Hilfreiche Apps für den Versicherungsverkauf

Laut Bund der Versicherten (BdV) geben die Bundesbürger im Durchschnitt mehr als 2.000 Euro pro Jahr für private Versicherungen aus. Im Mittelwert haben die Deutschen sechs private Versicherungen abgeschlossen. Entsprechend umfangreich sind die Unterlagen: Verträge, Versicherungsscheine, Leistungsbeschreibungen, Geschäftsbedingungen und viele weitere Dokumente zu den Produkten füllen ganze Aktenordner.

Auch der Versicherungsmakler kommt oft mit mehreren Ordnern zum Kundengespräch, um die verschiedenen Angebote zu Haftpflicht-, Hausrat-, Unfall- und Kfz-Versicherungen vorzustellen. Es wäre aber ein Fehlschluss zu meinen, dass die Digitalisierung die Versicherungsbranche noch nicht erreicht hat. Denn mittlerweile gibt es nützliche Apps für den Versicherungsverkauf. Manche dieser Apps ermöglichen es dem Versicherungsvermittler, die Kunden ganz ohne Papier zu betreuen und die verschiedenen Produkte schnell zu vergleichen. Andere Apps bieten die Chance zur flexiblen Weiterbildung. Hier stelle ich vier Apps vor, die Deinen Arbeitsalltag als Versicherungsvermittler erleichtern und bereichern können.



1. V-Quiz



Thomas Köhler, Founder und CEO der Zaigen GmbH

Mit der App „V-Quiz“ testen die Teilnehmer online ihr Wissen rund um Finanzen und Versicherungen. Dem Nutzer werden Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten gestellt, von denen immer eine richtig ist. Rund 8.000 Fragen aus zehn verschiedenen Fachbereichen befinden sich im Pool. Zu den Bereichen gehören beispielsweise die Sozialversicherungen, Personenversicherung, Sachversicherungen, Vermögensversicherung sowie Führung und Verkauf. Die Fragen werden immer wieder aktualisiert und erweitert. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad unterschiedlich ausgeprägt.

Versicherungsvermittler können mit dieser App auch Weiterbildungsstunden entsprechend der IDD (Insurance Distribution Directive) Richtlinie oder auch gut beraten erwerben. Der Aktivitätsgrad ist bei dieser smarten App höher als bei einem klassischen Seminar zur Weiterbildung. Denn der Nutzer muss immer wieder auf die richtige Antwort tippen, um Weiterbildungszeiten zu erwerben.

Die App V-Quiz kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.



2. Inveda.net



Die Firma Inveda.net bietet verschiedene Apps für Versicherungsvermittler. Darunter findet sich ein innovatives Programm zur Maklerverwaltung. Außerdem hat der Anbieter einen Assistenten für die Homepage des Maklers und eine Kunden-App für Versicherungsvermittler entwickelt. Versicherungsmakler können ihren Kunden diese App als zusätzlichen Service kostenlos zur Verfügung stellen und damit die Attraktivität der Beratung erhöhen. Auf diese Weise binden die
 Versicherungsmakler ihre Kunden zielgerichtet ein. Wenn der Versicherungsnehmer einen Schaden hat, kann er diesen über die App melden. Bei Fragen kann er sich direkt an den Versicherungsvermittler wenden. Fehlende Verträge können sich die Makler unkompliziert vom Kunden melden lassen. Um die Datensicherheit zu gewährleisten, werden die Daten asymmetrisch verschlüsselt. Es ist gewährleistet, dass die Nachrichten vom Kunden an den Versicherungsmakler nicht von Dritten gelesen werden können.

Die App Versicherungszeiger kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.

3. Simplr



Der Maklerpool Blaudirekt bietet den ihm angeschlossenen Vermittlern die App Simplr an. Damit soll die Verwaltung der Verträge erleichtert werden. Der Kunde kann mit diesem Tool seine Verträge selbst per Knopfdruck einsehen und bei Fragen den Versicherungsmakler direkt kontaktieren. Außerdem wird es dem Kunden ermöglicht, seine Versicherungsdokumente abzufotografieren und hochzuladen. Diese werden dann übersichtlich abgelegt und sind auf Wunsch des Versicherungsnehmers auch für den Versicherungsmakler verfügbar. Auf die gleiche Weise kann der Kunde Vollmachten, Verfügungen, Kopien und Führerscheine per Foto-Upload importieren. Dadurch wird es dem Versicherungsnehmer ermöglicht, kostenlos, weltweit und zu jeder Tageszeit Zugriff auf alle wichtigen Dokumente zu haben. Die Versicherungsvermittler profitieren davon, da der Service verbessert wird. Auftretende Fragen erreichen den Makler zeitnah. Wer dann schnell reagiert, kann sich von der Konkurrenz abheben und die Kunden langfristig an sich binden.

Die App Simplr kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.



4. FinanzRitter – dein digitaler Versicherungsmakler – unabhängig, ehrenhaft, loyal

Die Finanzritter UG bietet zum Einen eine App für Kunden an, mit welcher dieser anhand einiger Angaben seinen Bedarf bestimmen kann. Die Ersteinschätzung für den Kunden erfolgt anonym, damit dieser die FinanzRitter vorab testen kann. Der Abgleich des Bedarfs zu den passenden Tarifen erfolgt anhand künstlicher Intelligenz. Ergänzend steht natürlich, z.B. telefonisch noch ein Berater zur Verfügung. Der digitale Versicherungsmakler ist der Erste seiner Art, der seine Beratung vollständig App-basiert an Verbraucherschutz-Richtlinien knüpft sowie Datenschutz- und Privatsphäre-Standards an den Wünschen der Versicherten orientiert. Die FinanzRitter konnten den Technologie-Sonderpreis des bundesweit ausgetragenen Dortmunder Gründungswettbewerb start2grow gewinnen.

Aufgrund der aktuellen Situation öffnet FinanzRitter deren eigene Video-Chat-Lösung für selbstständige Versicherungsmaklerinnen und -makler auf dem Versicherungsmarkt. Keine Kosten, sichere Software mit deutschen Servern und keinerlei Branding verspricht der Digitalexperte seinen analogen Mitbewerbern.

Die App FinanzRitter kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.



Fazit

Die Digitalisierung hat auch die Versicherungsbranche revolutioniert. Versicherungsmakler sind gut beraten, mit der Zeit zu gehen. Denn die Apps ermöglichen es Dir, die Verwaltung von Kundendaten weitgehend papierlos zu gestalten. Dies spart Zeit, Platz und ist umweltfreundlich. Auch Deine Kunden profitieren hiervon, da sie besser angesprochen und eingebunden werden. Denn wenn Du mit Hilfe der digitalen Technologien Daten sicher speicherst und diese maximal schnell und flexibel abrufst, bist Du ganz automatisch besser ansprechbar und reaktionsschneller. Deine Kunden stellen dann fest, dass ihre Fragen zeitnah beantwortet und Unklarheiten schnell beseitigt werden. Dadurch fällt es Deinen Kunden leichter, Entscheidungen zu treffen, und sie haben dabei ein gutes Gefühl.

Da sich manche der Apps (auch) an die Kunden richten, sollten Versicherungsmakler aber darüber hinaus den Nutzen einer persönlichen Beratung verdeutlichen. Apps können das persönliche Gespräch zwischen Makler und Kunden ergänzen und erheblich erleichtern, aber nicht ersetzen.

 

Per Quiz-App zu IDD-Stunden

Foto: © enterlinedesign – stock.adobe.com

Für die meisten Versicherungsmakler ist das Thema Weiterbildung eine nervige Pflichtaufgabe. Die Zaigen GmbH hat eine App entwickelt, mit der das Thema mehr Spaß machen soll: Ein Quiz, mit dem IDD-Stunden gesammelt werden können.

 

Mit der von dem Züricher Unternehmen Zaigen GmbH entwickelten App „V-Quiz“ können sich Versicherungsvermittler gemäß der IDD-Richtlinie weiterbilden und sich (falls gewünscht) die entsprechenden Stunden bestätigen lassen. Für jede richtig beantworte Frage erhält der Teilnehmer einen Quiz-Coin, den er später in IDD und “gutberaten”-Weiterbildungsstunden umwandeln kann.

Die Wissenskontrolle erfolgt automatisch und die Wiederholung festigen das Erlernte. Die über 8.000 verfügbaren Fragen gewähren einen breiten Blick auf das Versicherungswesen. Das Themenspektrum reicht dabei von verschiedenen Versicherungsarten über rechtliche Fragen bis hin zu allgemeinem Wissen über den Finanzmarkt. Gestartet wurde die App im Herbst 2018 in der Schweiz, im vergangenen Jahr folgte die Einführung in Deutschland. Nun steht auch eine österreichische Version zur Verfügung.

Dass der Gründer Thomas Köhler mit seiner App ein bisher unbefriedigtes Kundenbedürfnis anspricht, konnte er bereits kurz nach der Einführung feststellen: „Schon nach wenigen Monaten hatte die App in der Schweiz einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und die vielen positiven Feedbacks, z.B. auch aus Deutschland, lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Unser nächster Meilenstein: Erfolgreiche Vermarktung in der DACH-Region, dann der restliche europäische Versicherungsmarkt.“

Die App ist für iOS und Android verfügbar. (ahu)

www.v-quiz.com

 

15.000 Fragen

Das V-Quiz entstand nicht aus einer Laune, sondern aus einem akuten Bedarf heraus. Als Generalagent war der Autor dieses Artikels dafür zuständig, dass sich die ihm unterstellten Versicherungsberater regelmäßig weiterbildeten. Das ist inzwischen auch europaweit in der Insurance Distribution Directive (IDD) so vorgeschrieben. Einige hatten jedoch Probleme, diese Vorgaben zu erfüllen. Entweder gab es nicht die richtigen Angebote, oder sie schafften es zeitlich nicht. Die Idee zur Lern-App war geboren.

Von Thomas Köhler

 

Flexibel lernen, wann und wo gerade Zeit ist statt aufwendiger und teurer Präsenzseminare – das sei eine wirtschaftliche Lösung, die auch dem „Freigeist“ eines Außendienstlers perfekt entsprach. In V-Quiz stecken fast 15.000 Fragen aus dem Versicherungsbereich für die gesamte DACH-Region. Sie werden länderspezifisch angeboten, jeder erhält in seinem Land also die, die er braucht. Für Deutschland stehen etwa 8.000 Fragen aus zehn verschiedenen Bereichen zur Verfügung – von allgemeinen Branchenkenntnissen bis zu speziellem Sozialversicherungs- oder Finanzmarkt-Wissen. Nutzer können die App zunächst gratis herunterladen und einen Kurs in dem Bereich buchen, in dem sie sich verbessern wollen. Pro richtige Antwort gibt es einen „Quiz-Coin“. Mit hundert erworbenen Quiz-Coins kann eine Weiterbildungsstunde beantragt werden. Es reicht also nicht, einfach nur zu klicken – es muss schon einiges hängen geblieben sein, damit man sich Weiterbildungszeit dokumentieren lassen darf.

 

In Deutschland ist das Projekt von gutberaten zertifiziert. Es ist also möglich, sich entweder eine einfache IDD-Teilnahmebestätigung zu erarbeiten oder sich die Weiterbildungsstunden auf sein Konto bei gutberaten eintragen zu lassen. In der Schweiz ist V-Quiz von Cicero akkreditiert, in Österreich erhielt V-Quiz das erforderliche Gütesiegel des ibw für Versicherungsmakler oder auch Versicherungsagenten. Eine Zahlung wird nur fällig, wenn sich der Nutzer die Weiterbildungszeit dokumentieren lassen will. Dass sich hinter V-Quiz die genannten 15.000 Fachfragen aus der Versicherungsbranche verbergen und hiermit eine qualifizierte Weiterbildung verbunden ist, stellt eine kleine Herausforderung in der Vermarktung dar. Verglichen mit manchen anderen Angeboten ist diese Form der Weiterbildung sehr günstig und nach wie vor ist V-Quiz die einzige öffentlich zugängliche App in der Versicherungsbranche, die es den Verkäufern erlaubt flexibel zu lernen, wann es passt.

 

Warum ist das Lernen überhaupt so mühsam? Weil es meistens leider nicht reicht, etwas nur einmal zu hören oder zu lesen. Das Hirn sortiert permanent aus, damit wir nicht überflutet werden von unnützen Informationen.

HÄPPCHENWEISE LERNEN

Die Corona-Krise hat aus den Präsenzseminaren nun Webinare gemacht – zumindest die Anfahrt können sich Teilnehmer nun sparen und Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Nach wie vor müssen sie sich allerdings die Zeit dafür freihalten. Aber warum nicht noch einen Schritt weiter gehen? Die App erlaubt es, flexibel in kurzen Abschnitten zu lernen, immer dann, wenn es gerade passt. Seien es ein paar Fragen täglich morgens nach dem Prinzip „an Apple a Day keeps the Doctor away“ oder wenn sich tagsüber Lücken ergeben. Lernen, das trotzdem effektiv ist, weil das Format genau auf diese Art der Anwendung ausgerichtet ist: spielerisch, in kleinen Portionen, aber dennoch fachlich anspruchsvoll. Traditionelle Kollegen der Branche mögen die Nase rümpfen, weil für sie alles Spiel ist, was auf dem Smartphone stattfindet – und damit nicht ernst zu nehmen. Lernen kann aber in verschiedenen Formen stattfinden. Mobile Learning ist weltweit wachsend, weil es eben so einfach zugänglich ist, weil immer mehr Menschen so ein Gerät besitzen. Dazu passt Micro Learning, die Aufteilung des Lerninhalts in kleine, schnell erfassbare Portionen, die hängen bleiben, selbst wenn die zur Verfügung stehende Zeit und die Aufmerksamkeitsspanne begrenzt sind. Ein weiterer Trend ist Gamification, also die Nutzung spielerischer Elemente in anderen Zusammenhängen – nicht nur für Kinder.

 

Das Smartphone ist ein Gerät, das für die meisten so selbstverständlich geworden ist, dass sie nicht mehr darüber nachdenken, was für eine mächtige Maschine sie eigentlich in den Händen halten. Die Mondlandung 1969 war eine riesige technologische Herausforderung. Die dafür benötigte Computerleistung könnte jeder heute locker selbst mit einem älteren Modell beisteuern. Wer seine Urlaubsbilder auf Facebook postet, macht sich auch selten Gedanken darüber, was für eine Entwicklerleistung dahintersteckt, damit dies funktioniert. Warum nicht dieses Potenzial auch für die Bildung und Weiterbildung nutzen? Zu den Ersten, die dies erkannt haben, gehörten wohl die Sprachvermittler. Vokabeln lernen mit dem Smartphone, verbindet das Karteikarten-Prinzip mit weiteren nützlichen Features. Jeder weiß, wie wichtig regelmäßiges Wiederholen dabei ist. Das Gerät, das immer griffbereit ist, ist dafür optimal.

KAMPF GEGEN DIE VERGESSENSKURVE

Warum ist das Lernen überhaupt so mühsam? Weil es meistens leider nicht reicht, etwas nur einmal zu hören oder zu lesen. Das Hirn sortiert permanent aus, damit wir nicht überflutet werden von unnützen Informationen. Diese Vergessenskurve erforschte der Psychologe Herrmann Ebbinghaus schon 1885 systematisch. Seine Ergebnisse zeigten, dass schon nach 20 Minuten nur noch 60 Prozent des Gelernten präsent sind, nach 24 Stunden nur noch 34 Prozent. Ebbinghaus machte seine Tests mit Nonsens-Silben. Seine Nachfolger stellten fest, dass die Quoten auch individuell unterschiedlich sind und davon abhängen, um was es geht und wie dieses vermittelt wird. Doch das Prinzip der Vergessenskurve gilt bis heute. Wenn wir etwas neu lernen, müssen wir es wiederholen, bevor es sitzt. Und Wissen, das wir nicht täglich anwenden, verschwindet irgendwann, wenn wir es nicht gelegentlich hervorholen.

Das Quiz-Format gehört zu den beliebtesten Formen des Mobile Learning, auch in der beruflichen Weiterbildung. In der Benchmarking-Teilstudie Mobile Learning des E-Learning Journals 2018 wurden Quizze von 78 Prozent der Firmen genutzt, die mobiles Lernen praktizieren, und weitere hatten dies vor. Das ist kein Wunder. Denn das Lernformat passt optimal zum Geräteformat und dazu, wie Mobile Learning normalerweise eingesetzt wird. Besagte Studie verwies darauf, dass der Erfolg des mobilen Lernens davon abhängt, inwieweit Lernform und Inhalt daran angepasst sind. Folgende Faktoren wurden dafür als wichtig angesehen: Die Optik muss auch auf dem kleinen Bildschirm funktionieren; der Lerninhalt muss so aufbereitet sein, dass er keine allzu lange Aufmerksamkeitsspanne erfordert, da diese Zeit möglicherweise gar nicht zur Verfügung steht; der Lerninhalt muss einem wirklich weiterhelfen, also speziell auf die Branche oder den Fachbereich abgestimmt sein. Ursprünglich dachte man bei diesem Konzept an Leute, die auf dem Weg zur Arbeit noch mal ein paar Fragen durchklicken oder an Außendienstler zwischen zwei Terminen. In der Corona-Krise zeigte sich, dass es auch weitere Vorteile hat – im Homeoffice mit Kindern, die zuhause lernen sollen, ist meist auch nicht die Zeit für längere, intensive Lerneinheiten.

Wer eine Fremdsprache lernt, weiß, dass es sinnvoller ist, täglich kurz Vokabeln zu wiederholen, als sich einmal wöchentlich eine Stunde lang hinzusetzen. Der Kampf gegen die Vergessenskurve ist so leichter gewonnen – und das ist nicht nur bei fremdsprachigen Vokabeln so.

Dieses Lernen in kleinen Einheiten, auch Micro Learning oder Learning Nuggets genannt, gehört zu den Formen, die auch im mmb Trendmonitor 2019/2020 als zukunftsträchtig ganz oben standen. Solche Einheiten dauern nur wenige Minuten, maximal 15. Es wird jeweils ein kleines Ziel erreicht – das motiviert. Die größte Hürde vor jedem selbstbestimmten Lernen ist, dass man sich überwinden muss, überhaupt damit zu beginnen. Micro Learning macht hier ein niedrigschwelliges Angebot, das für den Nutzer im Aufwand gut überschaubar ist, und das er dann mit einem kleinen Erfolgserlebnis problemlos wieder zur Seite legen kann. Wer eine Fremdsprache lernt, weiß, dass es sinnvoller ist, täglich kurz Vokabeln zu wiederholen, als sich einmal wöchentlich eine Stunde lang hinzusetzen. Der Kampf gegen die Vergessenskurve ist so leichter gewonnen – und das ist nicht nur bei fremdsprachigen Vokabeln so.

WARUM AUSGERECHNET QUIZZE?

Lernen darf gerne auch ein bisschen Spaß machen – es ist dann umso erfolgreicher. Kinder lernen schließlich auch über ihr Spiel. „Wer wird Millionär“ gehört zu den beliebtesten deutschen Fernsehformaten, Millionen raten am Bildschirm mit. Quiz-Duell wiederum ist ein extrem beliebtes Smartphone-Spiel. Die ursprünglich schwedische App wird inzwischen von bis zu einer Million Menschen in zahlreichen Ländern täglich genutzt. Menschen mögen es, wenn man ihr Wissen herausfordert. Diesen Effekt kann man sich auch in der Weiterbildung zunutze machen. Im Fall eines Versicherungsberaters oder Maklers: Er kann seine Kenntnisse in Sachgebieten auffrischen, die nicht mehr so präsent sind oder neue erwerben. Falsche Antworten sind übrigens lerntechnisch durchaus nützlich: Das Erstaunen darüber, dass man ja daneben lag, erzeugt eine spezielle Aufmerksamkeit für die richtige Antwort. Was kann eine Quiz-App besser als ein Webinar? Selbstverständlich sind Webinare (und in ferner Zukunft vielleicht auch wieder Präsenzseminare) nicht komplett überflüssig und für viele Bereiche auch sehr geeignet. Die Idee hinter der Lern-App ist eine andere. Statt sich eine oder mehrere Stunden vor den Bildschirm zu setzen, verteilt man seinen Bildungsnachschub über längere Zeit, bleibt aber kontinuierlich dabei. Wie jemand damit konkret umgeht, ist natürlich eine Typfrage. Man kann sich jeden Morgen vor Dienstbeginn hinsetzen und sich vornehmen, dass man erst einmal zehn Fragen richtig beantwortet. Dann hat man nach zwei Wochen seine erste Weiterbildungsstunde absolviert, ohne dass man sich dafür irgendwo länger ausklinken musste. Vielleicht greift man aber auch immer dann zum Smartphone, wenn es gerade kurz passt. Man ist zeitlich absolut flexibel und füttert das Hirn regelmäßig mit kleinen Dosen Bildung. Zehn Fragen am Tag bewahren davor, am Ende des Jahres große Lücken füllen zu müssen.

Viele sehen aktuell sehr beunruhigt in die Zukunft, auch in der Versicherungsbranche. Zwar werden Unternehmen und Privatpersonen in Zukunft weiterhin Versicherungen brauchen und haben wollen. Die Entwicklungen infolge des Coronavirus-Ausbruchs haben ja gerade gezeigt, welche unerwarteten Ereignisse plötzlich auftreten und jegliche Planung über den Haufen werfen können. Viele werden aber zögern, neue finanzielle Verpflichtungen einzugehen, solange sie nicht wissen, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten können oder wie ihr Geschäft durch die aktuelle Krise kommt. Betriebliche Investitionen und private Pläne werden verschoben. Die Folge ist, dass das Neugeschäft in vielen Bereichen eingebrochen ist.

Menschen mögen es, wenn man ihr Wissen herausfordert. Diesen Effekt kann man sich auch in der Weiterbildung zunutze machen.

 

Die Corona-Krise hat auch beschleunigt, dass Menschen im Internet nach Informationen zu Versicherungen suchen und vergleichen, statt sich an einen Makler oder Berater zu wenden. Doch schon vorher wurden einfache, gut vergleichbare Produkte wie Kfz-Versicherungen zunehmend im Internet abgeschlossen. Heißt das, dass Berater und Makler künftig nicht mehr gebraucht werden? So weit wird es wohl nicht kommen – auch wenn sie möglicherweise häufiger auf digitalen Kanälen kommunizieren werden als im persönlichen Gespräch. Denn nicht alle Produkte sind einfach vergleichbar und die Bedürfnisse individuell unterschiedlich, ob es nun das Privatleben oder ein Unternehmen betrifft.

FACHKOMPETENZ ZÄHLT IMMER

Versicherungsunternehmen, die in Zukunft bestehen wollen, dürfen den technologischen Fortschritt nicht ignorieren – ob es nun um Risikokalkulation oder Vertriebswege geht. Sie dürfen aber auch nicht die versicherungswirtschaftliche Kernkompetenz vernachlässigen – stets aktuelles Fachwissen zu den einzelnen Bereichen, das sie dem Kunden auch überzeugend vermitteln können. Gerade in Zeiten, in denen nur noch wenig „automatisch“ läuft, können gut qualifizierte Berater oder Makler den Unterschied machen. Und das heißt: An Weiterbildung sparen, ist der falsche Weg. Weiterbildung ist genau jetzt gefragt, um vorbereitet zu sein, wenn die Nachfrage wieder steigt.

Thomas Köhler

Founder & CEO, Zaigen GmbH

 

Podcast: Rockit. Connect mit Thomas Köhler und der V-Quiz App

Hören Sie hier – Podcast Interview von Andreas Lohrenz – Rockit. Connect

Spannende Fragen zu

  • Wieso wurde V-Quiz entwickelt?
  • Wie läuft das mit gutberaten.de und IDD?
  • Was ist die Vision – Weiterbildungsstunden für Europa?
  • Kostenlos versus kostenpflichtig?
  • Mobile-, Microlearning und Gamification mit der Lern-App V-Quiz
  • und vielem mehr …

https://www.podcast.de/episode/460292602/Rockit.+Connect+mit+Thomas+K%C3%B6hler+und+der+V-Quiz+App/?fbclid=IwAR3DUxUWgHHJBv1upfXfHGK670bnw7Y9snZ5oMFI6_lzgDGPzsQ16ny6TGo

Online-Weiterbildung: Aufschwung in der Corona-Krise

Verglichen mit anderen Branchen ist der Versicherungssektor durchaus weiterbildungswillig. Das ist schon aus Eigeninteresse dringend notwendig: Zum einen verändern sich gesetzliche Regeln immer wieder, zuletzt durch die IDD (Insurance Distribution Directive) in Europa, zum anderen sind die Kunden anspruchsvoller. Sie haben sich möglicherweise schon vorab im Internet informiert und erwarten, dass eine persönliche Beratung darüber hinaus geht. Nach der IDD ist nun bekanntlich jeder, der mit dem Vermittlungsprozess zu tun hat, zu 15 Stunden Fortbildung verpflichtet. Es gibt Akteure, die das noch zu wenig finden – „gut beraten” empfiehlt bekanntlich sogar 30 Stunden.

Aber wie wird diese nun umgesetzt? An Weiterbildungsmöglichkeiten mangelt es nicht, doch Thema, Ort und Zeit müssen auch dem Bedarf des Vermittlers oder Maklers entsprechen. Für manche ist dies schon die erste Hürde. Gerade von kleineren Vermittlerbetrieben kommt die Rückmeldung, dass es schwierig sei, die Mindestauflage von 15 Stunden zu erfüllen. Und nicht jeder kann oder will dafür auch noch viel Geld ausgeben. Nach der Statistik von gut beraten sind Präsenzveranstaltungen immer noch die am häufigsten genutzte Lernform – doch ihr Anteil sinkt. Im dritten Quartal 2019 lag dieser erstmals nur bei 49%. Selbstgesteuerte ELearning-Angebote holen auf und wurden im selben Quartal bereits zu 37% gewählt.

In Zeiten der der Corona-Krise gewinnt nun die Online-Weiterbildung einen ganz anderen Stellenwert. Die Bedeutung von Präsenzveranstaltungen wird weiter abnehmen – auch deshalb, weil viele Vermittler im Shutdown die Formen der digitalen Kommunikation zu schätzen gelernt haben. Auch ohne Krise gilt: Online-Weiterbildung nimmt zu, weil sie besser in den Alltag von Versicherungsberatern und Versicherungsvermittlern zu integrieren ist. Eine Lektion lässt sich immer dann einlegen, wenn es gerade passt.

Spielerisch lernen

Eine neue Variante in diesem Bereich ist die Lernapp V-Quiz. Ob allgemeine Branchenkenntnisse, Personen-, Sach- oder Vermögensversicherung, Recht und Compliance oder Führung: Alles wird in Quizform abgefragt. Das lässt sich spontan einschieben, wenn sich Lücken auftun, mehr als ein Smartphone braucht es nicht. V-Quiz ist nicht nur Unterhaltung für Versicherungsfachleute: Die App der Schweizer Zaigen GmbH ist inzwischen nicht nur in der Schweiz von Cicero, sondern auch in Deutschland bei gut beraten und in Österreich vom ibw als Mittel zur Fortbildung anerkannt.

Kurse können dabei nach gewünschtem Fachgebiet gewählt werden. Ein Algorithmus sorgt für eine Wiederholung des Stoffes, bis er sitzt, und kontrolliert den Lernerfolg. Anschließend dürfen sich die Anwender dafür Punkte gutschreiben lassen, und erst dann wird auch eine Gebühr fällig. Das Quizformat verbindet Mobile Learning mit Mikro-Learning, also dem Lernen in kleinen Einheiten, sowie mit Gamification, dem Einsatz spielerischer Elemente in anderem Zusammenhang. Beides sind erwiesenermaßen wirkungsvolle Lerntaktiken.

Thomas Köhler der Günder von V-Quiz der ersten akkreditierten App gemäß IDD

Thomas Köhler

Founder & CEO

Zaigen GmbH

Quizzen und Wissen

Immer mehr Kunden wandern ins Internet ab. Gute Resultate sind kein Selbstgänger. Berater und Makler müssen auf dem neuesten Stand sein, doch die Zeit für Weiterbildung ist knapp. Neue Formen des Lernens sind gefragt — das Gute ist: Es gibt sie schon, man muss sie nur nutzen wollen.

Von Thomas Köhler

Verglichen mit anderen Branchen ist der Versicherungssektor durchaus weiterbildungswillig. Das ist schon aus Eigeninteresse dringend notwendig:

Zum einen verändern sich gesetzliche Regeln immer wieder, zuletzt durch die Insurance Distribution Directive in Europa, zum anderen sind die Kunden anspruchsvoller. Sie haben sich möglicherweise schon vorab im Internet informiert und erwarten, dass eine persönliche Beratung darüber hinaus geht. Nach der IDD ist nun bekanntlich jeder, der mit dem Vermittlungsprozess zu tun hat, zu 15 Stunden Fortbildung verpflichtet. Es gibt Akteure, die das noch zu wenig finden — gut beraten empfiehlt bekanntlich sogar 30 Stunden.

Aber wie wird diese nun umgesetzt? An Weiterbildungsmöglichkeiten mangelt es nicht, doch Thema, Ort und Zeit müssen auch dem Bedarf des Vermittlers oder Maklers entsprechen. Für manche ist dies die erste Hürde. Gerade von kleineren Agenturen kommt die Rückmeldung, dass es schwierig ist, die Mindestauflage von 15 Stunden zu erfüllen. Nicht jeder kann oder will dafür viel Geld ausgeben. Nach der Statistik von gut beraten sind Präsenzveranstaltungen immer noch die am häufigsten genutzte Lernform — doch ihr Anteil sinkt. Im dritten Quartal 2019 lag dieser erstmals nur bei 49 Prozent. Selbstgesteuerte E-Learning-Angebote holen auf und wurden im selben Quartal bereits zu 37 Prozent gewählt. Diese Form wird immer mehr nachgefragt, weil sie besser in den Alltag von Versicherungsberatern und Versicherungsvermittlern zu integrieren ist. Eine Lektion lässt sich immer dann einlegen, wenn es gerade passt.

Viel Hype, langsame Umsetzung im Mobile Learning

Eine neue Variante in diesem Bereich ist die Lernapp V-Quiz. Ob allgemeine Branchenkenntnisse, Personen-, Sach- oder Vermögensversicherung, Recht und Compliance oder Führung: Alles wird in Quizform abgefragt. Das lässt sich spontan einschieben, wenn sich Lücken auftun, mehr als ein Smartphone braucht es nicht. V-Quiz ist nicht nur Unterhaltung für Versicherungsfachleute: Die App der Schweizer Zaigen GmbH ist inzwischen nicht nur in der Schweiz von Cicero, sondern auch in Deutschland bei gutberaten und in Österreich vom ibw als Mittel zur Fortbildung anerkannt. Kurse können nach gewünschtem Fachgebiet gewählt werden. Der Algorithmus sorgt für eine Wiederholung des Stoffes, bis er sitzt, und kontrolliert den Lernerfolg. Anschließend dürfen sich die Anwender dafür Punkte gutschreiben lassen, und erst dann wird auch eine Gebühr fällig. Das Quizformat verbindet Mobile Learning mit Mikro-Learning, also dem Lernen in kleinen Einheiten, sowie mit Gamification, dem Einsatz spielerischer Elemente in anderem Zusammenhang. Beides sind erwiesenermaßen wirkungsvolle Lerntaktiken.

Mobile Learning wie mit V-Quiz wird zwar schon seit Jahren als Zukunft beschworen. In der Praxis gab es dabei in der Vergangenheit einige Hürden. Die branchenübergreifende Benchmarking-Studie 2018 stellte fest, dass nur 29,2 Prozent der befragten Unternehmen Mobile Learning tat- sächlich bereits nutzten, 30,1 Prozent wollten damit beginnen. Für 40,4 Prozent kam diese Form gar nicht in Frage. Als Grund für die Ablehnung nannte fast die Hälfte „fehlende Infrastruktur“, also die notwendigen Geräte, und für 36,2 Prozent war es — vermutlich deshalb — eine Kosten frage. 33,6 Prozent sagten allerdings auch, dass es keinen geeigneten Lerninhalt für mobile Geräte für ihr Unternehmen gebe. Die Bedenken gegen den Einsatz scheinen höher bei der Geschäftsführung (15 Prozent) als bei den Nutzern selbst (7,3 Prozent). Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die KOFA-Studie zu digitaler Bildung in Unternehmen von 2019. Sie stellt außerdem fest, dass Unternehmen oft unsicher seien, wie digitale Medien sich didaktisch sinnvoll einsetzen lassen und es fehle ihnen der Überblick über all die Angebote.

Es ist also noch Luft nach oben — beim Einsatz von E-Learning im Allgemeinen und bei Mobile Learning im Besonderen. Auch dort, wo Mobile Learning schon genutzt wird, ist der Inhalt nicht immer dafür optimiert. Das heißt: Eine Lektion, die für den Bildschirm eines PCs konzipiert ist, lässt sich nur mühsam am Smartphone nachvollziehen. Und selbst, wenn die optische Darstellung gut angepasst ist, ist der Anwender möglicherweise in einer anderen Situation und hat gar nicht so viel Zeit. Kürzere Einheiten (Mikro-Learning) kämen ihm mehr entgegen. Das Quiz-Format wie beim V-Quiz gehört zu den Lernformen, die sich am Smartphone sehr gut umsetzen lassen und auch noch Spaß machen. Dabei lernt man trotzdem oder vielleicht sogar besser.

Es mag immer noch Leute geben, die glauben, Lernen funktioniere nur, wenn man Menschen in einen Raum ein- schließt und jemand vorne einen Monolog hält — auch in der Versicherungsbranche. Für die jungen Leute, die nun in den Beruf kommen, dürfte dies eine höchst befremdliche Vorstellung sein, da Wissen aus dem Netz für sie so selbstverständlich ist wie Wasser aus dem Hahn. Und der Umgang mit Apps gehört nicht nur für sie längst zum AIltag. Die Qualität digitaler Weiterbildungsformen wird auch durch die Anerkennung mit Gütesiegeln bei Cicero, gutberaten oder dem ibw dokumentiert. Spätestens, wenn wieder ein Kollege das Problem hat, dass ihm die Präsenztermine nicht passen und er nicht weiß, wie er seine gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungspflicht nach der IDD erfüllen soll, ist es Zeit, da- rüber nachzudenken, ob nicht flexiblere Formen zumindest teilweise besser geeignet sind. Am fehlenden Smartphone wird es ja kaum scheitern.

Thomas Köhler, Founder & CEO, Zaigen GmbH

Die Welt im Home Office: Weiterbildung ohne Ansteckungsgefahr …

Founder & CEO

Founder & CEO der Zaigen GmbH

… mit der 1. akkreditierten Quiz-App «V-Quiz» für Deutschland, Österreich und der Schweiz

IDD und gutberaten.de Weiterbildungsstunden erfüllen mit der App «V-Quiz»

Auf das Coronavirus Sars-CoV-2 hätten wir alle gerne verzichtet. Aber inmitten des Übels lässt sich doch feststellen, dass in der Arbeitswelt plötzlich Dinge möglich sind, die nur ein paar Wochen zuvor mit großen Hürden behaftet waren: Home Office und Telearbeit sind plötzlich auch für traditionell eingestellte Unternehmen akzeptabel. Dies könnte auch den Trend zu E- und M-Learning in der Weiterbildung beschleunigen.

Ein Beispiel für Mobile-Learning (oder auch M-Learning) ist die Lernapp V-Quiz

Wer sich gerne mobil weiterbilden möchte, ist natürlich darauf angewiesen, dass die Inhalte, die er lernen will, bereits dafür aufgearbeitet worden sind. In der Versicherungsbranche gibt es beispielsweise die App V-Quiz der Zaigen GmbH. Dort wird das Wissen in Quizform abgefragt – eine beliebte Form des Micro Learning. Die Lernapp V-Quiz ist in Deutschland von gutberaten, in der Schweiz von Cicero und in Österreich vom ibw als Mittel zur Fortbildung offiziell anerkannt. Die Inhalte sind

auf die Bedingungen in den jeweiligen Ländern ausgerichtet. Damit lässt sich also auch die Weiterbildungspflicht nach der IDD erfüllen, flexibel und überall einsetzbar. Nicht nur in der Corona-Quarantäne, sondern auch zu allen anderen Gelegenheiten, bei denen man seine Zeit sinnvoll und ortsunabhängig nutzen will.

Dänemark ist der Spitzenreiter der Telearbeit

Internationale Vergleiche zeigen, dass Telearbeit bisher sehr unterschiedlich praktiziert wird. In einer OECD-Studie lag Dänemark an der Spitze mit rund 40 Prozent, die es zumindest schon einmal ausprobiert haben, gefolgt von den USA, Norwegen und Schweden. In der Schweiz und Österreich waren es noch etwa 20 Prozent, in Deutschland noch weniger. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein: Unterschiede in den Branchen, aber auch unterschiedliche Unternehmenskulturen. Selbstverständlich ist der direkte persönliche Austausch mit den Vorgesetzten und Kollegen wichtig. Wer zu wenig präsent ist, bekommt nicht mehr alles mit, was sich in der Firma tut. Es gibt allerdings längst Technologien, die diesen Kontakt erleichtern, beispielsweise Slack oder Teams. Gelegentliche Telearbeit kann die Lebensqualität verbessern, nicht nur im Notfall. Wer in den eigenen vier Wänden arbeitet, spart sich den Weg und gewinnt mehr Zeit für sich.

Weiterbildung ohne Ansteckungsgefahr

Was für die tägliche Arbeit gilt, gilt noch viel mehr für die berufliche Aus- und Fortbildung. E-Learning hat sich in den vergangenen Jahren weltweit zu einem wichtigen Markt entwickelt, der auf von staatlicher Seite unterschiedlich stark gefördert wird. Größter Akteur dabei sind die USA. Plattformen wie edX und Coursera bieten weltweit Kurse an, die teilweise sogar gratis sind. Auch Indien und China setzte stark auf E-Learning. Auch in Europa gibt es Lernplattformen und E-Learning-Anbieter. Dass sich der Trend zu flexibleren Lernformen langsam überall durchsetzt, zeigt der Jahresbericht des deutschen Zertifizierers Gut Beraten: Erstmals wurden dort mehr E-Learning-Angebote genutzt als

Präsenzveranstaltungen. Der größte Teil davon entfiel auf selbstgesteuertes E-Learning. Das kann dann stattfinden, wann und wo es gerade passt. Es ist zu erwarten, dass dies zukünftig noch stärker nachgefragt wird, denn Präsenzveranstaltungen sind wegen der Gefahr der Virusverbreitung vermutlich noch eine ganze Zeit lang nicht ratsam. Warum also nicht die Zeit im Home Office für die Weiterbildungsstunden nutzen, die man nach der europaweiten IDD (Insurance Distribution Directive) ohnehin absolvieren muss – und sollte? Sei es am PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.

Mobile Learning – universell einsetzbar

Denn noch einfacher als E-Learning im Home Office ist Mobile Learning (M-Learning). Die Verbreitung von Smartphones steigt und steigt. Die Marke von drei Milliarden Geräten weltweit wurde bereits überschritten. Dazu kommen die Tablets. Zu Mobile Learning gibt es weltweit ganz unterschiedliche Konzepte: zur Alphabetisierung, für den Schulunterricht, für das Studium und jede Art von fachlicher Weiterbildung. Die Unesco setzt auf Mobile Learning als die einfachste Form, auch in Regionen mit schlechter Infrastruktur Bildung zu vermitteln. Mobile Learning ist beispielsweise die dominierende E-Learning-Form in Afrika. Wichtig ist dort unter anderem, dass die Apps auch offline funktionieren. E-Learning-Anbieter wie edX öffnen sich auch für die Nutzung über das Smartphone. Mobile-Learning-Pioniere in Europa waren Großbritannien, Dänemark und die Niederlande, die die Nutzung in verschiedenen Programmen erforschten.

Das richtige Konzept für M-Learning

M-Learning bietet zwar viele Vorteile gegenüber dem Lernen am PC oder Laptop. Das Gerät ist handlich und die meisten haben sowieso eins. Wirklich erfolgreich kann es allerdings nur sein, wenn das Lernkonzept auch darauf abgestimmt ist. Zum einen muss berücksichtigt werden, dass es sich um einen kleinen Bildschirm handelt. Zum anderen, dass es möglicherweise auch dann genutzt wird, wenn man nicht in dauerhaft ruhiger Umgebung sitzt. Das kann im Auto sein, beim Warten auf den nächsten Termin, oder zuhause, wenn Kinder zwar gerade beschäftigt sind, aber im nächsten Moment schon wieder in der Tür stehen könnten. Kürzere Lerneinheiten, sogenanntes Micro Learning oder Learning Nuggets, sind in dieser Situation einfacher erfolgreich zu absolvieren als ein 45-Minuten-Video. 92 Prozent der für den jüngsten mmb-Trendmonitor befragten E-Learning-Experten aus der DACH-Region sahen in Micro Learning eine Lernform, die in Zukunft eine zentrale Rolle spielen wird, bei mobilen Anwendungen und Apps waren dies 87 Prozent.

Probieren Sie die App doch einfach aus und testen Ihr Versicherungswissen! Sie finden diese unter www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben.

Verantwortlich für den Inhalt: 

Thomas Köhler Founder & CEO, Zaigen GmbH, Speerstrasse 28, CH-8038 Zürich,Tel.: +41 77 524 60 37, www.v-quiz.de

In der Krise auf Weiterbildung setzen!

Die Corona-Krise stellt alle vor eine große Unsicherheit. Wer hat im nächsten Monat noch einen Job? Was kann man sich in Zukunft noch leisten? Das merkt auch die Versicherungsbranche, wo das Neugeschäft um 80 Prozent zurückgegangen ist. Däumchen drehen im Home Office hilft Beratern und Maklern aber nicht weiter – flexible, günstige Weiterbildung schon. Warum Vermittler sich gerade jetzt weiterbilden sollten, erklärt Thomas Köhler. Der Zürcher ist Gründer und CEO der Zaigen GmbH, die mit V-Quiz eine App entwickelt hat, mit der sich Vermittler mit spielerischen Mitteln weiterbilden können.

Corona: Ende der Präsenzveranstaltungen

Viele hatten bisher oft Schwierigkeiten, die nach der europäischen Insurance Distribution Directive (IDD) vorgeschriebenen 15 Fortbildungsstunden pro Jahr zusammenzubekommen. Schließlich ging es meist um Präsenzveranstaltungen irgendwo, die man im Voraus einplanen musste. Und woher die Zeit nehmen, wenn das Geschäft doch laufen muss? Die Corona-Krise hat vieles umgeworfen, auch das Konzept Präsenzveranstaltungen. Es gibt keine mehr. Veranstaltungen, die persönliche Treffen einer größeren Anzahl von Menschen beinhalten, werden noch längere Zeit die Ausnahme bleiben. Und wer kein gesundheitliches Risiko eingehen will, wird darauf vorerst auch gerne verzichten.

Founder & CEO Zaigen GmbH

Thomas Köhler Founder & CEO     Zaigen GmbH

 

Versicherungen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise zwingt auch traditionelle Versicherungsunternehmen dazu, im Rekordtempo umzustellen: weg vom Präsenzarbeitsplatz, hin zu Home-Office-Möglichkeiten und digitaler Kommunikation. Kundenkontakt findet am Telefon oder über Video-Chat statt – falls er denn stattfindet. Es melden sich diejenigen, die Betriebsschließungsversicherungen, Reiserücktrittsversicherungen oder Veranstaltungsausfallversicherungen haben und Ansprüche geltend machen wollen. Die Zahl der Neuabschlüsse ist dagegen massiv eingebrochen – bei einer Umfrage waren dies 80 Prozent. In unsicheren Zeiten, in denen viele Menschen nicht wissen, ob ihr Geschäft oder ihr Arbeitgeber nächsten Monat noch existiert, will niemand neue finanzielle Verpflichtungen eingehen. Hauskäufe werden ebenso verschoben wie der Abschluss einer Lebensversicherung

Weiterbildung mit modernen Lernformen

Welchen Sinn macht ausgerechnet jetzt Weiterbildung? Sie macht genau jetzt Sinn. Denn wenn ein Ende der Corona-Krise in Sicht ist, werden Menschen auch wieder auf die Zukunft setzen. Sie werden neue Projekte planen und Risiken absichern wollen. Schließlich haben sie gerade erlebt, wie wenig berechenbar die Zukunft sein kann. Auf diese Nachfrage sind Sie dann bestens vorbereitet. Und dafür müssen Sie nicht einmal das Home Office verlassen. Moderne Lernformen wie E-Learning und Mobile Learning kommen ins Haus und lassen sich immer dann einschieben, wenn es gerade passt.

Inzwischen gibt es viele gute Weiterbildungsangebote. Diese werden mitunter mit spielerischen Mitteln verbunden. Gamification ist hier das Buzzword, dass auch für Erwachsene zu mehr Lernerfolg führen kann. Auch in der klassischen Bildung kommt dieser Ansatz mehr und mehr zum Einsatz. Immer mehr Schulen experimentieren mit „Gamification“. Das heißt: Einsatz von Spielelementen in einer spielfremden Umgebung. Ziel ist es dabei Lerninhalte beiläufig aufzunehmen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Wir haben diesen Ansatz in eine Lernapp gegossen. Im Frage-und-Antwort-Spiel können damit alte Kenntnisse aufgefrischt oder neue erschlossen werden.

Fachkompetenz wird auch nach der Krise zählen

Noch wissen wir nicht, wann die Corona-Krise mit all ihren Begleiterscheinungen überstanden ist. Was man jetzt schon sagen kann: Sie hat die Flexibilisierung und Digitalisierung des Arbeitsalltags enorm beschleunigt. Mancher wird vielleicht heilfroh sein, wenn er endlich wieder in Ruhe im Büro arbeiten kann. Andere finden es eigentlich viel angenehmer zuhause, vor allem die, die einen weiten Weg haben. Mancher wird sich auch freuen, endlich mal wieder ein Präsenzseminar zur Weiterbildung besuchen zu können und sich mit Leuten persönlich auszutauschen. Andere bleiben vielleicht noch länger vorsichtig, was den persönlichen Kontakt betrifft, und finden es sowieso viel effizienter, selbstbestimmt dann lernen zu können, wenn sie gerade Zeit haben. Eins jedoch wird nach der Krise ebenso gelten wie vorher: Fachkompetenz.

Jetzt auf Weiterbildung setzen!

Falls Sie also gerade etwas mehr Leerlauf haben, suchen Sie nicht nur im Internet nach Zeichen der Hoffnung. Nehmen Sie die Zukunft selbst in die Hand und setzen Sie gerade jetzt auf Fachwissen und berufliche Kompetenz. Denn davon werden Sie auf alle Fälle profitieren – unabhängig davon, wie sich die nächsten Monate gestalten. Weiterbildung über E- oder Mobile Learning ist vergleichsweise günstig, lässt sich flexibel nutzen, verursacht keine Fahrtkosten und man steckt weder sich noch andere mit einem Virus an. 15 Weiterbildungsstunden brauchen Sie sowieso – warum nicht mal etwas Neues ausprobieren? Die App V-Quiz für Versicherungsvermittler gibt es frei und kostenlos für Apple– und Android-Geräte.

Weiterbildung in Zeiten von Corona: Online lautet die Devise

Wegen Corona werden Weiterbildungsevents der Assekuranz verschoben oder finden als Digital-Varianten statt. Auch Bildungsanbieter haben ihre Programme verstärkt auf E-Learning & Co. umgestellt. Somit können Vermittler die Zwangspause nutzen, um nun online ihre Weiterbildungspflicht zu erfüllen.

Wegen Corona werden Weiterbildungsevents der Assekuranz verschoben oder finden als Digital-Varianten statt. Auch Bildungsanbieter haben ihre Programme verstärkt auf E-Learning & Co. umgestellt. Somit können Vermittler die Zwangspause nutzen, um nun online ihre Weiterbildungspflicht zu erfüllen.

Weiterbildung in Zeiten von Corona: Online lautet die Devise

V-Quiz Webseite unter www.v-quiz.de erreichbar. Im Smartphone im App Store oder Play Store

Corona verändert auch die Weiterbildung: Entsprechende Branchenveranstaltungen müssen verschoben werden oder in digitalen Varianten stattfinden, wie jüngst die MMM-Messe des Maklerpools Fonds Finanz. Herkömmliche Präsenzseminare von Bildungsanbietern sind derzeit nicht möglich, deshalb verlagert sich die Weiterbildung nun zunehmend ins Netz. E-Learning und andere webbasierte Lernformen stehen nun auf der Agenda. Dies dürfte den Trend beflügeln, wonach E-Learning als Lernform immer mehr Anklang findet, wie auch Statistiken der Brancheninitiative „gut beraten“ zeigen, wonach 2019 E-Learning die Präsenzveranstaltungen von Platz 1 der bevorzugten Lernformen verdrängt hat.

Bildungsanbieter wie die Deutsche Makler Akademie (DMA) oder GOING PUBLIC! haben bereits entsprechend reagiert und ihr Programm verstärkt online ausgerichtet. Vermittler können die derzeitige Corona-Zwangspause dafür nutzen, ihrer Weiterbildungsverpflichtung nach IDD nachzukommen oder ganz allgemein Fachwissen zu vertiefen und aufzufrischen. So lautet auch die Anregung von GOING-PUBLIC!-Vorstand Dr. Wolfgang Kuckertz: „Warum nicht dieses Zeitfenster nutzen und jetzt die Weiterbildungszeiten erwerben?“ Denn größtenteils würden Vermittler ihrer Weiterbildungsverpflichtung erst ab Mitte November nachkommen, wenn dies mit dem anstehenden Jahresendgeschäft kollidiert.

Experten-Lehrgänge der DMA als Webinare

Die DMA beispielsweise hat ihre Experten-Lehrgänge für Immobilienfinanzierung, private Vorsorge, betriebliche Haftpflichtversicherung sowie gewerbliche und industrielle Sachversicherung auf reine Online-Lehrgänge umgestellt. Die Lehrgänge werden nun in Form von Webinaren abgehalten, die an insgesamt zwölf Tagen mit jeweils 180 Minuten Weiterbildungsinhalten stattfinden. Am Ende der gesamten Reihe können Teilnehmer eine Online-Prüfung ablegen. Laut DMA lässt sich mit den neu konzipierten Online-Lehrgängen der Experten-Status nun schneller erreichen als bei der bisherigen Präsenzvariante. Der Abschluss als Experte (DMA) bleibt dabei gleich. Weitere Angebote, auch im Einzelseminarbereich, will die DMA ebenfalls umstellen. Aus aktuellem Anlass bietet die DMA für Makler zwei Webinare zum Thema Corona an. Weitere Infos unter www.deutsche-makler-akademie.de.

Webbasierte Trainings von GOING PUBLIC!

Auch die GOING PUBLIC! Akademie für Finanzberatung bietet Weiterbildung auf digitalem Wege in Form von webbasierten Trainings (WBTs), die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Die WBThek umfasst derzeit mehr als 200 WBTs für Versicherungsvermittler und über 100 WBTs für Immobilienmakler. Insgesamt können Vermittler laut GOING PUBLIC! aus über 45 Zeitstunden IDD-konformer Weiterbildungsinhalte wählen. Für Immobilienmakler stehen 24 Zeitstunden mit Weiterbildungsinhalten bereit. Weitere Informationen unter www.akademie-fuer-finanzberatung.de.

Fortbildung zum Notfall-Manager als Online-Variante

Auch die JURA DIREKT Akademie stellt angesichts von Corona die Weichen auf digital. Bereits seit einiger Zeit bietet der Bildungsanbieter in Kooperation mit dem TÜV-Rheinland einen Lehrgang zum TÜV-zertifizierten Notfall-Manager für Berater, Finanzdienstleister und Makler an. Nun kann die Fortbildung auch als Online-Kurs absolviert werden. Notfall-Manager sorgen dafür, dass Kunden und deren Familien selbstbestimmt bleiben und auch im Notfall entlastet sind. „Gerade jetzt hat das eine neue Dynamik bekommen“, unterstreicht JURA DIREKT. Näheres zum Bildungsangebot unter www.juradirekt-akademie.com.

V-Quiz: Weiterbildung via App

Mit der App „V-Quiz“ haben Vermittler die Möglichkeit, Weiterbildungszeit gemäß IDD in Quiz-Form zu sammeln. Die Züricher Zaigen GmbH hat seit Herbst auch eine deutsche Fassung der App nach schweizerischem Vorbild auf dem Markt (AssCompact berichtete). Sofern gewünscht, können sich Anwender die entsprechenden Weiterbildungsstunden über die Initiative „gut beraten“ eintragen lassen. Das akkreditierte Quiz ist kostenfrei im App Store bzw. Play Store für Android und iOS verfügbar. Die App wendet sich nicht nur an Vermittler, sondern an alle Beschäftigten der Branche, die ihrer Weiterbildungspflicht gemäß IDD-Richtlinie nachkommen müssen. Weitere Informationen zur App unter v-quiz.ch.

DKM365: Digitaler Branchentreff und Infokanal

Mit DKM365 bietet die größte Fachmesse in der Versicherungs- und Finanzbranche einen digitalen Branchentreff. Unter dkm365.de finden Besucher an 365 Tagen im Jahr News und Infos zu ganz unterschiedlichen Themen in Blogs und Beiträgen von Ausstellern. Aus aktuellem Anlass gibt es unter #wirzusammen nun täglich aktuelle Informationen und Hinweise auf Initiativen, Angebote und Hilfestellungen in der Corona-Krise in Form von Beiträgen und Podcasts. (tk)

Lesen Sie dazu auch:

Wie man mit der Quiz-App IDD-Weiterbildungszeit sammelt
(Interview mit Thomas Köhler, Geschäftsführer der Zaigen GmbH)

Bild: © daviles – stock.adobe.com

„Vermittler haben mehr Lust auf Weiterbildung, wenn sie Spaß macht“

Weiterbildung ist für Versicherungsvermittler spätestens seit Inkrafttreten der Vertriebsrichtlinie IDD Pflicht. Wer dabei keine Lust auf Messen, Webinare & Co hat, könnte es mit der Weiterbildung in Quiz-Form versuchen. Wir haben mit Thomas Köhler, Gründer des V-Quiz, über das spielerische Lernen, die Lerninhalte und die Schnittstelle der App zu „gut beraten“ gesprochen.

Thomas Köhler: Grundsätzlich geht man davon aus, dass die Fachpersonen ein eigenes Interesse an Weiterbildung haben. Wenn dieser Bedarf dann auf attraktive, kurzweilige und fachlich kompetente Weiterbildungsmöglichkeiten trifft, dann dürfte die Motivation leicht zu erreichen sein. Andererseits ist Weiterbildung eben mit einem Zeitaufwand verbunden, hier kann V-Quiz helfen, da dieser Zeitaufwand optimiert ist. Das heißt man kann lernen, wann und wo man möchte, und spart sich zum Beispiel den Aufwand für die An- und Abfahrt.

Welche Vorteile hat das Lernen über eine Quizform?

Jeder kennt es: Ein Quiz regt auf spielerische Art zum Denken an, man ist schnell bei der Sache. Ist die eigene Antwort richtig, ist das ein schnelles Erfolgserlebnis. Ist die eigene Antwort falsch, erzeugt das einen Überraschungseffekt und eine Aufmerksamkeit, die dazu führt, dass man sich das Ergebnis besser merkt, als wenn man die Fakten nur irgendwo gelesen hätte.

Die meisten Menschen lassen sich gern ein bisschen herausfordern. Denken Sie an den Erfolg von „Wer wird Millionär“, wo die Zuschauer zuhause vor dem Fernseher mitraten, oder das Spiel „Quizduell“. Die Form funktioniert auch mit Inhalten aus dem Berufsalltag. Die Idee hinter V-Quiz war, dass die Leute mehr Lust haben auf Weiterbildung, wenn sie einfach verfügbar ist und auch ein bisschen Spaß macht.

Haben Sie ein Beispiel, wie eine Lerneinheit aufgebaut ist?

Nun, es gibt zehn verschiedene Themengebiete. Die Lerneinheiten sind eine Stunde, drei Stunden oder fünf Stunden, wobei diese nicht am Stück bearbeitet werden müssen, sondern man kann diese so oft stückeln wie man möchte.

Dem Makler werden im Quiz-Format Fragen gestellt, welche er beantwortet. Bei jeder richtig beantworteten Basis-Frage, erhält er einen Quiz-Coin. Bei einer Expert-Frage sind es zwei Quiz-Coins. Eine Weiterbildungsstunde entspricht rund 100 „richtig“ beantworteten Basis-Fragen. Beantwortet man eine Expert-Frage, erhält man zwei Quiz-Coins, das heißt, man könnte dann mit rund 50 richtig beantworteten Fragen die Weiterbildungsstunde erfüllen. Das V-Quiz ist bei der Initiative „gut beraten“ und erfüllt daher die IDD.

Zu welchen Themen können sich Makler weiterbilden?

Wir bieten folgende Kurse an: Allgemeine Branchenkenntnisse, Zahlen-Definitionen, Sachversicherung, Personenversicherung, Vermögensversicherung, Sozialversicherung, Führung/Verkauf, Recht/Compliance, Organisation/Strategie/Schaden und Finanzmarkt/Rückversicherungen. In Summe stehen derzeit rund 8 000 Fachfragen zur Verfügung. Den Fragenpool bauen wir stetig aus und aktualisieren ihn jährlich.

Wie funktioniert die Schnittstelle der App mit der Initiative „gut beraten“?

Nachdem der Nutzer einen Kurs abgeschlossen hat, kann er diese Weiterbildungszeit beantragen. Tut er das, sendet die App ihm eine Rechnung. Sobald diese beglichen ist, werden dem Nutzer die Weiterbildungsstunden auf seinem gutberaten-Konto gutgeschrieben. Verfügt der Nutzer über kein gutberaten-Konto erhält er eine IDD-fähige Teilnahmebescheinigung.

Was brauchen Makler, um die App nutzen zu können?

Der Nutzer benötigt nur ein Smartphone. Er kann im App-Store oder Play Store die App downloaden – einfach „V-Quiz“ eingeben. Dann downloaden, registrieren, kostenfrei spielen und Fachwissen testen – und bei Bedarf natürlich die Weiterbildungsstunden beantragen.

Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

Gamification – von Kindern Lernen lernen

Spielend lernen? Das ist kein Widerspruch. Thomas Köhler ist Gründer und CEO der Zaigen GmbH, die mit V-Quiz eine App entwickelt hat, mit der sich Vermittler mit spielerischen Mitteln weiterbilden können: in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In seinem Gastkommentar erklärt der Zürcher, warum Gamification auf für Erwachsene zu mehr Lernerfolg führen kann

So mancher benutzt das Wort „Spiel“ geringschätzig. Als Gegensatz zum „wirklich Wichtigen“, der Arbeit. Das ist ignorant gegenüber den wissenschaftlichen Erkenntnissen: Spielen erfüllt eine extrem wichtige Funktion in der Entwicklung des Menschen. Spielen und Lernen gehen Hand in Hand. In Zeiten, in denen „lebenslanges Lernen“ zur Grundvoraussetzung geworden ist, um überhaupt bis zum Rentenalter am Erwerbsleben teilnehmen zu können, setzen deshalb immer mehr auf „Gamification“ – auch für Erwachsene.

Spielen ist wichtig für die Entwicklung

Thomas Köhler, Founder und CEO der Zaigen GmbH

Thomas Köhler, Founder und CEO der Zaigen GmbH

Die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952) bezeichnete das Spiel als die Arbeit des Kindes. So eigne es sich seine Fähigkeiten aus sich selbst heraus an, eine anregende Umgebung vorausgesetzt. Das Spiel hat auch eine wichtige Rolle in der Theorie des Schweizer Biologen und Entwicklungspsychologen Jean Piaget (1896-1980): Aus der Beobachtung seiner eigenen drei Kinder heraus entwarf er das Modell der vier Entwicklungsstufen, die aufeinander aufbauten. Die Erkenntnisschritte des Nachwuchses zeigten sich beim Spielen. Ein Beispiel: Erst, wenn das Kind begriffen hat, dass etwas trotzdem noch existiert, auch wenn es aus dem Gesichtsfeld verschwunden ist, kann man überhaupt Verstecken spielen.

Was ist eigentlich „Spielen“?

„Spielen“ wird normalerweise definiert als eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, aus Freude an ihr selbst und an ihrem Resultat ausgeübt wird. Darunter fallen sehr unterschiedliche Phänomene. Auch nach mehr als einem Jahrhundert Forschung gibt der menschliche Spieltrieb der Wissenschaft noch Rätsel auf. Unstrittig ist aber heute, dass Kinder über die vielen verschiedenen Formen des Spiels ihre körperlichen Fähigkeiten ausbilden, sich ihre Umgebung aneignen und soziales Verhalten trainieren.

Für Rolf Oerter, inzwischen emeritierter Professor für Entwicklungspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist das Spiel unter anderem ein wichtiger Faktor zur Lebensbewältigung von Kindern und Jugendlichen. Je älter sie werden, desto komplexer werden auch die Spiele.

Phasen der Spiel-Entwicklung

Wie schon Piaget unterscheidet auch Oerter verschiedene Spielphasen, in denen sich die Entwicklungsstufe der Kinder zeigt:

  • ganz kleine Kinder erforschen die Welt durch Anfassen und Ausprobieren dessen, was sie sehen, mit den Händen und auch mit dem Mund (sensomotorisches Spiel, 0-2 Jahre). Kaum hat ein kleines Kind die Funktion eines Gegenstandes erfasst, wird er auch schon symbolhaft in das Spiel einbezogen, zum Beispiel der Kuchen aus Sand -oder der Stuhl als Auto (Symbolspiel/Als-ob-Spiel).
  • Kinder beginnen, zusammen zu spielen und gemeinsam in eine fiktive Welt einzutauchen – je älter, desto komplexer (Rollenspiel/Sozialspiel).
  • Ab einem Alter von ungefähr sechs Jahren sind Kinder in der Lage, Regeln zu verstehen und einzuhalten. Damit werden auch Spiele innerhalb eines festen Rahmens interessant (Regelspiele).

Wissenserwerb in der Kindheit

In keiner Zeit des Lebens müssen so viele Informationen aufgenommen und verarbeitet werden wie in der Kindheit und Jugend. Das Neugeborene weiß nichts über die Welt, in die es geraten ist. Ein Schulabgänger hat zwar noch keine große Lebenserfahrung, aber dennoch ein Basiswissen über die Gesellschaft und ihre geschriebenen und ungeschriebenen Regeln und Mechanismen. Nur einen Teil davon hat der junge Mensch explizit „gelernt“, zum Beispiel in der Schule – das meiste hat er sich beiläufig angeeignet, durch Beobachtung, Nachahmung und Spiel. So verschwendet ein Muttersprachler keine Gedanken an die Grammatik dieser Sprache, er spricht sie perfekt, noch bevor er die Regeln dazu nachlesen kann. Wie viel mühsamer ist es, später eine Fremdsprache zu lernen! Kein Wunder also, dass die Lernpsychologie schon lange versucht, Elemente beiläufigen, spielerischen Lernens zu nutzen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Erste Zielgruppe dieser Erkenntnisse, dass Spielen das Lernen unterstützen kann, sind Kinder und Jugendliche selbst: Neben all den Dingen, die sie aus persönlichem Interesse wie von selbst aufnehmen (Bandbiografien, Tricks für Computerspiele oder Details zur Pferdehaltung) soll ja auch die Schule möglichst erfolgreich absolviert werden. Die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit des Nachwuchses ist heute groß. Immer mehr Schulen experimentieren deshalb mit „Gamification“. Das heißt: Einsatz von Spielelementen in einer spielfremden Umgebung.

In der Praxis: Es lockt vielleicht mehr, eine mathematische Gleichung zu lösen, wenn man die Aufgabe im Rahmen eines Spiels am Computer bewältigt und damit auch einen Drachen besiegt, als wenn man danach einfach nur das Heft zuklappt. Und es gibt inzwischen sogar attraktiv gestaltete Lernplattformen im Internet für den Nachmittag.

Spielerischer Wissenserwerb für Erwachsene

Eine 2018 veröffentlichte 170-Seiten Studie zu Gamification beurteilte diese Tendenz positiv und beschränkte sich nicht nur auf Kinder. Und warum sollte das Spielen auch mit dem Alter enden? Schon Friedrich Schiller schrieb in „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur ganz Mensch, wo er spielt.“ Ob man dem nun zustimmt oder nicht: Auch als Erwachsener eignet man sich je nach Motivation neue Dinge schneller oder weniger schnell und nachhaltig an. Fremdspracheninstitute nutzen schon lange Elemente wie eine spielerische App zum Vokabelnlernen, denn hier ist häufiges Wiederholen besonders wichtig. Und immer mehr Unternehmen nutzen dies, wenn sie ihre gesetzliche Weiterbildungspflicht erfüllen wollen. Dabei hilft auch der Trend zum Mobile-Learning.

Europa regelt Weiterbildungspflicht bei Versicherungen

Die gesetzliche Weiterbildungspflicht in der Versicherungsbranche ist in Europa aktuell über die IDD (Insurance Distribution Directive) geregelt. Diese verlangt, dass Versicherunsgmakler und Versicherungsberater 15 Stunden Fortbildung jährlich absolvieren müssen. Im Alltag ist das oft schwer zu organisieren. Doch es darf auch digital sein: Mit anerkannten Lern-Apps fürs Smartphone lässt sich digital vergessenes Wissen auffrischen und neues erwerben – immer dann, wenn gerade ein bisschen Luft ist. Die spielerische Quizform gehört nach der jüngsten Benchmarking- Studie zu den beliebtesten Formen des Mobile-Learning. Diesen Ansatz nützt auch die V-Quiz: sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Mittel zur Weiterbildung anerkannt.

Ergänzung: V-Quiz ist in der Schweiz von Cicero, in Deutschland von gutberaten.de und in Österreich vom ibw akkreditiert.

Wie man mit der Quiz-App IDD-Weiterbildungszeit sammelt

Mit der neuen App „V-Quiz“ haben Vermittler die Möglichkeit, Weiterbildungszeit gemäß IDD in Quiz-Form zu sammeln. Wie das konkret abläuft, erklärt Thomas Köhler. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Schweizer Zaigen GmbH, die die App auf den Markt gebracht hat.

Thomas Köhler - Founder & CEO - Zaigen GmbH

Herr Köhler, mit einer neuen Quiz-App ermöglichen Sie es Vermittlern, Weiterbildungszeit gemäß IDD-Richtlinie zu sammeln. Wie genau funktioniert die Anwendung?

Kurz gesagt: Downloaden, „nur“ mit E-Mail registrieren, spielen und bei Bedarf Weiterbildungszeit beantragen. Bei V-Quiz handelt es sich um ein Quiz, das heißt der Nutzer bekommt eine Frage gestellt mit vier möglichen Antworten, wovon nur eine Antwort richtig ist (Single-Choice-Verfahren). Für jede richtig beantwortete Frage erhält man einen Quiz-Coin, bei schwereren Fragen sogar zwei Coins.

Sobald man genug Coins gesammelt hat, besteht die Möglichkeit, diese in Weiterbildungszeit umzuwandeln. 100 Quiz-Coins entsprechen einer Weiterbildungsstunde. Das Quiz bietet aus zehn Fachbereichen sehr viele Fragen. Der Nutzer hat demnach die Möglichkeit, frei zu wählen. Im Prinzip kann man so seine Weiterbildungszeit „mit einem Daumen“ erfüllen. Man sollte die App aber nicht unterschätzen. Es ist zwar leicht zu spielen, aber die Fachfragen sind vom Schwierigkeitsgrad gemischt, können also durchaus auch herausfordernd sein.

Man kann also Coins in Weiterbildungszeit umwandeln? Was ist denn da maximal im Jahr pro Nutzer möglich bei fast 6.000 Fragen?

Nun, die rund 6.000 Fragen sind ja nur der derzeitige Stand. Der Fragenpool wird wachsen. Ich gehe davon aus, dass wir uns langsam in Richtung 10.000 Fragen entwickeln werden. Grundsätzlich entsprechen 100 richtig beantwortete Fragen einer Weiterbildungsstunde, somit wären also nach heutigem Stand rund 60 Weiterbildungsstunden möglich. Da aber die etwas schwereren Fragen eine doppelte Bewertung erhalten, sind es wohl doch etwas mehr als 60 Weiterbildungsstunden. In diesem Kontext ist aber anzumerken, dass die App „V-Quiz“ mehr als Ergänzung und nicht als Ersatz für andere Weiterbildungen gedacht ist.

Wie erfolgt die Gutschrift auf „gut beraten“?

Nachdem der Nutzer ausreichend richtige Fragen beantwortet hat, kann er in der App auswählen, ob er eine IDD-Teilnahmebescheinigung und / oder einen Eintrag in die „gut beraten“-Datenbank haben möchte. Nach diesem Antrag erhält er eine Rechnung und sobald diese beglichen ist, erfolgt der Versand der Bescheinigung bzw. der Eintrag in die „gut beraten“-Datenbank.

Wie sehr können Vermittler darauf vertrauen, dass die Weiterbildung auch anerkannt wird, wenn eine Prüfung durch die Aufsichtsbehörde kommt?

Dies ist eine berechtigte Frage. Nach heutigem Stand kann im Prinzip jeder Bildungsanbieter einfach behaupten, er erfülle die Richtlinie IDD und jede einzelne Industrie- und Handelskammer kann ein eigenes Prüfraster anlegen mit eigener Interpretation der IDD-Richtlinie. Hier ist natürlich eine gewisse Rechtsunsicherheit vorhanden. Allerdings ist meines Wissens „gut beraten“ derzeit dabei, mit den IHKs ein einheitliches Prüfraster zu erarbeiten.

Die Initiative „gut beraten“ akkreditiert jeweils die Bildungsanbieter und nicht das einzelne Bildungsangebot. „gut beraten“ prüft neben vielen anderen Qualitätsfaktoren natürlich insbesondere auch die IDD-Fähigkeit. Im konkreten Fall der App „V-Quiz“ ist es so, dass die Firma Zaigen GmbH, welche die App „V-Quiz“ anbietet, von „gut beraten“ akkreditiert wurde. Da „V-Quiz“ etwas Neuartiges ist, wurde ergänzend zur Akkreditierung der Zaigen GmbH das Bildungsangebot „V-Quiz“ doch recht intensiv durchgesprochen. Als Ergebnis wurde die App im Vergleich zur Schweizer Variante umgebaut und an die Anforderungen von IDD bzw. „gut beraten“ ausgerichtet.

Demnach haben wir als Bildungsanbieter alles getan, was möglich ist, um die Richtlinie IDD einzuhalten. Meines Erachtens erfüllt V-Quiz sogar höhere Anforderungen, da die Erfolgskontrolle zu 100% eingebaut ist. Während andere Seminarangebote im Prinzip auch ein „passives“ Beisitzen ermöglichen, ist bei V-Quiz zu 100% Aktivität nötig, um Weiterbildungsstunden zu erhalten.

Nicht umsonst ist V-Quiz in der Schweiz auch von den Financial Planners, der Aktuarsvereinigung oder den Pensionskassenexperten ebenfalls als Weiterbildung anerkannt. In Deutschland haben bereits weitere Verbände eine Aufnahme von V-Quiz in deren Weiterbildungssystem akzeptiert. Weiteres hierzu folgt im Jahr 2020.

Wie und von wem wurden denn eigentlich die Fragen zusammengestellt? Und welche Bereiche sind abgedeckt?

Die Fragen wurden / werden von Fachkräften aus der Branche und insbesondere von mir selbst erstellt. Die Fragen sind wiederum in folgende zehn Bereiche unterteilt:

  • Allgemeine Branchenkenntnisse
  • Sozialversicherungen
  • Personenversicherung
  • Sachversicherungen
  • Vermögensversicherung
  • Zahlen und Definitionen (aus der Versicherungswirtschaft)
  • Führung und Verkauf
  • Recht und Compliance
  • Organisation, Strategie und Schaden
  • Finanzmarkt und Rückversicherung
Können Sie uns mal zwei bis drei Fragen aus dem Quiz als Beispiele nennen?

Klar, gerne.

  • Frage 1: Zur Kfz-Haftpflichtversicherung: Wie bezeichnet man den Wert eines Kfz vor einem Unfall?
  • Frage 2: Woraus entstehen Ansprüche auf eine Betriebsrente?
  • Frage 3: Bei der Vertriebssteuerung werden unter anderem „Aktivitätsziele“ gesetzt. Welches Beispiel gehört zu dieser Zielart?
  • Frage 4: Was beeinflusst den Rückkaufswert einer Lebensversicherung?
  • Frage 5: Was für eine „Combined Ratio“ in der Sachversicherung ist aus Sicht eines Versicherers wünschenswert?
Sie sind mit der App zunächst in der Schweiz an den Start gegangen. Wie war die Resonanz?

Sehr positiv, wobei man natürlich die Nutzerzahlen aufgrund der Größe des Marktes der Schweiz nicht mit denen von Deutschland vergleichen kann. Die Verbindung von Spiel, Spaß und Lernen kommt aber glaube ich in jedem Land gut an.

Worin sehen Sie die größten Vorteile der App?

In der Flexibilität und in gewisser Weise der Bequemlichkeit. Man kann spielen wann, wo und wie lange man möchte. Demnach einfach perfekt für den freiheitsliebenden Außendienstler. Anstatt Seminaren beizuwohnen, welche immer auch einen Teil von „bla bla bla“ haben, ist die App kurz und knackig und daher effizient. Andererseits ist es ja auch so, dass man bei der App etwas tun „muss“, das heißt, wer nicht „richtig“ antwortet, erhält auch nichts. Demnach würde ich fast behaupten, die App erfordert mehr vom Teilnehmer, da ein einfaches „Ich setze mich halt mal in ein Seminar“ nicht möglich ist.

Kann eine Quiz-App Ihrer Meinung nach den Besuch von Seminaren oder das Absolvieren von Lehrgängen via E-Learning ersetzen?

Nein, natürlich nicht. Wie oben erwähnt, sehe ich die App eher als Ergänzung und nicht als Ersatz von komplexeren E-Learning-Programmen oder Präsenzseminaren. Ich finde, da hat jede Seminarform seine Berechtigung – je nach Ziel des Nutzers.

Ein wichtiger Punkt bei klassischer Weiterbildung ist der Austausch mit anderen Teilnehmern. Gibt es bei der App die Möglichkeit, mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten?

Dies ist ein guter Punkt. Derzeit gibt es diese Möglichkeit nicht. Die App ist aber an sich auch erst in ihren Anfängen. Ideen, wie man diese ausbauen könnte, gibt es viele. Es ist aber natürlich eine Frage des Budgets. Da ich die App aber wie oben erwähnt auch mehr als Ergänzung zu anderen Weiterbildungsformen sehe, gehe ich davon aus, dass die Teilnehmer genügend andere Möglichkeiten haben, sich auszutauschen. Die Vermittler sind ja zudem auch sehr gut untereinander vernetzt. Daher glaube ich nicht, dass eine App so etwas leisten kann bzw. sollte.

Die App zum Ausprobieren gibt es auf der Internetseite www.v-quiz.ch, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App-Store einfach „V-Quiz“ eingeben.

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