeitsparenden Alternativen. Außerdem muss nicht jedes Meeting in Persona stattfinden. Telefon- und Videokonferenzen eignen sich sehr dafür, besonders strukturiert und fokussiert in kurzer Zeit Ergebnisse zu erzielen.

6. Emails sinnvoll bearbeiten und priorisieren

Elektronische Medien bringen viele Vorteile. Diese können sich auch in einer Zeitersparnis widerspiegeln. Allerdings verkehren sich diese Vorzüge ins Gegenteil, wenn man beispielsweise E-Mails nicht sinnvoll einsetzt. Dabei geht es vor allem um den Umgang mit eingehenden E-Mails. Nicht selten wird als erstes am Morgen bei Beginn des Arbeitstages mit dem Lesen der eingegangenen EMails begonnen. Nur in den seltensten Fällen haben diese E-Mails eine so hohe Priorität, dass sie an den Arbeitsanfang gehören, wenn die Konzentration am höchsten ist. Es kann deshalb mehr als sinnvoll sein, sich für die Bearbeitung von E-Mails einen bestimmten Zeitraum – etwa am späten Vormittag –freizuhalten, um am Morgen wirklich wichtige und umsatzsteigernde Maßnahmen zu erledigen.

Ebenso wichtig ist die Organisation von E-Mails. Hier kann man beispielsweise im E-Mail-Postfach Unterordner bilden, um grundsätzlich prioritären Nachrichten einen eigenen Ordner zuzuweisen. Wenn man sich mit seinen E-Mails beschäftigt, sollte man so vorgehen, wie es auch bei verkörperten Dokumenten und eingehenden Briefen sinnvoll ist. Briefe nicht mehrfach anfassen, sich daher mit E-Mails auch nicht mehrfach beschäftigen, sondern so oft wie möglich die Angelegenheit mit einer kurzen Antwort oder der Einleitung einer anderen Maßnahme endgültig abschließen.

7. Mit Apps die Selbstorganisation verbessern und Zeit sparen

Auch einige Apps können dabei helfen, die alltägliche Zeitplanung straffer zu organisieren. Im persönlichen Lebensalltag kann es zum einen darum gehen, die außerberuflichen Verpflichtungen mit Anwendungen wie „Prime Now“ und „Rewe Online“ zu entstressen. In die vertriebliche Organisation hinein reichen etwa „Evernote“, „Microsoft Teams“ und verschiedene Apps für Videokonferenzen. Hilfsmittel aus der agilen Projektbearbeitung wie „Trello“ können Zeit sparen, weil sie eine strukturierte und einfache Aufgabenerledigung ermöglichen, ohne sich dabei zeitlich zu verzetteln. Viele dieser Apps sind dabei sogar in der Basisversion kostenlos.

8. Zeitersparnis in Verkaufsgesprächen

Verkaufsgespräche können sich als echte Zeitkiller erweisen. Einige Maßnahmen können dabei helfen, die Kundengespräche möglichst effizient zu erledigen.

Den Kunden in die Agentur kommen lassen.

Es kann sinnvoll sein, den Kunden zum Verkaufsgespräch in die Agentur einzuladen. Das erspart den Zeitaufwand für den Fahrtweg
zum Besuch beim Kunden. Außerdem kann die professionelle und ruhige Verkaufsumgebung in der Agentur dazu beitragen, den Kunden leichter zum Abschluss zu bringen. Für die laufende Betreuung von Kunden kann sich eine Online-Betreuung zwischendurch anbieten. Hier kommt es auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls an. Es versteht sich von selbst, dass eine gute
Vorbereitung des Verkaufsgespräches ebenfalls zur Zeitersparnis beitragen wird.

Das Gespräch geschickt führen

Experten und Wissenschaftler haben sich damit beschäftigt, wie sich bestimmte Verhaltensweisen und Satzphrasen in einem Verkaufsgespräch im Versicherungswesen auswirken. Daraus können einige wertvolle Erkenntnisse abgeleitet werden. Versicherungsverkäufer sollten etwa Ich-Phrasen vermeiden. Diese können vom Kunden als Angriff gewertet werden, sodass er innerlich in eine Verteidigungshaltung geht. Die Folge ist, dass sich der Verkaufsabschluss eher hinauszögert. Bei den Formulierungen ist insgesamt auf sogenannte Killerphrasen zu achten. Der Kunde möchte beispielsweise mit einer Aussage wie „hier irren Sie sich aber“ nicht belehrt werden. Eine solche Phrase kann das Gespräch erheblich zurückwerfen und den Verkaufsabschluss am Ende zum Scheitern bringen.

Ein Stift und ein Block sind wertvolle Hilfsmittel im Verkaufsgespräch. Sie können damit ohne großen Aufwand Zahlen und Schlussfolgerungen mit wenigen Strichen dem Kunden veranschaulichen. Das kann den Fortgang des Verkaufsgespräches beschleunigen. Wichtig ist es außerdem, die Aufmerksamkeit des Kunden zu gewinnen und zu halten. Dazu trägt beispielsweise Anschauungsmaterial wie Schaubilder und Zeichnungen bei, weil sich so die Merkfähigkeit des Kunden um bis zu 70 Prozent steigern lassen soll.

9. Weiterbildungsstunden effizient und mit wenig Zeitaufwand absolvieren

Wenn es um die Weiterbildung in der Versicherungsbranche geht, wollen Sie möglichst effizient die Anforderungen der IDD und möglicherweise zusätzliche Empfehlungen Ihres Verbandes über gutberaten.de erfüllen. Wie lassen sich Weiterbildungsstunden ohne weitere terminliche Belastung in den schon engen Terminkalender drängen? Typische Präsenzveranstaltungen wie Seminare erscheinen unter dem Zeit Gesichtspunkt nicht als optimale Alternative. Hier müssten Sie zusätzliche Fahrtkosten und weitere zeitliche Aufwendungen investieren, die in der Regel zulasten Ihrer bereits eingeschränkten Freizeit gehen. Außerdem fallen Sie an Seminartagen für Ihre eigentliche Tätigkeit vollständig aus. Auch Online-Seminare nehmen in der Regel einiges an Zeit in Anspruch, selbst, wenn Anfahrt und Aufenthalt am Seminarort entfallen.

Eine Lösung könnte das V-Quiz sein. V-Quiz ist eine spezielle Lern-App für die Versicherungsbranche. Sie ist von gutberaten.de akkreditiert. Quizfragen vermitteln das Lernwissen und jede richtig beantwortete Frage wird mit Quiz-Coins belohnt. Diese fließen in 100er Einheiten in eine Stunde bestätigte Weiterbildungszeit ein. Die absolvierte Weiterbildungszeit wird dann in die
gutberaten.de-Datenbank übertragen.

Über den Autoren
Thomas Köhler ist Gründer und Geschäftsführer der Zaigen GmbH, die das Gamification-Tool V-Quiz auf den Markt gebracht hat.

Mehr zum V-Quiz erfahren Sie hier.

Podcast mit Patrick Hamacher: V-Quiz, Microsoft, Hygiene

#wirzusammen Podcast #72: Flott reinhören und abonnieren 🙂

Ein herbstliches Willkommen zu dieser 72. Folge von #wirzusammen. In dieser Folge erfahrt Ihr, warum heute ein guter Tag ist, um feinen Zwirn zu tragen und was das mit “How I met your Mother” zu tun hat. Im Interview mit Patrick erlebt Ihr Thomas Köhler, der mit seinem V-Quiz eine App an den Start gebracht habt, mit der Ihr Euer IDD-Weiterbildungskonto auffüllen könnt.

In unseren Themen & Tipps hört Ihr Neues von der digitalen DKM, über Hygiene auf Geldscheinen und Touchscreens und zu den Arbeitswelten von morgen. Und auch in dieser Episode erfreut Euch Franziska mit einem neuen Impuls, übrigens auch zum Thema Weiterbildung. Das musikalische Finale kommt diesmal aus Schweden und aus dem Jahr 2011. Have fun 🙂

Von guter und schlechter Führung

Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, vom Chef mal wieder ungerecht behandelt worden zu sein? Oder als letzter in der Abteilung von den Umstrukturierungsmaßnahmen erfahren zu haben? Und wie oft denken wir, dass der Chef einfach keine Rücksicht darauf nimmt, dass wir schon viel zu viele Aufgaben bewältigen müssen und trotzdem munter weiter drauf gepackt wird?

Das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem kann durchaus belastet und belastend sein. Das hat sicherlich oft mit einer falschen oder zumindest überzogenen Erwartungshaltung auf beiden Seiten zu tun. Was macht denn aber eigentlich eine gute Führungskraft aus? Soll der Vorgesetzte bester Freund sein? Ist ein Kuschelkurs im Büro hilfreich? Oder hilft eine förmliche Distanz, die beispielsweise durch das Siezen entsteht?

Unterschiedliche Typen von Führungskräften

Generell unterscheidet man verschiedene Führungskräftetypen. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, in wie fern Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung involviert sind. Despotische und patriarchalische Führungsstile zeichnen sich dadurch aus, dass der Vorgesetzte Entscheidungen trifft und diese vom Mitarbeiter umzusetzen sind. Widerstände im Team werden nicht gewünscht und in der Regel nicht beachtet. Mitarbeiter leiden oft unter wenig Handlungsspielraum, müssen allerdings auch nur wenig Verantwortung übernehmen. Hierarchische oder partizipative Führungsstile geben dem Mitarbeiter die Möglichkeit, Einwände vorzubringen und Optimierungsvorschläge zu machen. Zu guter Letzt gibt es noch die kooperativen bzw. Laissez-Faire Führungsstile. Die Führungskraft gibt hier lediglich Rahmenbedingungen vor, die Mitarbeiter entscheiden selbstverantwortlich, wie eine Aufgabenstellung bearbeitet wird. Eine Kontrolle durch den Vorgesetzen findet im Prinzip nicht mehr statt. Was im ersten Moment nach viel Freiheit und Handlungsspielraum klingt, ist auch mit mehr Verantwortung verbunden.

Welcher Führungsstil angewendet wird, hängt stark von der Führungskraft ab. Sicherlich spielen auch die Branche, Abteilung und die Firmenkultur eine Rolle. So kann es beispielsweise in manchen Bereichen erforderlich sein, dass es ganz klare Vorgaben von oben gibt, während in anderen Abteilungen bewusst darauf geachtet werden muss, dass Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einbringen und sich aktiv an der Lösungsfindung beteiligen können.

Was dürfen wir von unserem Vorgesetzten erwarten?

Vorgesetzte sind auch nur Menschen. Sie haben gute und schlechte Tage, machen Fehler wie alle anderen und sind oft an der Belastungsgrenze. Druck von oben wird oft ungefiltert an die Mitarbeiter weitergegeben, oft tappen Vorgesetzte in die Falle, dass sie Mitarbeitern ihr Leid klagen, wie viel von ihnen erwartet wird und wie unmöglich das zu leisten sei. Das interessiert einen Mitarbeiter allerdings nicht. Und er muss dafür auch kein Verständnis aufbringen. Schließlich ist der Vorgesetzte freiwillig in seiner Position, wollte Verantwortung übernehmen und die Privilegien, die das mit sich bringt, auch in Anspruch nehmen. Bei allem Verständnis, dass es nicht immer nur Spaß macht, Chef zu sein, letztendlich wird niemand dazu gezwungen.

Deshalb dürfen wir erwarten, dass wir als Mitarbeiter fair behandelt werden. Dass unsere Führungskraft ihre Emotionen im Griff habt und neben den fachlichen Themen auch und vor allem menschlich überzeugt. Viele Führungskräfte haben verstanden, dass nur im Team Erfolge gefeiert werden können. Dass es langfristig nicht funktioniert, mit Druck zu führen und in einem Klima der Angst. Druck mag kurzfristig zu guten Leistungen führen und dazu, dass Projekte realisiert werden können. Langfristig führt es aber zu Widerstand und schlechter Stimmung. Wenn immer mehr Aufgaben in kürzerer Zeit erledigt werden sollen, dann spornt das auf Dauer nicht an, sondern ermüdet. Gute Führungskräfte haben ein Gespür entwickelt, wann es Sinn macht, Mitarbeiter anzutreiben. Und wann es Zeit ist, auch mal einen Gang zurückzuschalten. Wir sind keine Maschinen und können nicht dauerhaft unsere Leistungsgrenzen überschreiten.

Wenn sich die Akten auf dem Schreibtisch stapeln, wenn sich die unerledigten Punkte häufen und einfach keine Verbesserung in Sicht ist, dann muss eine gute Führungskraft eingreifen. Oft muten sich Mitarbeiter zu viel zu, wollen vielleicht auch in alle Themen eingebunden sein. Nicht selten gibt es aber einfach immer neue Themen und Projekte, E-Mail, die beantwortet werden wollen und Anrufe, die angenommen werden müssen. Dieses Pensum können Mitarbeiter irgendwann nicht mehr schaffen. Dies muss ein Vorgesetzter erkennen und eingreifen. Muss bei der Priorisierung helfen. Welche Aufgaben sind zeitkritisch, welche können geschoben werden? Welche können von einem Kollegen übernommen werden?

Schwierig wird es immer dann, wenn Führungskräfte zu weit weg sind, um überhaupt beurteilen zu können, ob die Fülle an Aufgaben von einem Mitarbeiter überhaupt bewältigt werden kann. Oder wenn Führungskräfte mit Leidenschaft und Engagement ihren Job ausüben und darüber vergessen, dass der Mitarbeiter vielleicht nicht mit ganz so viel Motivation Überstunden und Wochenendschichten einlegt.

Wie Motivation unsere Leistung beeinflusst

Überhaupt sollten sich Führungskräfte mehr Gedanken zum Thema Motivation machen. Motivation und ihre Auswirkungen sind im Arbeitsalltag nur schlecht messbar. Fakt ist allerdings, dass motivierte Mitarbeiter mehr Leistung bringen. Dass sie auch mal mehr tun, als erwartet wird, sich aktiver einbringen und Verbesserungen selbständig anstoßen. Wenn sie morgens nicht gerne arbeiten gehen oder innerlich vielleicht schon gekündigt haben, dann identifizieren sie sich nicht mehr mit ihrem Arbeitgeber. Dann erledigen sie ihren Dienst nach Vorschrift. Und wenn mal was liegen bleibt, dann sehen sie da locker drüber hinweg.

Aber wie können Führungskräfte Mitarbeiter motivieren? Wer hier nur an finanzielle Motivation in Form von Gehalt denkt, vergisst wesentliche Faktoren. Für viele Mitarbeiter spielen Weiterbildungsmöglichkeiten, die viel-zitierte Work-Life Balance, verantwortungsvolle Aufgaben oder ein kollegiales Umfeld mindestens eine genauso große Rolle, warum sie motiviert zur Arbeit erscheinen.

Gute Führungskräfte kennen die Motivatoren ihrer Mitarbeiter. Sie wissen, was sie antreibt und können dementsprechend auf sie einwirken. Wollen Mitarbeiter sich weiterbilden, dann muss diesem Wunsch entsprochen werden. Dabei muss nicht zwingend jeder Wunsch sofort möglich gemacht werden. Gemeinsam muss abgewogen werden, welche Fortbildungsmaßnahme für den Mitarbeiter und das Unternehmen sinnvoll ist und wann diese dann stattfinden kann. Allerdings müssen Mitarbeiter ihre Wünsche und Erwartungen auch äußern. Nur dann kann die Führungskraft versuchen, auf diese einzugehen.

Warum falsche Versprechungen nicht akzeptabel sind

Eine weitere Falle, in die Führungskräfte tappen können, ist Zusagen nicht oder nur verzögert einzuhalten. Oder sich mit schwammigen Kommentaren ganz aus der Affäre zu ziehen. Ob es um persönliche Absprachen zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten geht, was beispielsweise Gehalt, Arbeitszeit oder Weiterbildung angeht oder um inhaltliche Themen wie Deadlines und Projektinhalte, sollten Versprechen für beide Seiten verbindlich sein. Werden Zusagen und Vereinbarungen laufend gebrochen oder gebeugt, führt dies langfristig zu Spannungen.

Die Taktik von Vorgesetzten, von Mitarbeitern immer Vorleistungen zu verlangen und dann mit Belohnungen zu ködern, ist gefährlich. Ein Beispiel: Der Vorgesetzte verspricht seinem Mitarbeiter bei erfolgreicher Teilnahme an einem Projekt eine Gehaltserhöhung. Aus Sicht des Vorgesetzten kann sich der Mitarbeiter beweisen und erhält dann eine Belohnung. Wird in der Realität dann der Tag der Gehaltserhöhung immer wieder verschoben oder wird gar argumentiert, dass das Ziel nicht erreicht wurde, weil die Deadline beispielsweise nicht eingehalten wurde, empfinden Mitarbeiter dies oft als unfair. Vielleicht war man ja auf Input von Kollegen angewiesen. Vielleicht war das gewünschte Ergebnis zu schwammig. Besonders kritisch wird diese Vorgehensweise, wenn sie immer wieder praktiziert wird. Wenn eine mögliche Belohnung immer wieder in Aussicht gestellt wird, um Leistungen zu erzielen und dann aus fadenscheinigen Gründen verweigert wird.

Kurzfristig führt dies vielleicht dazu, dass Mitarbeiter mehr Leistung bringen. Auf Dauer führt es aber zu Frust und Resignation. Denn irgendwann nehmen Mitarbeiter die Versprechungen nicht mehr ernst und werden nicht länger bereit sein, engagiert ihre Arbeiten zu erledigen.

Wie viel Ehrlichkeit verträgt die Welt?

Falsche Versprechungen haben auch viel mit Ehrlichkeit zu tun. Und Ehrlichkeit ist die Basis für ein vertrauensvolles Verhältnis. Wenn wir Dinge zusagen, von denen wir wissen, dass wir sie nicht einhalten können, leidet das Vertrauen. Das gilt für Mitarbeiter und Führungskräfte gleichermaßen.

Aber wie ehrlich müssen Führungskräfte sein? Sollen sie ungefiltert alle Informationen weitergeben und so für volle Transparenz sorgen? Oder gibt es noch einen Zeitpunkt, wo es notwendig sein kann, bestimmte Informationen zurückzuhalten?

Führungskräfte müssen ehrlich sein, wenn es darum geht, Rahmenbedingungen mit dem Mitarbeiter zu definieren. Will der Mitarbeiter mehr Gehalt und dies ist nicht möglich, muss dies offen und ehrlich kommuniziert werden. Was auch der Grund sein mag, die wirtschaftliche Situation, das Gehaltsgefüge der Firma oder schlichtweg die Leistung des Mitarbeiters, es muss offen kommuniziert werden, warum auf einen Gehaltswunsch nicht eingegangen werden kann.

Vorgesetzte müssen auch ehrlich kommunizieren, wenn sie mit einem Mitarbeiter nicht zufrieden sind. Das mag für viele Führungskräfte unangenehm sein, ist aber Teil der Aufgabe. Wichtig ist, dass nicht pauschal Kritik geäußert wird. Wenn anhand von konkreten Beispielen aufgezeigt wird, was nicht wie gewünscht bearbeitet wurde, kann der Mitarbeiter reagieren. Und im besten Fall werden gemeinsam Verbesserungsvorschläge erarbeitet, damit dies zukünftig nicht mehr vorkommt.

Andersrum muss auch die Führungskraft mit Kritik und Feedback umgehen können und es zu schätzen wissen, wenn ein Mitarbeiter ehrlich Probleme anspricht. Diese Anregungen dürfen dann nicht einfach ignoriert werden. Sie müssen ernst genommen werden und es muss entsprechend darauf reagiert werden. Der Mitarbeiter sollte das Gefühl haben, dass er sich äußern kann und dies sogar explizit erwünscht wird. Ansonsten gehen viele gute Verbesserungsvorschläge verloren, Mitarbeiter stumpfen ab und entwickeln eine „Ist mir doch egal“ Einstellung.

Es kann aber auch Momente geben, in denen es als Führungskraft notwendig wird, Dinge nicht bzw. noch nicht anzusprechen. Sind beispielsweise organisatorische Veränderungen noch nicht spruchreif, sollten Vorgesetzte Gerüchten nicht noch Nahrung geben, in dem sie Überlegungen streuen. Oder nur bestimmte Personen in solche Themen einbinden, während andere nur durch Zufall davon erfahren. Hier liegt ein großes Potenzial für Unzufriedenheit, wenn das Gefühl entsteht, dass einige im Team Infos schneller erhalten als andere.

Wissen ist Macht und nichts wissen macht doch was

Mitarbeiter, die sich mi ihrem Arbeitgeber identifizieren, sind in der Regel leistungsfähiger. Woran das liegt? Die einfache Tatsache, sich zu etwas zugehörig zu fühlen, trägt dazu bei, Aufgaben gern, gewissenhaft und genau zu erledigen. Führungskräfte können ihren Teil dazu beitragen, dass dieses Identifikationsgefühl entsteht, in dem sie Transparenz schaffen und Mitarbeiter über aktuelle Vorgänge und Entwicklungen informieren. Und damit ist nicht der Flurfunk gemeint, sondern belastbare Informationen.

Wenn Führungskräfte ihr Wissen über Neuentwicklungen, organisatorische Änderungen oder die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens weitergeben, dann entsteht automatisch ein Wir-Gefühl. Transparenz trägt also dazu bei, dass Mitarbeiter sich als Teil der Fima sehen. Auch im Tagesgeschäft hilft Transparenz. Mitarbeiter fühlen sich abgeholt, wenn sie frühzeitig in Projekte eingebunden werden, wenn ihnen auch die Hintergründe bekannt sind und wenn sie die Unternehmenszeile kennen. Dann können sie ihr Handeln konsequent an diesen Zielen ausrichten. Werden sie zu spät oder nur halb involviert, dann fühlen sie sich außen vor. Plötzlich steigt der Bedarf, sich mit dem Kollegen über die unfaire Behandlung und weniger über das Projekt auszutauschen.

Selbstverständlich sollten sich Führungskräfte nie an Spekulationen und Gerüchten beteiligen und diese vielleicht mit Kommentaren noch anheizen. Was von der Führungskraft gesagt wird, wird mehr als wahr empfunden, da davon ausgegangen wird, dass die Führungskraft Hintergrundinformationen hat. Kommunikation ist also nicht nur das, was wir sagen, sondern auch das, was wir nicht sagen.

Kommunikation als entscheidender Faktor

Die Art und Weise wie wir kommunizieren, hat auch einen starken Einfluss darauf, wie wir als Team funktionieren. Tauschen wir Informationen bewusst aus oder erfolgt ein Informationsaustausch eher nach dem Zufallsprinzip? Müssen wir Informationen mühsam einholen oder werden sie geteilt? Insbesondere die Führungskraft kann dies beeinflussen. Werden regelmäßige Abteilungsmeetings eingeplant? Gibt es vielleicht Teamevents, die zum Teambuilding genutzt werden?

Kommunikation ist nicht nur das gesprochene Wort. Wir kommunizieren, insbesondere im Büroalltag, oft auch schriftlich. Es kann sicherlich in vielen Fällen hilfreich sein, Beschlüsse schriftlich festzuhalten. Allerdings sollte eine schriftliche Kommunikation nicht genutzt werden, weil man die persönliche Begegnung vermeiden möchte.

Führungskräfte müssen sich gut überlegen, in welcher Form Aufgaben kommuniziert werden. Reicht eine kurze mündliche Bitte um Erledigung oder werden Aufgaben schriftlich festgehalten? Oder erfolgt erst die mündliche Info und dann die schriftliche Bestätigung. Wenig angenehm ist es für Mitarbeiter, wenn die Führungskraft ihre Mitarbeiter aus Meetings oder abends vom Smartphone aus mit E-Mails bombardiert und auf diese Weise Aufgaben gibt. Für den Vorgesetzten mag es praktisch sein, in dem Moment, wo er über eine Aufgabe nachdenkt, diese sofort per E-Mail zu kommunizieren. De Wirkung beim Adressaten ist aber nur bedingt positiv, wenn zu allen Tages- und Nachtzeiten E-Mails mi kurzen, im schlimmsten Fall nur schwer verständlichen Aufgabenstellungen ankommen.

Anweisungen und Vorgaben müssen auf jeden Fall verständlich und nachvollziehbar sein. Die Erwartungshaltung der Führungskraft an den Mitarbeiter muss klar sein und sollte sich auch nicht täglich ändern. „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ ist für Mitarbeiter anstrengend.

Schwierig ist für Mitarbeiter auch die Führungskraft, die so gar nicht kommuniziert. Die aufgrund der Vielzahl an Themen vielleicht vergisst, relevante Infos weiterzugeben. Oder die vielleicht Aufgaben zu spät delegiert. Manche Führungskräfte wollen ihr Wissen auch schützen und geben deshalb nur spärlich wichtige Fakten weiter. Für manche Führungskräfte ist dies auch eine Möglichkeit, ihre Mitarbeiter bewusst klein zu halten. Was das bringen soll, ist schleierhaft. Außer vielleicht Ärger, Frust und Unverständnis auf Seiten des Mitarbeiters.

Wie funktionieren Teams?

Im Endeffekt ist jede Führungskraft auch Teil des Teams und sollte sich auch in dieser Rolle sehen. Daher muss sie bestrebt sein, ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Sie muss Kreativität und Austausch fördern und Mitarbeiter dazu anregen, selbständig und lösungsorientiert zu denken. Dies ist ganz bestimmt nicht mit einem Kuschelkurs gleichzusetzen. Wer beispielsweise ein Mitspracherecht will, kann sich dann nicht zurücklehnen und abwarten, bis andere den Lösungsvorschlag erarbeiten. Wer Freiheiten will, muss immer wieder beweisen, dass er zuverlässig ist und sich diese Freiheiten auch verdient hat.

Teams brauchen klare Spielregeln, an die sich alle im Team halten. Diese müssen klar kommuniziert werden und verbindlich sein. Und verbindlich heißt, für alle, die im Team mitarbeiten. Ein fairer Umgang, ein freundlicher Umgangston und Ehrlichkeit sorgen dafür, dass sich Menschen in ihrem Team wohlfühlen. Und dies ist wiederum die Voraussetzung, dass sie Leistung bringen und auch mehr tun, was vielleicht erwartet wird. Dass sie sich gegenseitig unterstützen.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und als solches gerne Teil einer Gemeinschaft. Und gibt es doch mal Einzelkämpfer, dann müssen die sich an die Spielregeln im Team halten. Oder das Team verlassen. Wer ständig dagegen ist und die Regeln bricht, kann auf Dauer kein vollwertiges Teammitglied sein.

Gute Mitarbeiter sind nicht automatisch gute Führungskräfte

Wieso sind denn nun aber so viele Mitarbeiter mit ihrer Führungskraft unzufrieden? Führung ist nun mal auch nicht für alle das Richtige. Viele sind zwar fachlich fit, dennoch nicht in der Lage, der Kopf eines Teams zu sein.

Denn Führung heißt nicht nur, Aufgabe verteilen. Menschen zu führen heißt immer auch, Menschen zu entwickeln und sie zu begeistern. Ein Gespür dafür zu entwickeln, wann sie einen liebevollen Tritt in den Hintern brauchen und wann ihnen vielleicht auch eine Pause guttun würde. Führen heißt, Ziele zu definieren und die Aufgaben, die erledigt werden müssen, so auf das Team zu verteilen, dass diese bestmöglich erreicht werden können. Wer führen will, muss auch mal unangenehme Wahrheiten aussprechen oder Entscheidungen treffen. Überhaupt sind viele Führungskräfte erstaunlich zögerlich bei der Entscheidungsfindung. Machtkämpfe dürfen niemals auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen werden du die eigene Karriere zu fördern und dabei den Mitarbeitern zu viele Aufgaben aufhalsen, ist ein No-Go.

Wer also eine Führungsaufgabe übernimmt oder bereits in einer Führungsrolle ist, der sollte einige grundlegende Dinge beherzigen. Offene und ehrliche Kommunikation ist wichtig, damit Mitarbeiter sich als Teil der Organisation sehen und sich wertgeschätzt fühlen. Zu Dingen stehen, die vereinbart wurden, ist selbstverständlich.

Trotz offensichtlicher Führungsdefizite bleiben viele Führungskräfte in ihrer Führungsrolle. Konsequenzen, dass ihnen die Führungsaufgaben wieder entzogen werden, sind selten. Oft wird keine Notwendigkeit gesehen zu handeln, da eine schlechte Führungskraft nicht sofort zu beispielsweise Umsatzeinbrüchen, Kündigungen oder ähnlichem führt. Dass Teams vielleicht nur bedingt funktionieren, ist nicht sofort spürbar. Und messbar schon gar nicht.

Dennoch zeigt sich, dass gerade die Teams erfolgreich sind, die miteinander und füreinander arbeiten. Die gemeinsam Verbesserungsvorschläge entwickeln und diese umsetzen. Die sich auch zwischenmenschlich gut verstehen. Davon profitiert die Führungskraft, die mit ihrem Team Erfolge erzielt. Und die Mitarbeiter, die sich einbringen können und mit Begeisterung ihre Aufgaben erfüllen. Daher kann man nur hoffen, dass Führungskräfte dies verstehen und die Rahmenbedingungen im Team entsprechend gestalten.

Dieser Artikel wurde gesponsert von V-Quiz:

Probieren Sie die App «V-Quiz» doch einfach aus und testen Ihr Versicherungswissen! Sie finden diese unter www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben. Dort ist V-Quiz kostenfrei erhältlich. V-Quiz ist vom ibw in Österreich, gutberaten.de in Deutschland und von Cicero in der Schweiz akkreditiert.

 

Thomas Köhler - Erfinder der V-Quiz App für IDD Weiterbildung

Thomas Köhler
Founder & CEO

Zaigen GmbH
Speerstrasse 28
8038 Zürich
www.v-quiz.de

Smart oder Smombie? Die Kunst der Smartphone-Nutzung

Haben Sie auch Nomophobie? Ganz sicher nicht? Das Wort beschreibt die Angst, ohne Smartphone zu sein und damit quasi abgeschnitten von der Welt. Es stammt natürlich aus dem Englischen, als Kurzfassung von „No-mobile-phone-phobia“. Und es sind keineswegs nur Teenager, die Entzugserscheinungen bekommen, wenn sie nicht ständig das Neueste auf TikTok nachsehen können.

Verpasst man gerade eine wichtige geschäftliche Mail, Pushmeldungen mit brandheißen Nachrichten oder eine WhatsApp-Meldung? Was macht diese ständige Erwartung von Botschaften mit unserem Hirn? Gibt es einen Weg, die positiven Eigenschaften des Smartphones zu nutzen, ohne der „Sucht“ zu verfallen?

Die neue Erwartungshaltung

Selbstverständlich würden die meisten Erwachsenen weit von sich weisen, handysüchtig zu sein. Sie würden mit beruflichen Sachzwängen argumentieren, warum gerade sie das Gerät immer dabei haben müssen. Und es ist in der Tat so, dass sich die Erwartungen verändert haben: Da es technisch möglich ist, dass jeder überall Anrufe und Mails empfangen kann, wird auch erwartet, dass man dies tut. Diese Erwartungshaltung ist privat möglicherweise sogar noch stärker: Fragen über WhatsApp und andere Dienste sollen so schnell wie möglich beantwortet werden, sonst sind die Frager irritiert oder beleidigt. Es sei denn, man hat sich bereits zuvor durch gezieltes Spät-Reagieren einen Ruf als Sonderling erarbeitet.

Wo Smartphone-Nutzung wirklich gefährlich ist

Dass die Smartphone-Nutzung von Erwachsenen keineswegs so viel rationaler ist als die von Jugendlichen, kann man im Sommer regelmäßig an den Ermahnungen von Badeaufsichten sehen. Eltern mögen doch ein Auge auf ihre Kinder haben und nicht bloß aufs Handy starren, heißt es immer wieder, es fällt gelegentlich der Begriff „Smombie-Eltern“. Aus dem „Nur mal nachsehen, ob …“ werden schnell mehrere Sekunden oder gar Minuten, die durchaus entscheidend sein können. Und jeder weiß, dass man das Handy am Steuer nur mit Freisprechanlage nutzen soll, aus gutem Grund. Ist die Neugier auf die eingelaufene Nachricht größer als die Geduld bis zum nächsten sicheren Parkplatz, und meint man gar, diese auch noch beantworten zu müssen, kann das gravierende Folgen haben.

Studie beweist: Bloße Anwesenheit des Smartphones lenkt ab

Viele Erwachsene sind überzeugt, dass sie ihre Smartphone-Nutzung im Griff haben. Dass allerdings bereits die Anwesenheit des Geräts zu einem Aufmerksamkeitsdefizit führt, zeigte ein viel beachteter Versuch der Universität Texas. Studenten wurden in drei Gruppen eingeteilt: Die einen durften ihr Handy beim Test auf dem Tisch liegen haben, aber nicht benutzen. Die anderen hatten es in der Tasche, aber im gleichen Raum. Eine dritte Gruppe musste das Handy vor Betreten des Raumes abgeben. Diese schnitt letztlich am besten ab. In einem anderen Experiment ging es auch darum, wie sehr die Person selbst ihre Smartphone-Abhängigkeit einschätzte. Am größten war das Aufmerksamkeitsdefizit bei Leuten, die sich selbst schon als handysüchtig bezeichneten und deren Gerät eingeschaltet auf dem Tisch vor ihnen lag. Insgesamt nahmen rund 800 Studenten an den Versuchen teil.

Das Smartphone – das Allround-Hilfsmittel

Machen wir uns also nichts vor: Die Möglichkeit, ständig erreichbar zu sein, beeinflusst unser Verhalten. Wie sehr einzelne davon betroffen sind oder dies sogar als Belastung empfinden, ist individuell unterschiedlich und hängt auch von der beruflichen und privaten Situation ab. Dazu kommt, dass das Handy nicht nur ein Gerät zur Kommunikation ist, sondern über Apps auch viele andere Funktionen bietet – von der Navigation bis zum Bank-Tan bis zur kompletten Steuerung der Haushaltselektronik. Die heutigen Geräte haben mehr Rechenkapazität als die gesamte IT-Anlage von Cape Canaveral bei der ersten Mondlandung. Wir nutzen die Möglichkeiten, weil es sie gibt. Dass viele Menschen gar keine Armbanduhr mehr tragen, weil sie das Handy ja sowieso immer dabei haben, ist nur ein Indiz dafür, wie sehr wir mit dem Gerät verwachsen sind. Die Corona-Warn-Apps, die es inzwischen gibt, machen sich dies zunutze.

Es gibt sie, diejenigen, die noch ein Tastenhandy besitzen, in keiner WhatsApp-Gruppe und weder auf Facebook, Twitter oder Instagram sind und die ihre dienstlichen Mails auch nur während der Arbeitszeiten lesen. Die meisten würden dies jedoch als einen Verzicht und einen Rückschritt empfinden. Wie also schaffen wir es, die Möglichkeiten des Smartphones sinnvoll einzusetzen, ohne unser Hirn gleichzeitig von ihm beschränken zu lassen? Selbstverständlich gibt es bereits Apps dafür, die uns in Selbstdisziplin unterstützen und dafür sorgen, dass wir das Smartphone wenigstens eine Zeit lang nicht anrühren, beispielsweise Forest, Offtime oder App-Detox. Andere Tipps sind:

 

Smartphone Social Media

mohamed_hassan / pixabay

 

Das Smartphone immer im Blick aus Angst, etwas zu verpassen?

  • Das Smartphone auf Schwarz-Weiß-Modus schalten. Damit ist es weniger attraktiv.
  • Smartphonefreie Zonen einrichten wie Bad, Küche und Kinderzimmer.
  • Über Nacht ausschalten. Was kann so wichtig sein, dass es den Schlaf stört?
  • Eine Uhr und einen Wecker anschaffen, sodass diese Funktionen auch ohne Handy abgedeckt sind.

Es kommt darauf an, was man damit macht

Die Diskussion um die negativen Auswirkungen des Smartphones ähnelt in gewisser Weise denen um den Fernseher und um den PC früher: Das Suchtpotenzial ist nicht zu vernachlässigen, aber es kommt eben auch darauf an, was man damit macht. Zu den sinnvollen Funktionen des Smartphones gehört zweifellos der Einsatz in der Bildung. Mobile Learning macht sich zunutze, dass man das Gerät ohnehin dabei hat. Die für die meisten Lern-Apps notwendige Rechenkapazität ist für die heutigen Modelle keine Herausforderung. Sogar berufliche Weiterbildung ist heute mit dem Smartphone möglich. Der Vorteil: Sie kann so überall stattfinden, wenn gerade Zeit ist – natürlich nicht am Steuer oder mit Kindern im Schwimmbad.

Sinnvolle Nutzung zur Weiterbildung

Eigens für die Versicherungsbranche wurde beispielsweise die App V-Quiz entwickelt. In Quizform lässt sich damit Fachwissen wiederholen und neues erlernen – immer dann, wenn man gerade etwas Zeit hat. Versicherungsberater und -makler müssen bekanntlich laut der europäischen IDD-Vorschriften (Insurance Distribution Directive) mindestens 15 Stunden Fortbildung im Jahr vorweisen können. Lernen am Smartphone ist gerade für Außendienstler eine gute Option, da sie so Leerphasen sinnvoll füllen können. V-Quiz ist in Deutschland, der Schweiz und Österreich auch offiziell als Mittel zur Weiterbildung anerkannt. Die gewonnenen Quiz-Coins lassen sich in einen Fortbildungsnachweis umwandeln. In Deutschland ist dafür die Branchenorganisation gutberaten zuständig, in der Schweiz Cicero und in Österreich ibw.

Seien Sie selbst smart!

Haben Sie inzwischen herausgefunden, ob Sie Nomophobie haben? Falls ja, sind Sie in guter Gesellschaft. Doch Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Seien Sie selbst smart und wählen Sie bewusst aus, wann und wofür Sie das Gerät einsetzen. Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm, einen Nachmittag lang nicht erreichbar zu sein? Viel Erfolg!

 

Weiterbildung im Quiz-Format

15.09.2020 Digital Star

Mit der innovativen Gamification-App V-Quiz können Vermittler sich vorgeschriebene Weiterbildungszeit anrechnen lassen.

Eine ungewöhnliche Idee: Per digitalem Quiz können Vermittler erforderliche Weiterbildungsstunden sammeln.

Sich schnell und spielerisch weiterbilden im Versicherungsbereich – mit der Lern-App V-Quiz ist das möglich. Der besondere Clou ist, dass Vermittler dort gesammeltes Wissen konform mit der seit 2018 gültigen Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD in Weiterbildungszeit ummünzen können. So kann auf Seminare mit Präsenzpflicht bestenfalls verzichtet werden. Die App kann für iOS und Android über App Store bzw. Play Store kostenlos heruntergeladen werden. Das innovative Produkt ist in Deutschland von der Weiterbildungsinitiative gut beraten akkreditiert. Hinter diesem Zusammenschluss stehen zahlreiche Verbände der Versicherungswirtschaft.

Umwandlung in Weiterbildungszeit

Grundidee der App ist, dass der User mit jeder korrekt beantworteten Frage sogenannte Quiz-Coins erhält. Diese können in Weiterbildungszeit umgewandelt werden. 100 Quiz-Coins kosten 20 Euro und ergeben dabei eine Weiterbildungsstunde. Nach Begleichung der Rechnung und Prüfung der Daten wird die Teilnahmebestätigung versendet bzw. ein Eintrag in die entsprechende Datenbank vorgenommen.

Zehn Themenbereiche

In der App sind derzeit über 8000 Fragen aus zehn Themenbereichen berücksichtigt. Das Spektrum reicht von allgemeinen Branchenkenntnissen über Zahlen und Definitionen aus der Versicherungswirtschaft und den einzelnen Versicherungssparten bis zu Themen wie Führung, Recht oder Organisation. Für eine zielgerichtete Weiterbildung kann in groben Clustern das Wunsch-Themengebiet ausgewählt werden. Ein Blick auf die Fragen zeigt, dass es um echtes Expertenwissen geht. Beispiel: Wozu zählt ein Teppichboden, der auf dem Estrich verklebt ist und vom Mieter eingebracht wurde? Antwortmöglichkeiten: „Hausrat“, „Gebäudebestandteil“, „Der Mieter kann es sich aussuchen“ oder „Dies ist je nach Bundesland anders geregelt“.  Teilnehmer können erfolgreich gesammelte Coins durch richtige Antworten schnell in anerkannte Weiterbildungszeit umwandeln. (Quelle: V-Quiz)

Drei Fragen an:

Thomas Köhler, Geschäftsführer, Zaigen GmbH

 

Wie viele Kunden haben die App bisher heruntergeladen?

Nun, wir sind ja in drei Ländern (Deutschland, Österreich und der Schweiz) aktiv und da sind es in Summe schon mehrere Tausend.

 

Wie entwickeln Sie die Quizfragen?

Ganz klassisch aus Lehrbüchern, Fachartikeln, Internet-Recherche und aktuellen Themen. Die Vorgehensweise ist dabei: lesen, verstehen, sich passende Fragen ausdenken und sich vor allem drei „passende“ falsche Antworten ausdenken. Es ist eine Kunst, die Fachthemen auf gut 300 bis 400 Zeichen zu formulieren, denn ein Smartphone gibt nicht viel Platz her.

 

Welche Weiterentwicklungen oder Verbesserungen planen Sie?

Denkbar sind Themen wie Ranglisten, gegeneinander zu spielen oder eine tägliche News-Plattform. Ein langfristiges Ziel ist es, V-Quiz EU-weit zu etablieren. Letztlich gilt die IDD-Richtlinie ja für alle 27 Länder der EU.

 

 

 

Nur wer sicher lebt, kann Sicherheit auch gut verkaufen

8.9.2020 – Versicherungsvermittler verkaufen Risikoschutz und gehen dabei oft ans eigene Limit, schreibt Thomas Köhler, Geschäftsführer des Bildungsdienstleisters Zaigen, in seinem Gastbeitrag.

Er gibt Tipps, wie man sich mit der richtigen Priorisierung und etwas Organisation Entlastung schaffen kann.

Thomas Köhler der Günder von V-Quiz der ersten akkreditierten App gemäß IDD

Thomas Köhler

Versicherungsvermittler sind Experten, wenn es darum geht, Risikoschutz zu verkaufen. Ganz egal, ob Haus, Auto, Existenz oder Gesundheit – sie machen das Leben anderer sicherer. Dabei verlieren die Vermittler oft sich selbst aus den Augen und gehen mit der eigenen Lebensweise an ihr Limit. Viele verdrängen den Stress und Druck, der täglich auf sie einwirkt, und werden über die Zeit krank und unmotiviert.

Mit den richtigen Tipps lässt sich dies einfach vermeiden. Außendienstler können mit einfachen Methoden besser mit dem Stress umgehen und gesünder leben. So macht der Job wieder Spaß und die Gesundheit leidet nicht länger unter der andauernden Belastung.

Erstens: Handy und Telefonieren

Das Handy ist eine anhaltende Gefahr, denn der Vermittler hat es stets bei sich und versucht, auch während der Autofahrt mitzubekommen, ob jemand anruft. Damit riskiert der Versicherungsvermittler nicht nur Ärger mit den Ordnungshütern, sondern auch schon mal sein eigenes Leben, wie auch das der anderen.

Das Handy lenkt ab und die Konzentration lässt nach. Oft kommt dazu, dass Kopfschmerzen und Verspannungen die Folge sind, die mit der Zeit chronisch werden.

Tipp: Lassen Sie das Handy doch während der Fahrt einfach einmal bewusst im Kofferraum Ihres Autos liegen. Alternativ können Sie dann eine zehn- bis 15-Minuten-Pause einplanen, um an der frischen Luft anzuhalten und mit ungeteilter Aufmerksamkeit nach dem Handy zu sehen.

Sie werden schnell sehen, dass nicht nur der Druck durch die Doppelbelastung entfällt, sondern auch die Kundengespräche deutlich effizienter und qualitativ besser werden. Ihre Entspannung überträgt sich nämlich auf den Kunden.

Zweitens: Strukturierte Aufgabenpakete für den Tag

Vermittler bekommen am Tag zahlreiche Anrufe und E-Mails. Dass das Bearbeiten der Anliegen schnell erfolgen soll, versteht sich von selbst. Insbesondere, damit der Kunde zufrieden ist und Hilfe bekommt.

Doch Vorsicht! Multitasking erhöht die Anspannung und wirkt sich nicht nur negativ auf die Gesundheit aus. Es führt zudem dazu, dass Sie schneller Fehler machen oder vorschnell Dinge zugestehen.

Planen Sie Ihren Tag vorab und richten Sie sich Zeitfenster ein, in denen Sie E-Mails oder Anfragen beantworten. So haben Sie die notwendige Ruhe und können anhand Ihrer Termine auch bewerkstelligen, dass Sie Anrufe an einem ruhigen Ort erledigen können.

Drittens: Stress erkennen und reduzieren

Stress wird als notwendiges Übel gesehen, das wir oft hinnehmen. Der körperlichen Folgen sind wir uns gar nicht bewusst. Dabei kann die Belastung Auslöser und Nährboden für zahlreiche Krankheiten sein.

Vermittler haben viel Druck – Kundentermine, Fallbearbeitungen, Akquise und Autofahrten führen oft zu einem sehr hohen Stress. Vor allem, weil viele allein arbeiten und somit die Arbeit selbst erledigen müssen und nicht an Kollegen übergeben können.

Wichtig ist in einer solchen Situation, einmal am Tag in den Kalender zu schauen und zu prüfen, wann der Stress aufkommt. Wie hat es sich angefühlt und wie könnte man diese Belastung am nächsten Tag reduzieren? Auch das bewusste Empfinden von Momenten hilft dabei, wieder ein gesundes Gespür zu bekommen, was zu viel ist und wie wir, vielleicht oft nicht bewusst, Hektik erzeugen und darunter leiden.

Viertens: Pausen einplanen und bewusst einhalten

Regelmäßig Pausen abzuhalten, ist lebenswichtig. Sowohl unser Körper als auch unser Geist braucht Abstand zu den Dingen und Gedanken, die uns über den Tag begleiten.

Und Pause bedeutet, einfach einmal nichts zu tun. Viele nutzen die Pause, um neben dem Essen noch schnell Mails zu lesen oder Briefe zu beantworten. Oder sie schauen mit einem Auge bereits auf die Uhr, um nicht den nächsten Termin zu verpassen.

Das ist keine Pause, sondern noch mehr Belastung für den Körper. In der Pause sollte das Handy ausgeschaltet und bestenfalls der Blick ins Grüne gerichtet sein. Die ganze Pause sollte dazu genutzt werden, langsam und gesund zu essen, etwas zu trinken und sich zu bewegen. Ein Spaziergang um den Block oder nur das bewusste Atmen an der frischen Luft haben eine positive Wirkung und stärken unser Immunsystem.

Fünftens: Die sieben Säulen in Balance halten

Für viele Vermittler ist ihr Beruf gleichzeitig ihre Berufung. Das ist großartig, denn sie identifizieren sich mit dem, was sie tun. Doch auch hier ist äußerste Vorsicht geboten, denn zu schnell verliert man sich in seiner Tätigkeit und vergisst die anderen Dinge um sich herum.

Das Leben besteht aus verschiedenen Bereichen und all diese sollten aktiv gepflegt werden. Denn nur so ist gesichert, dass nicht irgendwann das Kartenhaus zusammenstürzt und man das Gefühl hat, alles verloren zu haben. Neben dem Beruf, also der Arbeit, die Sie verfolgen, um Geld zu verdienen, ist auch ein ausgleichendes Hobby wichtig, um etwas zu tun, das Spaß macht und nicht mit Zielen verbunden ist.

Außerdem spielen Menschen eine bedeutende Rolle. Hierzu zählen die Familie, Freunde, aber auch Zeit mit einem Partner oder einer Partnerin. Nur wenn wir von allen Bereichen etwas haben, leben wir in einem gesunden Gleichgewicht und haben die notwendige Balance, die uns aktiviert und mit Energie versorgt.

Sechstens: Aufgaben priorisieren

Jeden Tag warten unzählige Aufgaben auf uns, die uns alle wichtig erscheinen. Wir erledigen diese schnell, machen dadurch immer mehr und belasten unseren Körper. Listen und Aufgabenpakete helfen dabei, die Tätigkeiten zu priorisieren und so bewusst Zeit zum Erledigen von Dingen einzuplanen. Dies befreit den Kopf und sorgt dafür, dass mehr Struktur im Tag ist und nicht alle Aufgaben gleichzeitig und reaktiv abgearbeitet werden.

Manchmal ist weniger mehr und nicht alle Wünsche müssen zu 100 Prozent erfüllt werden. Zudem gibt es effiziente Möglichkeiten, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Ein Beispiel aus dem Versicherungsbereich:

Müssen die 15 durch die IDD vorgegebenen Weiterbildungsstunden komplett via Präsenzseminar erfüllt werden? Die Initiative „gut beraten“ empfiehlt sogar, 30 Weiterbildungsstunden durchzuführen.

Präsenzseminare mögen ihre Berechtigung haben, aber nicht jedes Seminar erfüllt die vollen Erwartungen. Der Zeitaufwand bleibt der gleiche. Die Hinfahrt, die Rückfahrt, die Zeit vor Ort und sehr schnell liegt der Zeitaufwand für ein Zwei-Stunden-Seminar bei einem halben Tag. Hier gibt es Alternativen. Zu Corona-Zeiten wurde ja quasi automatisch bereits vieles auf online umgestellt.

Siebtens: Abgrenzen und Spezialisieren

Besonders Existenzgründer, aber auch viele Vermittler generell versuchen, allen Anfragen gerecht zu werden. Dabei bieten sie ein sehr großes Portfolio an Leistungen an, welches Mehraufwand und zusätzliche Arbeit bedeutet. Denn wer nicht täglich eine Lebensversicherung verkauft, muss sich hier für einen einzelnen Kunden neu einlesen und geht höhere Risiken ein als jemand, der sich darauf klar spezialisiert hat.

Wer lernt, auch einmal Nein zu sagen, riskiert vielleicht im ersten Moment, einen Kunden oder einen Auftrag zu verlieren. Aber er bleibt sich treu, sichert sein Arbeitskonzept und schützt letztendlich auch seine Gesundheit.

Die Folge: Der eine Auftrag, der vielleicht fehlt, kehrt irgendwann in anderer Form zurück. Weil man automatisch ausgeglichener und besonnener vorgeht, was Kunden, die vielleicht sonst nicht geblieben wären, dazu bewegt, bei Ihnen abzuschließen.

Lernen Sie, sich abzugrenzen und Nein zu sagen. Konzentrieren Sie sich lieber auf weniger Angebote und Kunden, aber befriedigen Sie eben deren Bedürfnisse. Die positiven Erfahrungen sprechen sich rum und werden schnell und automatisch zu Empfehlungen führen und dazu, dass Kunden von selbst auf Sie zukommen.

Fazit: Prävention ist besser als Nachsorge

Stressreduktion, Struktur in die Komplexität des Aufgabenfelds zu bringen sowie das Einhalten von Sicherheitsmaßnahmen sind Grundvoraussetzungen, um seelisch und körperlich lange Freude an dem Job zu haben und die eigene Gesundheit zu sichern.

Hinzu kommen ein gutes Netzwerk, die Betreuung durch Profis, die richtigen Informationen und die Sensibilisierung für den Selbstschutz. Sie sind elementar für jeden heutzutage, der Versicherungen verkaufen möchte und draußen beim Kunden ist.

Prävention ist besser als Nachsorge und sollte zum Dreh und Angelpunkt für eine/-n authentische/-n Versicherungsmann oder -frau werden. Denn nur wer sicher lebt, kann Sicherheit auch gut verkaufen.

 

Thomas Köhler

Der Autor ist Gründer und Geschäftsführer der Zaigen GmbH in Zürich. Das Unternehmen ist Bildungsdienstleister und hat mit „V-Quiz“ eine Lern-App für Versicherungsvermittler gemäß IDD entwickelt.

Apps für die Finanzbranche: Die interessantesten Tools auf einen Blick

So wie in beinahe allen Bereichen hat sich die Digitalisierung auch in der Versicherungs- und Finanzbranche inzwischen weitgehend durchgesetzt.

 

Die meisten Produkte werden online beworben, Verträge lassen sich mit einigen wenigen Klicks abschliessen und in digitalen Kundenbereichen jederzeit einsehen und ergänzen. Nicht nur Kundinnen und Kunden profitieren davon, auch Versicherungsberater können sich mit den passenden Tools den Arbeitsalltag wesentlich erleichtern. Sie benötigen jedoch andere Funktionen als ihr Klientel. Welche Apps sich besonders gut für im Finanz- und Versicherungsbereich Tätige eignen untersuchen wir im folgenden Beitrag.

 

  1. V-Quiz:

V-Quiz ist eine Anwendung, die gezielt für die Weiterbildung im Versicherungswesen Beschäftigter entwickelt wurde. Sie basiert auf dem didaktischen Prinzip, dass die oftmalige Wiederholung kleiner Portionen an Lernstoff über einen längeren Zeitraum effektiver ist als stundenlanges Pauken ohne regelmässige Wiederholungen. Hintergrund für die Umsetzung dieser App ist die europaweit gültige IDD Richtlinie „Insurance Distribution Directive”, die Versicherungsberater zu regelmässiger Weiterbildung verpflichtet.

Mit der V-Quiz-App wird es denkbar einfach, dieser Verpflichtung nachzukommen und dabei grösstmögliche Flexibilität zu geniessen: Die Inhalte sind in Quiz-Form aufbereitet, insgesamt 15 000 zertifizierte Fragen für die Länder Schweiz, Deutschland und Österreich animieren zum Lernen auf spielerische Art. Vorteil der Applikation ist, dass Lerneinheiten zeitlich und örtlich völlig ungebunden konsumiert werden können. Die Quiz-Form sorgt ausserdem dafür, dass das Erlernen und Wiederholen der Fragen nicht als lästige Pflicht erlebt wird, sondern Spass macht – auch falsch beantwortete Fragen erzeugen ein „Aha-Erlebnis”, das motivierend auf die weitere Beschäftigung mit der Materie wirkt.

Die Verwendung der V-Quiz-App ist grundsätzlich kostenlos, eine Zahlungspflicht entsteht nur dann, wenn ein Nutzer die geleisteten Weiterbildungsstunden im Sinne der IDD Richtlinie dokumentieren lassen will. Die Zertifizierung in Deutschland erfolgte über gutberaten.de, in der Schweiz wurde die Applikation von Cicero akkreditiert und in Österreich erhielt sie das Gütesiegel des ibw für Versicherungsmakler.

Die App finden Sie  auf der Internetseite www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben.

 

  1. steuergott.com:

Steuergott bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, die Steuererklärung digital zu erstellen. Der Bonus dabei ist die Variante, eine Steuererstattung ohne monatelange Wartezeit – wie sie bei Finanzämtern durchaus üblich ist – sofort ausbezahlt zu bekommen. Das funktioniert folgendermassen:

– Die Lohnsteuerbescheinigung und gegebenenfalls noch einige weitere Unterlagen werden fotografiert und hochgeladen

– steuergott.com optimiert die Steuererklärung und erstellt sie online

– der Nutzer, die Nutzerin entscheidet, ob eine eventuelle Steuererstattung sofort erfolgen soll

Wird die Variante Soforterstattung gewählt, erfolgt die Überweisung auf ein Konto innerhalb 24 Stunden. Möglich ist das über eine Vorfinanzierung von 80% der Erstattungssumme, die steuergott.com mit einer Bank organisiert. Ist die Erstattungssumme höher als der vorfinanzierte Betrag, wird der Überschuss später ebenfalls erstattet, mit dem restlichen Betrag erfolgt die Tilgung des Kredits. Die Datenübertragung an das Finanzamt erfolgt verschlüsselt und authentifiziert, und die übertragenen Daten werden passwortgeschützt und SSI-verschlüsselt auf einem deutschen Server gespeichert, so dass höchstmögliche Sicherheit gewährleistet ist.

 

  1. finanzritter.com:

Der „FinanzRitter” präsentiert sich als digitaler Versicherungsmakler, der umfassende Serviceleistungen bietet. Über die kostenlose Applikation hat man nicht nur Einsicht in alle Verträge, Kunden und Kundinnen erhalten auch automatisch Empfehlungen, die ganz auf ihre persönliche Situation zugeschnitten sind. Gibt es Fragen, lassen sich diese direkt über den integrierten Chat mit einem der FinanzRitter abklären. Papierkram entfällt damit komplett – von der Schadensmeldung bis zum Abschluss oder der Änderung von Verträgen lässt sich alles mit ein paar Klicks erledigen.

Die Makler von Finanzritter sind an Maklerpools und Einkaufsgemeinschaften angebunden und arbeiten mit fast allen am deutschen Markt zugelassenen Anbietern zusammen. Sie versprechen daher, immer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten zu können.

 

  1. fondsfinanz.de:

Die App von Fonds Finanz nennt sich schlicht und einfach „Meine Versicherungen”. Sie ist für Makler ebenso wie für ihre Kunden konzipiert und bietet ein breites Portfolio an Funktionen. Auch hier ist es wieder möglich, Angebote zu erhalten, Verträge online abzuschliessen oder anzupassen und über eine integrierte Personalisierungsfunktion als Makler für Kunden präsent zu sein. Die Kontaktaufnahme steht hier vor der reinen Verwaltung, beide Partner haben jedoch jederzeit Zugriff auf Inhalte und Verträge und gewünschte Veränderungen lassen sich schnell gemeinsam umsetzen.

Praktische weitere Funktion der Fonds Finanz-App sind zum Beispiel die Erstellung von Optimierungsangeboten für Vermittler, eine digitale Signatur oder ein Rechner zur Ermittlung der Rentenlücke für Endkunden. Die Applikation funktioniert webbasiert und kann daher auf allen Endgeräten verwendet werden.

 

  1. fin4u.de:

fin4U ist ein digitaler Finanz- und Versicherungsmanager, der Zugriff auf über 3000 angebundene Banken bietet. Er soll vor allem dazu dienen, über Versicherungsverträge, Bankkonten und Kapitalanlagen unterschiedlicher Anbieter den Überblick zu bewahren und diese in einer einzigen Anwendung zu verwalten. Vor allem für Endkunden konzipiert, lässt sich das Tool auch von Versicherungsmaklern gut nutzen, da es unter anderem ermöglicht, Trends am Finanz- und Versicherungsmarkt zu beobachten.

 

  1. simplr.de:

simplr.de hat sich zur Aufgabe gemacht, die Finanz- und Versicherungsverwaltung für Makler und Kunden so einfach und übersichtlich wie möglich zu gestalten. Das erkennt man nicht nur am Namen: Tatsächlich überzeugt ein erster Blick auf die Benutzeroberfläche, die sich extrem aufgeräumt darstellt. Alle wichtigen Funktionen wie Vertrags- und Datenverwaltung, aktive Angebotslegung et cetera stehen selbstverständlich zur Verfügung.

Über simplr.de können Makler und ihre Kunden auch ein persönliches Treffen vereinbaren – für manche Kunden eine angenehmere Kommunikationsform als über E-Mail oder SMS. simplr.de eignet sich deshalb besonders gut für den Kontakt mit Kunden, die digitale Lösungen zwar zu schätzen wissen – etwa, um in Notfällen wichtige Dokumente griffbereit zu haben – sonst aber die Verwaltung ihrer Versicherungen lieber ihrem Makler überlassen.

Fazit:

Finanz- und Versicherungs-Apps gibt es mittlerweile sehr viele, nicht alle bieten jedoch ein gleichermassen interessantes Angebot für Endkunden und Makler. Aber es lohnt sich doch, die eine oder andere App einmal genauer anzuschauen.

Verantwortlich für den Inhalt: 

Thomas Köhler Founder & CEO, Zaigen GmbH, Speerstrasse 28, CH-8038 Zürich,Tel.: +41 77 524 60 37, www.v-quiz.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lernapps boomen – wem helfen sie wirklich?  

Wirft man einen Blick auf das heutige App-Angebot, so findet man Apps für jede Lebenslage: Sport, Unterhaltung, Finanzgeschäfte, praktische Alltagshelfer und immer wieder: Bildung. Es scheint, als gäbe es nichts, was sich nicht mit Hilfe einer Handy-App lernen ließe: Sprachen, Mathematik und sogar Instrumente. Und nicht zuletzt für die berufliche Weiterbildung werden inzwischen auch Apps angeboten. Doch wem helfen sie wirklich?

Schon vor der Coronazeit boomte der App-Markt. Schließlich nutzten 2019 bereits mehr als 80 Prozent der Deutschen, Schweizer oder Österreicher zwischen 16 und 74 Jahren ein Smartphone – Tendenz steigend. Das Smartphone ersetzt als digitales Schweizer Taschenmesser bereits Uhr, Taschenrechner, Diktiergerät, Fotoapparat und Navigationsgeräte. Für den Miniatur-Computer in der Jackentasche ist es ein Leichtes, auch den Job von Karteikarten, Sprach-CDs oder Lehrbüchern zu übernehmen. Immer mehr Unternehmen werfen ihre Angebote auf den Markt. Teilweise ist die Nutzung sogar gratis. Mit Werbung, In-App-Käufen und kostenpflichtigen Premium-Varianten versuchen sie, ihre Investition zu refinanzieren.

Coronazeit ließ App-Downloads ansteigen

Die Coronazeit hat die Beliebtheit von Apps noch gesteigert. Eine Untersuchung des App-Spezialisten Sensor Tower zeigte im ersten Quartal 2020 einen durchschnittlichen Anstieg an Downloads von 20 Prozent. Dabei ist ein deutlicher Anstieg der Kurven in Zusammenhang mit der Verbreitung von Covid-19 zu erkennen. In Deutschland beispielsweise stiegen die Downloadzahlen um 30 Prozent, noch stärker in Italien, Spanien, den USA und China. Gefragt waren plötzlich Optionen für Videokonferenzen, aber auch für Bildung. Lehrer und die nach den Schulschließungen zu Hilfslehrern beförderten Eltern suchten Unterstützung im Internet. Google Classroom verdrängte Langzeit-Spitzenreiter Duolingo von Platz 1 der Bildungsdownloads.

Besonders gefragt: Fremdsprachen

Doch nicht nur Lernhilfen für Schüler sind ein wachsender Markt. Nimmt man den Umsatz als Maßstab, so sind Sprachlern-Apps am meisten gefragt. Unter den zehn umsatzstärksten Bildungsapps in Google Play im April sind laut Statista allein fünf Sprachlernanbieter, und abgesehen von Duolingos Basisversion sind sie alle kostenpflichtig. Welche wie gut sind, wird im Internet immer wieder diskutiert und unterschiedlich bewertet. Die Nachfrage zeigt, dass damit ein Bedürfnis der Verbraucher befriedigt wird. Regelmäßiges Üben und Wiederholen ist bekanntlich beim Fremdsprachenlernen besonders wichtig. Die tägliche kurze Lektion irgendwo unterwegs, an einem Gerät, das man sowieso dabei hat, führt zwar langsam, aber doch stetig zur Verbesserung. Und ist damit erfolgreicher als ein Abendkurs, den man gebucht hat, zu dem man dann aber nach dem dritten Mal nicht mehr hingegangen ist.

Das Konzept für mobiles Lernen

Das Gerät allein macht es natürlich nicht. Hinter einer App muss auch ein pädagogisches Konzept stecken, das die Lernsituation des Anwenders berücksichtigt. Ein eingescanntes Lehrbuch bleibt ein Lehrbuch, auch wenn man es über einen Bildschirm abruft. Die meisten Handy-Lernapps sind dafür ausgelegt, dass man den Lerninhalt in kleinen Häppchen zu sich nimmt – das sogenannte Mikro Learning, das mit dem Mobile Learning hier Hand in Hand geht. Statt eine Stunde lang Konzentration zu verlangen, sind die Lektionen in der Regel so konzipiert, dass man nur wenige Minuten damit verbringt, maximal 15. Das entspricht der Aufmerksamkeitsspanne während der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Arbeit oder anderen Gelegenheiten, in denen ein „Lückenfüller“ willkommen ist. Der Erfolg des Lernens per App beruht darauf, dass man das Gerät oft zur Hand nimmt, wenn auch nicht unbedingt lange.

Vokabeln, Begriffe, Fakten

Was für fremdsprachige Vokabeln gilt, funktioniert aber auch in anderen Zusammenhängen. Zum Beispiel beim Einprägen von anatomischen Fachbegriffen für Medizinstudenten, Stoff aus Jura-Repetitorien oder versicherungstechnischen Sachverhalten. Um die Nutzer beim Faktenlernen bei Laune zu halten, lassen sich App-Entwickler einiges einfallen. V-Quiz, die Weiterbildungsapp für die Versicherungsbranche, verpackt anspruchsvolle Fragen beispielsweise in ein Quizformat. Wie viele Vollversicherte gibt es in den privaten Krankenversicherungen in Deutschland? Was ist der Deckungsbeitrag? Wofür steht in der Sachversicherung „MPL“? Jeweils vier Antworten stehen zur Auswahl, für jede richtige gibt es Punkte. Leidenschaftliche Quizduell-Spieler müssen sich also nur wenig umstellen und können dabei ihr berufliches Wissen erweitern.

Grenzen des mobilen Lernens

Gibt es auch Bereiche, in denen Lernen per App weniger gut funktioniert? Mobiles Lernen punktet damit, dass der Nutzer ortsunabhängig und zeitlich nicht festgelegt spontan sein Gerät aus der Tasche ziehen kann, wenn es gerade passt – und für Fakten- oder Vokabellernen ist diese schnelle Zugänglichkeit von Vorteil. Wer sich innerhalb kürzester Zeit ein komplexes Thema aneignen oder eine neue Sprache lernen will, wird sich in einer Marathonsitzung mit den Apps allerdings möglicherweise langweilen. Denn diese sind ausgelegt für kurze Lerneinheiten, die dafür dann umso häufiger stattfinden. Eine App kann auch nur begrenzt das leisten, was ein echtes Gegenüber kann – sei es bei praktischen Tätigkeiten, simulierten Beratungsgesprächen oder Konversation in einer Fremdsprache. Das Lernen per App kann allerdings eine gute Vorbereitung darauf sein, sich in solchen Situationen zu bewähren. Denn erst, wenn das nötige Fachwissen vorhanden ist, kann auch das Beratungsgespräch sinnvoll geführt werden, und erst die Kenntnis von Vokabeln ermöglicht die Konversation.

Mobiles Lernen als anerkannte Weiterbildung

Für jene, die eine App zur Weiterbildung nutzen wollen, zählen zwei Dinge: Sie wollen, dass das Gelernte im Kopf und anwendbar ist. Sie wollen aber auch, dass ihre Investition von Zeit und Mühe anerkannt und dokumentiert wird – insbesondere in Branchen, in denen regelmäßige Weiterbildung vorgeschrieben ist. Dazu gehört die Versicherungsbranche: 15 Stunden jährlich müssen Berater und Makler nach der europaweiten Branchenrichtlinie (Insurance Distribution Directive, IDD) nachweisen können. Einfach ist dies beispielsweise bei V-Quiz: Nach 100 richtig beantworteten Fragen darf man das Zertifikat für eine Weiterbildungsstunde beantragen. Die App ist von den Weiterbildungszertifizieren in Deutschland (gutberaten), der Schweiz (Cicero) und Österreich (ibw) jeweils anerkannt worden. Und erst, wenn der Weiterbildungsnachweis angefordert wird, muss der Kurs auch bezahlt werden.

Welcher Lerntyp sind Sie?

Welches die beste Lernmethode ist, ist natürlich auch von persönlichen Vorlieben abhängig. Haben Sie die Selbstdisziplin, in einer Leerlauf-Phase konstruktiv mit dem Smartphone zu arbeiten oder scrollen Sie doch bloß wieder durch die neuesten Facebook-Meldungen? Brauchen Sie den Gruppendruck, um sich mit etwas Neuem zu beschäftigen, oder liegt Ihnen die selbstbestimmte Lernform mehr? Sie können natürlich auch ein paar Freunde oder Kollegen zum Wettbewerb anstacheln: Wer hat als erster 100 Punkte? So verbinden Sie die kosten- und zeitsparende Lernform mit zusätzlicher Motivation.

Probieren Sie die App doch einfach aus! Sie finden diese auf der Internetseite www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben.

 

Thomas Köhler

Founder & CEO

Zaigen GmbH

Speerstrasse 28

8038 Zürich

www.v-quiz.ch

 

 

 

Weiterbildung: Wie Vermittler sinnvoll dazulernen und IDD-Vorgaben einhalten

Quelle: Timisu / Pixabay

Immer mehr Kunden wandern ins Internet ab. Gute Resultate sind kein Selbstgänger. Berater und Makler müssen stets auf dem neuesten Stand sein, doch die Zeit für Weiterbildung ist oft knapp. Neue Formen des Lernens sind gefragt – und das Gute ist: Es gibt sie schon, man muss sie nur nutzen wollen.

Verglichen mit anderen Branchen ist der Versicherungssektor durchaus weiterbildungswillig. Das ist schon aus Eigeninteresse dringend notwendig: Zum einen verändern sich gesetzliche Regeln immer wieder, zuletzt durch die IDD (Insurance Distribution Directive) in Europa, zum anderen sind die Kunden anspruchsvoller.

Sie haben sich möglicherweise schon vorab im Internet informiert und erwarten, dass eine persönliche Beratung darüber hinaus geht. Nach der IDD ist nun bekanntlich jeder, der mit dem Vermittlungsprozess zu tun hat, zu 15 Stunden Fortbildung verpflichtet. Es gibt Akteure, die das noch zu wenig finden – gut beraten empfiehlt bekanntlich sogar 30 Stunden.

Wie wird Weiterbildung umgesetzt?

Aber wie wird diese nun umgesetzt? An Weiterbildungsmöglichkeiten mangelt es nicht, doch Thema, Ort und Zeit müssen auch dem Bedarf des Vermittlers oder Maklers entsprechen. Für manche ist dies schon die erste Hürde. Gerade von kleineren Agenturen kommt die Rückmeldung, dass es schwierig ist, die Mindestauflage von 15 Stunden zu erfüllen. Und nicht jeder kann oder will dafür auch noch viel Geld ausgeben. Nach der Statistik von gut beraten sind Präsenzveranstaltungen immer noch die am häufigsten genutzte Lernform – doch ihr Anteil sinkt.

Im dritten Quartal 2019 lag dieser erstmals nur bei 49 Prozent. Selbstgesteuerte E-Learning-Angebote holen auf und wurden im selben Quartal bereits zu 37 Prozent gewählt. Diese Form wird immer mehr nachgefragt, weil sie besser in den Alltag von Versicherungsberatern und Versicherungsvermittlern zu integrieren ist. Eine Lektion lässt sich immer dann einlegen, wenn es gerade passt.

Eine neue Variante in diesem Bereich ist die Lernapp V-Quiz. Ob allgemeine Branchenkenntnisse, Personen-, Sach oder Vermögensversicherung, Recht und Compliance oder Führung: Alles wird in Quizform abgefragt. Das lässt sich spontan einschieben, wenn sich Lücken auftun, mehr als ein Smartphone braucht es nicht. V-Quiz ist nicht nur Unterhaltung für Versicherungsfachleute: Die App der Schweizer Zaigen GmbH ist inzwischen nicht nur in der Schweiz von Cicero, sondern auch in Deutschland bei gut beraten und in Österreich vom ibw als Mittel zur Fortbildung anerkannt. Kurse können nach gewünschtem Fachgebiet gewählt werden.

Der Algorithmus sorgt für eine Wiederholung des Stoffes, bis er sitzt, und kontrolliert den Lernerfolg. Anschließend dürfen sich die Anwender dafür Punkte gutschreiben lassen, und erst dann wird auch eine Gebühr fällig. Das Quizformat verbindet Mobile Learning mit Mikro-Learning, also dem Lernen in kleinen Einheiten, sowie mit Gamification, dem Einsatz spielerischer Elemente in anderem Zusammenhang. Beides sind erwiesenermaßen wirkungsvolle Lerntaktiken.

Der Unterschied von Mobile Learning und E-Learning

Mobile Learning wie mit V-Quiz wird zwar schon seit Jahren als Zukunft beschworen. In der Praxis gab es dabei in der Vergangenheit einige Hürden. Die branchenübergreifende Benchmarking-Studie 2018 stellte fest, dass nur 29,2 Prozent der befragten Unternehmen Mobile Learning tatsächlich bereits nutzten, 30,1 Prozent wollten damit beginnen. Für 40,4 Prozent kam diese Form gar nicht infrage. Als Grund für die Ablehnung nannte fast die Hälfte „fehlende Infrastruktur“, also die notwendigen Geräte, und für 36,2 Prozent war es – vermutlich deshalb – eine Kostenfrage.

33,6 Prozent sagten allerdings auch, dass es keinen geeigneten Lerninhalt für mobile Geräte für ihr Unternehmen gebe. Die Bedenken gegen den Einsatz scheinen höher bei der Geschäftsführung (15 Prozent) als bei den Nutzern selbst (7,3 Prozent). Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die KOFA-Studie zu digitaler Bildung in Unternehmen von 2019. Sie stellt außerdem fest, dass Unternehmen oft unsicher seien, wie digitale Medien sich didaktisch sinnvoll einsetzen lassen und es fehle ihnen der Überblick über all die Angebote.

Es ist also noch Luft nach oben – beim Einsatz von E-Learning im Allgemeinen und bei Mobile Learning im Besonderen. Auch dort, wo Mobile Learning schon genutzt wird, ist der Inhalt nicht immer dafür optimiert. Das heißt: Eine Lektion, die für den Bildschirm eines PCs konzipiert ist, lässt sich nur mühsam am Smartphone nachvollziehen. Und selbst, wenn die optische Darstellung gut angepasst ist, ist der Anwender möglicherweise in einer anderen Situation und hat gar nicht so viel Zeit. Kürzere Einheiten (Mikro-Learning) kämen ihm mehr entgegen. Das Quiz-Format wie beim V-Quiz gehört zu den Lernformen, die sich am Smartphone sehr gut umsetzen lassen und auch noch Spaß machen. Dabei lernt man trotzdem oder vielleicht sogar besser.

Der Nachwuchs ist netzaffin

Es mag immer noch Leute geben, die glauben, Lernen funktioniere nur, wenn man Menschen in einen Raum einschließt und jemand vorne einen Monolog hält – auch in der Versicherungsbranche. Für die jungen Leute, die nun in den Beruf kommen, dürfte dies eine höchst befremdliche Vorstellung sein, da Wissen aus dem Netz für sie so selbstverständlich ist wie Wasser aus dem Hahn. Und der Umgang mit Apps gehört nicht nur für sie längst zum Alltag. Die Qualität digitaler Weiterbildungsformen wird auch durch die Anerkennung mit Gütesiegeln bei Cicero, gut beraten oder dem ibw dokumentiert.

Spätestens, wenn wieder ein Kollege das Problem hat, dass ihm die Präsenztermine nicht passen und er nicht weiß, wie er seine gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungspflicht nach der IDD erfüllen soll, ist es Zeit, darüber nachzudenken, ob nicht flexiblere Formen zumindest teilweise besser geeignet sind. Am fehlenden Smartphone wird es ja kaum scheitern.

Autor: Thomas Köhler, Founder & CEO Zaigen GmbH

Der neue digitale Alltag in der Weiterbildung

Die Seniorin unterhält sich mit ihren Enkeln über WhatsApp-Live-Video. Der Firmenchef versammelt sein Team auf Zoom. All das gab es natürlich auch schon vor dem Corona-Frühling. Aber für viele war diese Zeit doch die der persönlichen technologischen Quantensprünge. Die gewachsene Nähe zu digitalen Geräten wird bleiben – auch in der Weiterbildung. Und möglicherweise wird gerade Mobile Learning davon profitieren.

Mobilgeräte als Retter in der Not

Schon bevor die Coronakrise über uns hereinbrach und die Wirtschaft zunächst größtenteils lahmlegte, galten digitale Lernformen als Zukunft. Videos, Micro Learning, Blended Learnung und Mobile Anwendungen nahmen die Spitzenplätze ein, wenn Institute Experten in der DACH-Region dazu befragten (siehe Statista bzw. mmb-Trendmonitor). Mit den Kontaktbeschränkungen waren dann zunächst die digitalen Kommunikationstechniken selbst plötzlich ein Thema für Weiterbildung: Wie funktioniert eigentlich Zoom, und wie organisiere ich eine Videokonferenz? Laptops, Tablets und Smartphones ließen Firmen auch in der schlimmsten Krisenphase Kontakt mit ihren Mitarbeitern im Home Office halten.

Auch die Weiterbildungsbranche musste sich umstellen. Präsenzseminare waren zwischenzeitlich nicht möglich, konnten aber teilweise durch Webinare ersetzt werden. Anbieter melden vor allem die Nachfrage nach virtuellen Klassenzimmern und Webinaren. In der Theorie hätten viele Unternehmen gerade in der Krise Zeit für die Weiterbildung ihres Personals gehabt. In der Praxis ist Weiterbildung allerdings auch ein Posten, der am einfachsten einzusparen ist, wenn dem Unternehmen die Einnahmen fehlen. Digitale Bildungsanbieter gehören deshalb nach einer Umfrage des mmb-Instituts nur teilweise zu denen, die von der Krise profitieren konnten.

Eine Frage der Branche

E-Learning war aber auch schon immer eine Frage der Branche: Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung kam 2016 zu dem Schluss, dass vor allem wissensintensive Branchen dieses Format zu schätzen wussten. Dazu zählen beispielsweise Forschung, Rechts- und Unternehmensberatung oder auch technologieaffine Betriebe. Aber auch im Dienstleistungssektor wurde schon damals vergleichsweise häufig zu E-Learning gegriffen. Am wenigsten daran interessiert war das produzierende Gewerbe. Außerdem: Je älter und je weniger qualifiziert die Arbeitnehmer waren, desto weniger gern wurden digitale Lernformen genutzt.

Eine ähnliche Struktur fand zwei Jahre später die Benchmarking-Studie zum Thema Mobile Learning: Auch hier war das verarbeitende Gewerbe das Schlusslicht. Die Autoren der Studie fanden dies etwas überraschend, denn gerade da wäre der Einsatz mobiler Endgeräte doch besonders praktisch – es muss eben nicht für jeden, der geschult werden soll, auch ein PC-Arbeitsplatz vorhanden sein. Der Grund dafür könnte sein, dass es in dieser Branche noch an den geeigneten Inhalten für Mobile Learning fehlte. Denn es ist ja nicht das Gerät, das lehrt. Jemand muss den Stoff zuvor in geeigneter Weise aufbereitet haben. Die Anforderungen des produzierenden Gewerbes sind sehr unternehmensspezifisch. Für große Unternehmen lohnt es sich eher, Inhalte für den eigenen Bedarf zu entwickeln, als für kleinere. Jedenfalls steigt Quote der Mobilnutzung zur Weiterbildung bei Unternehmen ab 10 000 Mitarbeitern auffällig an.

Angebote für die ganze Branche

Doch nicht überall muss das Rad neu erfunden werden. Branchenstandards gelten schließlich nicht nur innerhalb eines Unternehmens. Anhand der Lern-App V-Quiz können beispielsweise alle Versicherungsberater und -makler ihr Wissen testen und erweitern – unabhängig von ihrer Firmenzugehörigkeit. Denn die dort vermittelten Bestimmungen und Fakten gelten größtenteils europaweit. Nationale Abweichungen werden dadurch aufgefangen, dass es für Deutschland, die Schweiz und Österreich verschiedene Versionen von V-Quiz gibt. Ob Personen- oder Sachversicherung, Finanzmarkt oder Führung: Anhand von Quizfragen und Multiple-Choice-Antworten bewegen sich die Nutzer durch die einzelnen Sachgebiete, frischen eingerostete Kenntnisse auf, aktualisieren veraltete Informationen und erwerben neue – wann immer es gerade passt. Morgens vor dem Arbeitsbeginn oder in der Viertelstunde Leerlauf vor dem nächsten Termin, zuhause, im Büro oder unterwegs. Das Handy ist ja ohnehin dabei.

Weiterbildung kostet Zeit und Geld

Viele Unternehmen mussten in der Krise den Rotstift zücken, weil ihnen die Einnahmen fehlten. Das traf auch den Bereich der Weiterbildung. Was kurzfristig hilft, das Geld zusammenzuhalten, kann langfristig allerdings teuer werden: Wer fachlich nicht auf dem neuesten Stand ist, wird auf Dauer gegen die Konkurrenz nicht bestehen. In der Versicherungsbranche gibt es sogar die Pflicht, sich weiterzubilden, um die Qualität der Kundenberatung sicherzustellen: die europäische Insurance Distribution Directive (IDD). 15 Stunden jährlich muss jeder mindestens absolvieren, der Kundenkontakt hat – sei dieser nun digital oder persönlich.

Für engagierte Außendienstler war und ist es oft schwierig, Präsenzseminare im Terminkalender unterzubringen. Bei Webinaren spart man sich zwar die Anfahrt, ist jedoch trotzdem zeitlich gebunden. In der Regel kosten diese Veranstaltungen auch Geld. Eine Mobilapp wie V-Quiz ist in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft: Sie kann zeitlich flexibel angewendet werden, wenn es gerade passt, und sie lässt sich kostenlos herunterladen. Eine vergleichsweise niedrige Gebühr wird erst dann fällig, wenn es darum geht, die mit richtigen Antworten erworbenen Quiz Coins in anerkannte Weiterbildungsstunden umzuwandeln. V-Quiz ist von den zuständigen Verbänden in der DACH-Region als Mittel zur Weiterbildung anerkannt – in Deutschland von gut beraten, in der Schweiz von Cicero und in Österreich vom ibw.

Der neue digitale Alltag

Das Leben in Europa hat sich im vergangenen halben Jahr mehr verändert, als es sich jemand zuvor hätte vorstellen können. Und auch wenn es möglicherweise nicht mehr zu Lockdowns kommen wird: Mit dem Coronavirus werden wir noch eine Zeit lang leben müssen. Das Smartphone und andere mobile Geräte haben sich in dieser Zeit als ein extrem nützliches Hilfsmittel erwiesen, um weniger zu reisen und trotzdem die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Auch ältere Menschen, die bisher nicht so verwachsen waren mit ihrem Handy wie die jüngere Generation, haben es zu schätzen gelernt. Noch können wir viele Folgen dieser Krise nicht absehen. Aber sicher ist: Nachdem die digitalen Fertigkeiten nun einmal im Ernstfall erprobt wurden, gibt es keinen Grund mehr, sie nicht weiter in gewissem Maße anzuwenden. Und für die Weiterbildung heißt das: Selbstgesteuertes E-Learning und Mobile Learning könnten zum infektionssicheren Normalfall werden – und dabei Zeit und Geld sparen.

Probieren Sie die App doch einfach aus! Sie finden diese unter
Auf der Internetseite www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben.

Thomas Köhler

Founder & CEO

Zaigen GmbH

Speerstrasse 28

8038 Zürich

www.v-quiz.ch

Unser Produkt:

V-Quiz – die 1. akkreditierte App im Quizformat für die D-A-CH Region

VSAV e.V. – Newsletter: Weiterbildung als Quiz mit einer App

Der Schweizer Bildungsdienstleiter «Zaigen GmbH» hat eine Lern-App in einem Quiz-Format entwickelt. Mit dieser App (mit dem Namen «V-Quiz») können die IDD pflichtigen Versicherungsfachpersonen quizzen und erhalten dabei IDD Weiterbildungsstunden.

Der VSAV-Monitor wollte wissen, was es damit auf sich hat.

 

VSAV-Monitor: Herr Köhler, Sie haben für im Versicherungswesen Beschäftigte eine App als Quiz-App entwickelt. Wollen Sie Berater und Vermittler zum Spielen verleiten?

Thomas Köhler: Die App ist alles andere als ein Spiel. V-Quiz ist eine Anwendung, die gezielt für die Weiterbildung entwickelt wurde. Sie basiert auf dem didaktischen Prinzip, dass die oftmalige Wiederholung kleiner Portionen an Lernstoff über einen längeren Zeitraum effektiver ist als stundenlanges Pauken ohne regelmässige Wiederholungen.

VSAV-Monitor: Aber Versicherungsvermittler sind nach der IDD Richtlinie „Insurance Distribution Directive”, eh zu regelmässiger Weiterbildung verpflichtet. Wozu also noch die App?

Köhler: Mit der V-Quiz-App wird es denkbar einfach, der Verpflichtung nach IDD nachzukommen und dabei grösstmögliche Flexibilität zu geniessen: Die Inhalte sind in Quiz-Form aufbereitet, insgesamt 15 000 zertifizierte Fragen animieren zum Lernen auf spielerische Art. Dieses Lernen als Quiz kann sich der Berater als Weiterbildungsstunden im Sinne der IDD Richtlinie dokumentieren lassen. Die dafür erforderliche Zertifizierung in Deutschland erfolgte über «gutberaten».

VSAV-Monitor: Was kostet die App?

Köhler: Die Verwendung der V-Quiz-App ist grundsätzlich kostenlos, eine Zahlungspflicht mit 20 Euro je Weiterbildungsstunde entsteht nur dann, wenn ein Nutzer die geleisteten Weiterbildungsstunden als Nachweis benötigt. Bis zum 30. September gewähren wir noch einen Preisnachlass von 50 Prozent. Der Makler oder die Maklerin kann sich die App kostenlos auf unserer Webseite, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store herunterladen. Es reicht, für die Suche V-Quiz einzugeben.

VSAV-Monitor: Was kann sich der Vermittler oder die Beraterin neben Weiterbildungspunkten noch von der App versprechen?

Köhler: Vorteil der Applikation ist, dass Lerneinheiten zeitlich und örtlich völlig ungebunden konsumiert werden können. Die Quiz-Form sorgt ausserdem dafür, dass das Erlernen und Wiederholen der Fragen nicht als lästige Pflicht erlebt wird, sondern Spass macht – auch falsch beantwortete Fragen erzeugen ein „Aha-Erlebnis”, das motivierend auf die weitere Beschäftigung mit der Materie wirkt.

Kontakt:

Thomas Köhler
Founder & CEO
Zaigen GmbH
Speerstraße 28
8038 Zürich

Web: www.v-quiz.de 

Pflichtaufgabe für Versicherungsvermittler

Wie Versicherungsverkäufer sinnvoll dazulernen und IDD-Vorgaben einhalten
Von Thomas Köhler

Die Versicherungsbranche steht vor großen Herausforderungen: Immer mehr Kunden wandern ins Internet ab. Gute Resultate sind kein Selbstgänger. Berater und Makler müssen stets auf dem neuesten Stand sein, doch die Zeit für Weiterbildung ist oft knapp. Neue Formen des Lernens sind gefragt – und das Gute ist: Es gibt sie schon, man muss sie nur nutzen wollen.

IDD: 15 Stunden Weiterbildung sind Pflicht

Verglichen mit anderen Branchen ist der Versicherungssektor durchaus weiterbildungswillig. Das ist schon aus Eigeninteresse dringend notwendig: Zum einen verändern sich gesetzliche Regeln immer wieder, zuletzt durch die IDD (Insurance Distribution Directive) in Europa, zum anderen sind die Kunden anspruchsvoller. Sie haben sich möglicherweise schon vorab im Internet informiert und erwarten, dass eine persönliche Beratung darüber hinaus geht. Nach der IDD ist nun bekanntlich jeder, der mit dem Vermittlungsprozess zu tun hat, zu 15 Stunden Fortbildung verpflichtet. Es gibt Akteure, die das noch zu wenig finden – gut beraten empfiehlt bekanntlich sogar 30 Stunden.

Wie wird die Weiterbildung umgesetzt?

Aber wie wird diese nun umgesetzt? An Weiterbildungsmöglichkeiten mangelt es nicht, doch Thema, Ort und Zeit müssen auch dem Bedarf des Vermittlers oder Maklers entsprechen. Für manche ist dies schon die erste Hürde. Gerade von kleineren Agenturen kommt die Rückmeldung, dass es schwierig ist, die Mindestauflage von 15 Stunden zu erfüllen. Und nicht jeder kann oder will dafür auch noch viel Geld ausgeben. Nach der Statistik von gut beraten sind Präsenzveranstaltungen immer noch die am häufigsten genutzte Lernform – doch ihr Anteil sinkt. Im dritten Quartal 2019 lag dieser erstmals nur bei 49 Prozent. Selbstgesteuerte ELearning-Angebote holen auf und wurden im selben Quartal bereits zu 37 Prozent gewählt. Diese Form wird immer mehr nachgefragt, weil sie besser in den Alltag von Versicherungsberatern und Versicherungsvermittlern zu integrieren ist. Eine Lektion lässt sich immer dann einlegen, wenn es gerade passt.

Eine neue Variante in diesem Bereich ist die Lernapp V-Quiz. Ob allgemeine Branchenkenntnisse, Personen-, Sach oder Vermögensversicherung, Recht und Compliance oder Führung: Alles wird in Quizform abgefragt. Das lässt sich spontan einschieben, wenn sich Lücken auftun, mehr als ein Smartphone braucht es nicht. V-Quiz ist nicht nur Unterhaltung für Versicherungsfachleute: Die App der Schweizer Zaigen GmbH ist inzwischen nicht nur in der Schweiz von Cicero, sondern auch in Deutschland bei gut beraten und in Österreich vom ibw als Mittel zur Fortbildung anerkannt.

Kurse können nach gewünschtem Fachgebiet gewählt werden. Der Algorithmus sorgt für eine Wiederholung des Stoffes, bis er sitzt, und kontrolliert den Lernerfolg. Anschließend dürfen sich die Anwender dafür Punkte gutschreiben lassen, und erst dann wird auch eine Gebühr fällig. Das Quizformat verbindet Mobile Learning mit Mikro-Learning, also dem Lernen in kleinen Einheiten, sowie mit Gamification, dem Einsatz spielerischer Elemente in anderem Zusammenhang. Beides sind erwiesenermaßen wirkungsvolle Lerntaktiken.

Mobile Learning: Viel Hype, langsame Umsetzung

Mobile Learning wie mit V-Quiz wird zwar schon seit Jahren als Zukunft beschworen. In der Praxis gab es dabei in der Vergangenheit einige Hürden. Die branchenübergreifende Benchmarking-Studie 2018 stellte fest, dass nur 29,2 Prozent der befragten Unternehmen Mobile Learning tatsächlich bereits nutzten, 30,1 Prozent wollten damit beginnen. Für 40,4
Prozent kam diese Form gar nicht in Frage. Als Grund für die Ablehnung nannte fast die Hälfte „fehlende Infrastruktur“, also die notwendigen Geräte, und für 36,2 Prozent war es – vermutlich deshalb – eine Kostenfrage. 33,6 Prozent sagten allerdings auch, dass es keinen geeigneten Lerninhalt für mobile Geräte für ihr Unternehmen gebe. Die Bedenken gegen den Einsatz scheinen höher bei der Geschäftsführung (15 Prozent) als bei den Nutzern selbst (7,3 Prozent). Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die KOFA-Studie zu digitaler Bildung in Unternehmen von 2019. Sie stellt außerdem fest, dass Unternehmen oft unsicher seien, wie digitale Medien sich didaktisch sinnvoll einsetzen lassen und es fehle ihnen der Überblick über all die Angebote.

E-Learning nicht gleich Mobile Learning

Es ist also noch Luft nach oben – beim Einsatz von E-Learning im Allgemeinen und bei Mobile Learning im Besonderen. Auch dort, wo Mobile Learning schon genutzt wird, ist der Inhalt nicht immer dafür optimiert. Das heißt: Eine Lektion, die für den Bildschirm eines PCs konzipiert ist, lässt sich nur mühsam am Smartphone nachvollziehen. Und selbst, wenn die optische Darstellung gut angepasst ist, ist der Anwender möglicherweise in einer anderen Situation und hat gar nicht so viel Zeit. Kürzere Einheiten (Mikro-Learning) kämen ihm mehr entgegen. Das Quiz-Format wie beim V-Quiz gehört zu den Lernformen, die sich am Smartphone sehr gut umsetzen lassen und auch noch Spaß machen. Dabei lernt man trotzdem oder vielleicht sogar besser.

Der Nachwuchs ist Netzaffin

Es mag immer noch Leute geben, die glauben, Lernen funktioniere nur, wenn man Menschen in einen Raum einschließt und jemand vorne einen Monolog hält – auch in der Versicherungsbranche. Für die jungen Leute, die nun in den Beruf kommen, dürfte dies eine höchst befremdliche Vorstellung sein, da Wissen aus dem Netz für sie so selbstverständlich ist wie Wasser aus dem Hahn. Und der Umgang mit Apps gehört nicht nur für sie längst zum Alltag. Die Qualität digitaler Weiterbildungsformen wird auch durch die Anerkennung mit Gütesiegeln bei Cicero, gut beraten oder dem ibw dokumentiert. Spätestens, wenn wieder ein Kollege das Problem hat, dass ihm die Präsenztermine nicht passen und er nicht weiß, wie er seine gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungspflicht nach der IDD erfüllen soll, ist es Zeit, darüber nachzudenken, ob nicht flexiblere Formen zumindest teilweise besser geeignet sind. Am fehlenden Smartphone wird es ja kaum scheitern.

Thomas Köhler der Günder von V-Quiz der ersten akkreditierten App gemäß IDD

Thomas Köhler

Founder & CEO

Zaigen GmbH