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Hilfreiche Apps für den Versicherungsverkauf

Laut Bund der Versicherten (BdV) geben die Bundesbürger im Durchschnitt mehr als 2.000 Euro pro Jahr für private Versicherungen aus. Im Mittelwert haben die Deutschen sechs private Versicherungen abgeschlossen. Entsprechend umfangreich sind die Unterlagen: Verträge, Versicherungsscheine, Leistungsbeschreibungen, Geschäftsbedingungen und viele weitere Dokumente zu den Produkten füllen ganze Aktenordner.

Auch der Versicherungsmakler kommt oft mit mehreren Ordnern zum Kundengespräch, um die verschiedenen Angebote zu Haftpflicht-, Hausrat-, Unfall- und Kfz-Versicherungen vorzustellen. Es wäre aber ein Fehlschluss zu meinen, dass die Digitalisierung die Versicherungsbranche noch nicht erreicht hat. Denn mittlerweile gibt es nützliche Apps für den Versicherungsverkauf. Manche dieser Apps ermöglichen es dem Versicherungsvermittler, die Kunden ganz ohne Papier zu betreuen und die verschiedenen Produkte schnell zu vergleichen. Andere Apps bieten die Chance zur flexiblen Weiterbildung. Hier stelle ich vier Apps vor, die Deinen Arbeitsalltag als Versicherungsvermittler erleichtern und bereichern können.



1. V-Quiz



Thomas Köhler, Founder und CEO der Zaigen GmbH

Mit der App „V-Quiz“ testen die Teilnehmer online ihr Wissen rund um Finanzen und Versicherungen. Dem Nutzer werden Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten gestellt, von denen immer eine richtig ist. Rund 8.000 Fragen aus zehn verschiedenen Fachbereichen befinden sich im Pool. Zu den Bereichen gehören beispielsweise die Sozialversicherungen, Personenversicherung, Sachversicherungen, Vermögensversicherung sowie Führung und Verkauf. Die Fragen werden immer wieder aktualisiert und erweitert. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad unterschiedlich ausgeprägt.

Versicherungsvermittler können mit dieser App auch Weiterbildungsstunden entsprechend der IDD (Insurance Distribution Directive) Richtlinie oder auch gut beraten erwerben. Der Aktivitätsgrad ist bei dieser smarten App höher als bei einem klassischen Seminar zur Weiterbildung. Denn der Nutzer muss immer wieder auf die richtige Antwort tippen, um Weiterbildungszeiten zu erwerben.

Die App V-Quiz kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.



2. Inveda.net



Die Firma Inveda.net bietet verschiedene Apps für Versicherungsvermittler. Darunter findet sich ein innovatives Programm zur Maklerverwaltung. Außerdem hat der Anbieter einen Assistenten für die Homepage des Maklers und eine Kunden-App für Versicherungsvermittler entwickelt. Versicherungsmakler können ihren Kunden diese App als zusätzlichen Service kostenlos zur Verfügung stellen und damit die Attraktivität der Beratung erhöhen. Auf diese Weise binden die
 Versicherungsmakler ihre Kunden zielgerichtet ein. Wenn der Versicherungsnehmer einen Schaden hat, kann er diesen über die App melden. Bei Fragen kann er sich direkt an den Versicherungsvermittler wenden. Fehlende Verträge können sich die Makler unkompliziert vom Kunden melden lassen. Um die Datensicherheit zu gewährleisten, werden die Daten asymmetrisch verschlüsselt. Es ist gewährleistet, dass die Nachrichten vom Kunden an den Versicherungsmakler nicht von Dritten gelesen werden können.

Die App Versicherungszeiger kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.

3. Simplr



Der Maklerpool Blaudirekt bietet den ihm angeschlossenen Vermittlern die App Simplr an. Damit soll die Verwaltung der Verträge erleichtert werden. Der Kunde kann mit diesem Tool seine Verträge selbst per Knopfdruck einsehen und bei Fragen den Versicherungsmakler direkt kontaktieren. Außerdem wird es dem Kunden ermöglicht, seine Versicherungsdokumente abzufotografieren und hochzuladen. Diese werden dann übersichtlich abgelegt und sind auf Wunsch des Versicherungsnehmers auch für den Versicherungsmakler verfügbar. Auf die gleiche Weise kann der Kunde Vollmachten, Verfügungen, Kopien und Führerscheine per Foto-Upload importieren. Dadurch wird es dem Versicherungsnehmer ermöglicht, kostenlos, weltweit und zu jeder Tageszeit Zugriff auf alle wichtigen Dokumente zu haben. Die Versicherungsvermittler profitieren davon, da der Service verbessert wird. Auftretende Fragen erreichen den Makler zeitnah. Wer dann schnell reagiert, kann sich von der Konkurrenz abheben und die Kunden langfristig an sich binden.

Die App Simplr kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.



4. FinanzRitter – dein digitaler Versicherungsmakler – unabhängig, ehrenhaft, loyal

Die Finanzritter UG bietet zum Einen eine App für Kunden an, mit welcher dieser anhand einiger Angaben seinen Bedarf bestimmen kann. Die Ersteinschätzung für den Kunden erfolgt anonym, damit dieser die FinanzRitter vorab testen kann. Der Abgleich des Bedarfs zu den passenden Tarifen erfolgt anhand künstlicher Intelligenz. Ergänzend steht natürlich, z.B. telefonisch noch ein Berater zur Verfügung. Der digitale Versicherungsmakler ist der Erste seiner Art, der seine Beratung vollständig App-basiert an Verbraucherschutz-Richtlinien knüpft sowie Datenschutz- und Privatsphäre-Standards an den Wünschen der Versicherten orientiert. Die FinanzRitter konnten den Technologie-Sonderpreis des bundesweit ausgetragenen Dortmunder Gründungswettbewerb start2grow gewinnen.

Aufgrund der aktuellen Situation öffnet FinanzRitter deren eigene Video-Chat-Lösung für selbstständige Versicherungsmaklerinnen und -makler auf dem Versicherungsmarkt. Keine Kosten, sichere Software mit deutschen Servern und keinerlei Branding verspricht der Digitalexperte seinen analogen Mitbewerbern.

Die App FinanzRitter kann im Play Store bzw. App Store heruntergeladen werden.



Fazit

Die Digitalisierung hat auch die Versicherungsbranche revolutioniert. Versicherungsmakler sind gut beraten, mit der Zeit zu gehen. Denn die Apps ermöglichen es Dir, die Verwaltung von Kundendaten weitgehend papierlos zu gestalten. Dies spart Zeit, Platz und ist umweltfreundlich. Auch Deine Kunden profitieren hiervon, da sie besser angesprochen und eingebunden werden. Denn wenn Du mit Hilfe der digitalen Technologien Daten sicher speicherst und diese maximal schnell und flexibel abrufst, bist Du ganz automatisch besser ansprechbar und reaktionsschneller. Deine Kunden stellen dann fest, dass ihre Fragen zeitnah beantwortet und Unklarheiten schnell beseitigt werden. Dadurch fällt es Deinen Kunden leichter, Entscheidungen zu treffen, und sie haben dabei ein gutes Gefühl.

Da sich manche der Apps (auch) an die Kunden richten, sollten Versicherungsmakler aber darüber hinaus den Nutzen einer persönlichen Beratung verdeutlichen. Apps können das persönliche Gespräch zwischen Makler und Kunden ergänzen und erheblich erleichtern, aber nicht ersetzen.

 

Per Quiz-App zu IDD-Stunden

Foto: © enterlinedesign – stock.adobe.com

Für die meisten Versicherungsmakler ist das Thema Weiterbildung eine nervige Pflichtaufgabe. Die Zaigen GmbH hat eine App entwickelt, mit der das Thema mehr Spaß machen soll: Ein Quiz, mit dem IDD-Stunden gesammelt werden können.

 

Mit der von dem Züricher Unternehmen Zaigen GmbH entwickelten App „V-Quiz“ können sich Versicherungsvermittler gemäß der IDD-Richtlinie weiterbilden und sich (falls gewünscht) die entsprechenden Stunden bestätigen lassen. Für jede richtig beantworte Frage erhält der Teilnehmer einen Quiz-Coin, den er später in IDD und “gutberaten”-Weiterbildungsstunden umwandeln kann.

Die Wissenskontrolle erfolgt automatisch und die Wiederholung festigen das Erlernte. Die über 8.000 verfügbaren Fragen gewähren einen breiten Blick auf das Versicherungswesen. Das Themenspektrum reicht dabei von verschiedenen Versicherungsarten über rechtliche Fragen bis hin zu allgemeinem Wissen über den Finanzmarkt. Gestartet wurde die App im Herbst 2018 in der Schweiz, im vergangenen Jahr folgte die Einführung in Deutschland. Nun steht auch eine österreichische Version zur Verfügung.

Dass der Gründer Thomas Köhler mit seiner App ein bisher unbefriedigtes Kundenbedürfnis anspricht, konnte er bereits kurz nach der Einführung feststellen: „Schon nach wenigen Monaten hatte die App in der Schweiz einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und die vielen positiven Feedbacks, z.B. auch aus Deutschland, lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Unser nächster Meilenstein: Erfolgreiche Vermarktung in der DACH-Region, dann der restliche europäische Versicherungsmarkt.“

Die App ist für iOS und Android verfügbar. (ahu)

www.v-quiz.com

 

15.000 Fragen

Das V-Quiz entstand nicht aus einer Laune, sondern aus einem akuten Bedarf heraus. Als Generalagent war der Autor dieses Artikels dafür zuständig, dass sich die ihm unterstellten Versicherungsberater regelmäßig weiterbildeten. Das ist inzwischen auch europaweit in der Insurance Distribution Directive (IDD) so vorgeschrieben. Einige hatten jedoch Probleme, diese Vorgaben zu erfüllen. Entweder gab es nicht die richtigen Angebote, oder sie schafften es zeitlich nicht. Die Idee zur Lern-App war geboren.

Von Thomas Köhler

 

Flexibel lernen, wann und wo gerade Zeit ist statt aufwendiger und teurer Präsenzseminare – das sei eine wirtschaftliche Lösung, die auch dem „Freigeist“ eines Außendienstlers perfekt entsprach. In V-Quiz stecken fast 15.000 Fragen aus dem Versicherungsbereich für die gesamte DACH-Region. Sie werden länderspezifisch angeboten, jeder erhält in seinem Land also die, die er braucht. Für Deutschland stehen etwa 8.000 Fragen aus zehn verschiedenen Bereichen zur Verfügung – von allgemeinen Branchenkenntnissen bis zu speziellem Sozialversicherungs- oder Finanzmarkt-Wissen. Nutzer können die App zunächst gratis herunterladen und einen Kurs in dem Bereich buchen, in dem sie sich verbessern wollen. Pro richtige Antwort gibt es einen „Quiz-Coin“. Mit hundert erworbenen Quiz-Coins kann eine Weiterbildungsstunde beantragt werden. Es reicht also nicht, einfach nur zu klicken – es muss schon einiges hängen geblieben sein, damit man sich Weiterbildungszeit dokumentieren lassen darf.

 

In Deutschland ist das Projekt von gutberaten zertifiziert. Es ist also möglich, sich entweder eine einfache IDD-Teilnahmebestätigung zu erarbeiten oder sich die Weiterbildungsstunden auf sein Konto bei gutberaten eintragen zu lassen. In der Schweiz ist V-Quiz von Cicero akkreditiert, in Österreich erhielt V-Quiz das erforderliche Gütesiegel des ibw für Versicherungsmakler oder auch Versicherungsagenten. Eine Zahlung wird nur fällig, wenn sich der Nutzer die Weiterbildungszeit dokumentieren lassen will. Dass sich hinter V-Quiz die genannten 15.000 Fachfragen aus der Versicherungsbranche verbergen und hiermit eine qualifizierte Weiterbildung verbunden ist, stellt eine kleine Herausforderung in der Vermarktung dar. Verglichen mit manchen anderen Angeboten ist diese Form der Weiterbildung sehr günstig und nach wie vor ist V-Quiz die einzige öffentlich zugängliche App in der Versicherungsbranche, die es den Verkäufern erlaubt flexibel zu lernen, wann es passt.

 

Warum ist das Lernen überhaupt so mühsam? Weil es meistens leider nicht reicht, etwas nur einmal zu hören oder zu lesen. Das Hirn sortiert permanent aus, damit wir nicht überflutet werden von unnützen Informationen.

HÄPPCHENWEISE LERNEN

Die Corona-Krise hat aus den Präsenzseminaren nun Webinare gemacht – zumindest die Anfahrt können sich Teilnehmer nun sparen und Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Nach wie vor müssen sie sich allerdings die Zeit dafür freihalten. Aber warum nicht noch einen Schritt weiter gehen? Die App erlaubt es, flexibel in kurzen Abschnitten zu lernen, immer dann, wenn es gerade passt. Seien es ein paar Fragen täglich morgens nach dem Prinzip „an Apple a Day keeps the Doctor away“ oder wenn sich tagsüber Lücken ergeben. Lernen, das trotzdem effektiv ist, weil das Format genau auf diese Art der Anwendung ausgerichtet ist: spielerisch, in kleinen Portionen, aber dennoch fachlich anspruchsvoll. Traditionelle Kollegen der Branche mögen die Nase rümpfen, weil für sie alles Spiel ist, was auf dem Smartphone stattfindet – und damit nicht ernst zu nehmen. Lernen kann aber in verschiedenen Formen stattfinden. Mobile Learning ist weltweit wachsend, weil es eben so einfach zugänglich ist, weil immer mehr Menschen so ein Gerät besitzen. Dazu passt Micro Learning, die Aufteilung des Lerninhalts in kleine, schnell erfassbare Portionen, die hängen bleiben, selbst wenn die zur Verfügung stehende Zeit und die Aufmerksamkeitsspanne begrenzt sind. Ein weiterer Trend ist Gamification, also die Nutzung spielerischer Elemente in anderen Zusammenhängen – nicht nur für Kinder.

 

Das Smartphone ist ein Gerät, das für die meisten so selbstverständlich geworden ist, dass sie nicht mehr darüber nachdenken, was für eine mächtige Maschine sie eigentlich in den Händen halten. Die Mondlandung 1969 war eine riesige technologische Herausforderung. Die dafür benötigte Computerleistung könnte jeder heute locker selbst mit einem älteren Modell beisteuern. Wer seine Urlaubsbilder auf Facebook postet, macht sich auch selten Gedanken darüber, was für eine Entwicklerleistung dahintersteckt, damit dies funktioniert. Warum nicht dieses Potenzial auch für die Bildung und Weiterbildung nutzen? Zu den Ersten, die dies erkannt haben, gehörten wohl die Sprachvermittler. Vokabeln lernen mit dem Smartphone, verbindet das Karteikarten-Prinzip mit weiteren nützlichen Features. Jeder weiß, wie wichtig regelmäßiges Wiederholen dabei ist. Das Gerät, das immer griffbereit ist, ist dafür optimal.

KAMPF GEGEN DIE VERGESSENSKURVE

Warum ist das Lernen überhaupt so mühsam? Weil es meistens leider nicht reicht, etwas nur einmal zu hören oder zu lesen. Das Hirn sortiert permanent aus, damit wir nicht überflutet werden von unnützen Informationen. Diese Vergessenskurve erforschte der Psychologe Herrmann Ebbinghaus schon 1885 systematisch. Seine Ergebnisse zeigten, dass schon nach 20 Minuten nur noch 60 Prozent des Gelernten präsent sind, nach 24 Stunden nur noch 34 Prozent. Ebbinghaus machte seine Tests mit Nonsens-Silben. Seine Nachfolger stellten fest, dass die Quoten auch individuell unterschiedlich sind und davon abhängen, um was es geht und wie dieses vermittelt wird. Doch das Prinzip der Vergessenskurve gilt bis heute. Wenn wir etwas neu lernen, müssen wir es wiederholen, bevor es sitzt. Und Wissen, das wir nicht täglich anwenden, verschwindet irgendwann, wenn wir es nicht gelegentlich hervorholen.

Das Quiz-Format gehört zu den beliebtesten Formen des Mobile Learning, auch in der beruflichen Weiterbildung. In der Benchmarking-Teilstudie Mobile Learning des E-Learning Journals 2018 wurden Quizze von 78 Prozent der Firmen genutzt, die mobiles Lernen praktizieren, und weitere hatten dies vor. Das ist kein Wunder. Denn das Lernformat passt optimal zum Geräteformat und dazu, wie Mobile Learning normalerweise eingesetzt wird. Besagte Studie verwies darauf, dass der Erfolg des mobilen Lernens davon abhängt, inwieweit Lernform und Inhalt daran angepasst sind. Folgende Faktoren wurden dafür als wichtig angesehen: Die Optik muss auch auf dem kleinen Bildschirm funktionieren; der Lerninhalt muss so aufbereitet sein, dass er keine allzu lange Aufmerksamkeitsspanne erfordert, da diese Zeit möglicherweise gar nicht zur Verfügung steht; der Lerninhalt muss einem wirklich weiterhelfen, also speziell auf die Branche oder den Fachbereich abgestimmt sein. Ursprünglich dachte man bei diesem Konzept an Leute, die auf dem Weg zur Arbeit noch mal ein paar Fragen durchklicken oder an Außendienstler zwischen zwei Terminen. In der Corona-Krise zeigte sich, dass es auch weitere Vorteile hat – im Homeoffice mit Kindern, die zuhause lernen sollen, ist meist auch nicht die Zeit für längere, intensive Lerneinheiten.

Wer eine Fremdsprache lernt, weiß, dass es sinnvoller ist, täglich kurz Vokabeln zu wiederholen, als sich einmal wöchentlich eine Stunde lang hinzusetzen. Der Kampf gegen die Vergessenskurve ist so leichter gewonnen – und das ist nicht nur bei fremdsprachigen Vokabeln so.

Dieses Lernen in kleinen Einheiten, auch Micro Learning oder Learning Nuggets genannt, gehört zu den Formen, die auch im mmb Trendmonitor 2019/2020 als zukunftsträchtig ganz oben standen. Solche Einheiten dauern nur wenige Minuten, maximal 15. Es wird jeweils ein kleines Ziel erreicht – das motiviert. Die größte Hürde vor jedem selbstbestimmten Lernen ist, dass man sich überwinden muss, überhaupt damit zu beginnen. Micro Learning macht hier ein niedrigschwelliges Angebot, das für den Nutzer im Aufwand gut überschaubar ist, und das er dann mit einem kleinen Erfolgserlebnis problemlos wieder zur Seite legen kann. Wer eine Fremdsprache lernt, weiß, dass es sinnvoller ist, täglich kurz Vokabeln zu wiederholen, als sich einmal wöchentlich eine Stunde lang hinzusetzen. Der Kampf gegen die Vergessenskurve ist so leichter gewonnen – und das ist nicht nur bei fremdsprachigen Vokabeln so.

WARUM AUSGERECHNET QUIZZE?

Lernen darf gerne auch ein bisschen Spaß machen – es ist dann umso erfolgreicher. Kinder lernen schließlich auch über ihr Spiel. „Wer wird Millionär“ gehört zu den beliebtesten deutschen Fernsehformaten, Millionen raten am Bildschirm mit. Quiz-Duell wiederum ist ein extrem beliebtes Smartphone-Spiel. Die ursprünglich schwedische App wird inzwischen von bis zu einer Million Menschen in zahlreichen Ländern täglich genutzt. Menschen mögen es, wenn man ihr Wissen herausfordert. Diesen Effekt kann man sich auch in der Weiterbildung zunutze machen. Im Fall eines Versicherungsberaters oder Maklers: Er kann seine Kenntnisse in Sachgebieten auffrischen, die nicht mehr so präsent sind oder neue erwerben. Falsche Antworten sind übrigens lerntechnisch durchaus nützlich: Das Erstaunen darüber, dass man ja daneben lag, erzeugt eine spezielle Aufmerksamkeit für die richtige Antwort. Was kann eine Quiz-App besser als ein Webinar? Selbstverständlich sind Webinare (und in ferner Zukunft vielleicht auch wieder Präsenzseminare) nicht komplett überflüssig und für viele Bereiche auch sehr geeignet. Die Idee hinter der Lern-App ist eine andere. Statt sich eine oder mehrere Stunden vor den Bildschirm zu setzen, verteilt man seinen Bildungsnachschub über längere Zeit, bleibt aber kontinuierlich dabei. Wie jemand damit konkret umgeht, ist natürlich eine Typfrage. Man kann sich jeden Morgen vor Dienstbeginn hinsetzen und sich vornehmen, dass man erst einmal zehn Fragen richtig beantwortet. Dann hat man nach zwei Wochen seine erste Weiterbildungsstunde absolviert, ohne dass man sich dafür irgendwo länger ausklinken musste. Vielleicht greift man aber auch immer dann zum Smartphone, wenn es gerade kurz passt. Man ist zeitlich absolut flexibel und füttert das Hirn regelmäßig mit kleinen Dosen Bildung. Zehn Fragen am Tag bewahren davor, am Ende des Jahres große Lücken füllen zu müssen.

Viele sehen aktuell sehr beunruhigt in die Zukunft, auch in der Versicherungsbranche. Zwar werden Unternehmen und Privatpersonen in Zukunft weiterhin Versicherungen brauchen und haben wollen. Die Entwicklungen infolge des Coronavirus-Ausbruchs haben ja gerade gezeigt, welche unerwarteten Ereignisse plötzlich auftreten und jegliche Planung über den Haufen werfen können. Viele werden aber zögern, neue finanzielle Verpflichtungen einzugehen, solange sie nicht wissen, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten können oder wie ihr Geschäft durch die aktuelle Krise kommt. Betriebliche Investitionen und private Pläne werden verschoben. Die Folge ist, dass das Neugeschäft in vielen Bereichen eingebrochen ist.

Menschen mögen es, wenn man ihr Wissen herausfordert. Diesen Effekt kann man sich auch in der Weiterbildung zunutze machen.

 

Die Corona-Krise hat auch beschleunigt, dass Menschen im Internet nach Informationen zu Versicherungen suchen und vergleichen, statt sich an einen Makler oder Berater zu wenden. Doch schon vorher wurden einfache, gut vergleichbare Produkte wie Kfz-Versicherungen zunehmend im Internet abgeschlossen. Heißt das, dass Berater und Makler künftig nicht mehr gebraucht werden? So weit wird es wohl nicht kommen – auch wenn sie möglicherweise häufiger auf digitalen Kanälen kommunizieren werden als im persönlichen Gespräch. Denn nicht alle Produkte sind einfach vergleichbar und die Bedürfnisse individuell unterschiedlich, ob es nun das Privatleben oder ein Unternehmen betrifft.

FACHKOMPETENZ ZÄHLT IMMER

Versicherungsunternehmen, die in Zukunft bestehen wollen, dürfen den technologischen Fortschritt nicht ignorieren – ob es nun um Risikokalkulation oder Vertriebswege geht. Sie dürfen aber auch nicht die versicherungswirtschaftliche Kernkompetenz vernachlässigen – stets aktuelles Fachwissen zu den einzelnen Bereichen, das sie dem Kunden auch überzeugend vermitteln können. Gerade in Zeiten, in denen nur noch wenig „automatisch“ läuft, können gut qualifizierte Berater oder Makler den Unterschied machen. Und das heißt: An Weiterbildung sparen, ist der falsche Weg. Weiterbildung ist genau jetzt gefragt, um vorbereitet zu sein, wenn die Nachfrage wieder steigt.

Thomas Köhler

Founder & CEO, Zaigen GmbH

 

Veränderung in der Ausbildung von Versicherungsverkäufern

Das klassische Bild des von Haustür zu Haustür ziehenden Versicherungsvertreters ist längst nicht mehr aktuell. Der Berufsstand des Versicherungsvermittlers hat in den vergangenen Jahren einen spürbaren Wandel durchlebt. Spätestens seit dem Inkrafttreten der IDD schlägt sich dies im Ablauf der Ausbildung und verpflichtenden Weiterbildung nieder.

Ausbildung in neuem Gewand – Kaufmann für Versicherungen und Finanzen

2006 wurde die Ausbildung „Versicherungskaufmann/-kauffrau“ durch die Ausbildung „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen“ ersetzt und 2014 durch eine Neuordnung überarbeitet. Damit wurde sie nicht nur modernisiert, sondern auch rund um den Bereich Finanzberatung erweitert. Die Ausbildung „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen“ ist dual angelegt und nimmt einen Zeitraum von drei Jahren in Anspruch. Im dritten Ausbildungsjahr legen sich die Auszubildenden auf den Schwerpunkt Versicherungen oder Finanzen fest. Mithilfe von verschiedenen Wahlqualifikationseinheiten lässt sich die Ausbildung in beiden Bereichen individuell gestalten und es sind später präzise Schwerpunkte bei der Weiterbildung möglich. Das kommt auch Unternehmen zugute, die mit einer gezielt gestalteten Ausbildung besser dem Unternehmensprofil entsprechen können.

Die Prüfungsabwicklung der Ausbildung „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen“ erfolgt über die IHK. Basierend auf dem Abschluss der offiziell nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannten Ausbildung sind verschiedene Berufswege und Arten der Weiterbildung möglich beziehungsweise verpflichtend. Das verspricht neben den Karrieremöglichkeiten für Angestellte und Selbstständige eine fortlaufende Qualitätssicherung innerhalb der Versicherungsbranche.

Die Richtlinien der IDD

Die Insurance Distribution Directive, kurz IDD, wird im Deutschen mit dem Begriff Versicherungsvertriebsrichtlinie übersetzt. Ihr Zweck: die Regulierung der Versicherungsvermittlung, stärkerer Verbraucherschutz sowie ein Grundrahmen für die EU-Länder als Basis für die nationale Gesetzgebung. Seit dem 23.02.2018 ist die IDD offiziell in Kraft, seit dem 20.12.2018 gilt zudem in Deutschland die Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV). Eine der wichtigsten damit einhergehenden Veränderungen besteht in einer Verpflichtung zur Weiterbildung für Versicherungsvermittler. Diese Weiterbildungspflicht sieht vor, dass Berufstätige, die im Versicherungsvertrieb arbeiten, mindestens 15 Zeitstunden pro Kalenderjahr in ihre Fortbildung investieren müssen. Der Bereich Versicherungsvertrieb umfasst nach Definition der IDD die Beratung, Vorschläge und Vorarbeiten zu Versicherungsverträgen sowie den Abschluss von Verträgen. Zudem gehört die Mitwirkung an der Verwaltung und Durchsetzung der Verträge zum Versicherungsvertrieb. Die Weiterbildungspflicht gilt für unterschiedliche Personengruppen, wie beispielsweise Versicherungsmakler, Versicherungsberater oder Angestellte im Außendienst.

Die Brancheninitiative gutberaten

Die Initiative gutberaten dient als Nachweisinstrument für alle im vertrieblich Tätigen, die ihrer Weiterbildungspflicht nachkommen müssen. Der Grundgedanke dahinter besteht darin, der Versicherungsbranche eine einheitliche Plattform zu bieten, mit deren Hilfe sich die Nachweise für die geleisteten Weiterbildungsstunden erbringen lassen. Das betrifft ebenso den gesetzlich geforderten Umfang von mindestens 15 Stunden pro Jahr wie den freiwilligen Branchenstandard.

Die Brancheninitiative gutberaten entstand bereits vor Einführung der IDD im Jahr 2014 aufgrund eines gemeinsamen Bestrebens der Branchenverbände. Der Anspruch zur Weiterbildung übersteigt die gesetzlich vorgegebenen Richtlinien. So sind hier mindestens 30 Weiterbildungsstunden pro Kalenderjahr vorgesehen. Dieser Weiterbildungsanspruch soll dazu beitragen, die Qualität von Dienstleistungen in der Versicherungsbranche zu verbessern. Zu diesem Zweck führt gutberaten auch eine Liste akkreditierter Bildungsdienstleister.

Die Nutzung von gutberaten gestaltet sich denkbar einfach. Branchenmitglieder richten sich ein Bildungskonto ein und dokumentieren damit die durchgeführten Bildungsmaßnahmen. Das ist unabhängig vom jeweiligen Bildungsanbieter möglich. Die Anerkennung der Weiterbildung erfolgt nach einheitlichen gesetzeskonformen Standards. Zum Ende eines Kalenderjahres bekommen alle Teilnehmer automatisch einen Kontoauszug. Nach den gesetzlich vorgeschriebenen 15 Weiterbildungsstunden erhalten sie eine vorbereitete Erklärung, nach 30 Stunden ein zusätzliches Zertifikat. Das über gutberaten geführte Bildungskonto ist personenbezogenen und damit unabhängig vom jeweiligen Arbeitgeber oder dem geführten Gewerbe.

In der Schweiz wird die Weiterbildungsverpflichtung (angelehnt an IDD) durch die Selbstverpflichtung der Versicherer umgesetzt. Hier werden (ähnlich wie in Deutschland) durch die Cicero Initiative die erarbeiteten Weiterbildungsstunden erfasst und vorab die Bildungsanbieter geprüft.

In Österreich gibt es, gemäss Gesetz, diverse Möglichkeiten an das Recht zu gelangen, IDD fähige Seminare geben zu dürfen. Eine Variante ist, sich als Bildungsanbieter vom ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) akkreditieren zu lassen und somit Träger eines Gütesiegels zu werden (Gütesiegel Weiterbildung für Bildungsinstitutionen/Bildungsanbieter zur Weiterbildung von Versicherungsmaklern und Beratern in Versicherungsangelegenheiten  sowie  Versicherungsagenten).

Mit V-Quiz zum Erfolg

Die Notwendigkeit, die Digitalisierung auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung weiter voranzubringen, wird in unseren Zeiten besonders deutlich. Digitales Lernen liegt nicht nur im Trend, es erleichtert auch Versicherungsvermittlern, ihrer Weiterbildungspflicht nachzukommen und sie nachzuweisen. Eine gute Option dafür bietet die kostenlos zum Download angebotene App V-Quiz. Deren Nutzung ist sehr simpel. Versicherungsberater und Versicherungsmakler müssen sich die App lediglich herunterladen und anschließend die vorgelegten Quizfragen beantworten. Korrekte Antworten bringen den Nutzern sogenannte Quiz-Coins ein. 100 davon entsprechen einer Weiterbildungsstunde. Wurden genug Quiz-Coins gesammelt, lässt sich die Weiterbildungszeit kostenpflichtig über V-Quiz beantragen. Nach der Prüfung durch einen Bildungsanbieter erhalten Nutzer eine schriftliche Teilnahmebestätigung. Ergänzend können Teilnehmer auch ein Eintrag in der Datenbank von gutberaten.de vornehmen lassen.

Die über die App absolvierten Weiterbildungsstunden entsprechen dem offiziellen IDD-Standard. Alle Themengebiete und Fragen sind stets auf dem aktuellsten Stand. Die App lässt sich jederzeit kostenlos starten und ausführen. Kosten fallen erst ab dem Zeitpunkt an, ab dem die absolvierte Weiterbildungszeit angerechnet werden soll.

Die Fortbildungsmöglichkeiten innerhalb der Versicherungsbranche

Auch durch den Einfluss der IDD wurde das Angebot für Weiterbildung in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Das betrifft nicht nur offizielle weiterführende Ausbildungen und Studiengänge, wie beispielsweise den „Geprüfte/-r Fachwirt/-in für Versicherungen und Finanzen (IHK)“. Dazu gehören auch sehr spezifische Weiterbildungsangebote in thematischen Bereichen wie Finanzregulierung und Kapitalanlagen, Management und Führung oder Projekt- und Prozessmanagement.

Neue Lehrgänge spiegeln die laufenden Entwicklungen und Trends innerhalb der Versicherungsbranche wider. So verzeichnet beispielsweise das Bildungsprogramm der Deutschen Versicherungsakademie DVA für das Jahr 2020 insgesamt 43 neue Weiterbildungsangebote in unterschiedlichen Bereichen. Dabei kristallisieren sich einige grundlegende Thematiken heraus. Hierzu gehören beispielsweise Qualitätsmanagement, Führungskompetenz, Prozessoptimierung, Personalentwicklung, Kundenorientierung und Digitalisierung. Ebenso werden die mit der IDD einhergehenden Ansprüche im Bildungsangebot der Deutschen Versicherungsakademie DVA thematisiert. Deren Anforderungen schlagen sich auch auf die Weiterbildungsstruktur nieder. So gibt es beispielsweise Inhouse-Angebote für Unternehmen. Sie besitzen den Vorteil, dem individuellen Weiterbildungsbedarf von Unternehmen entgegenzukommen und ein ebenso praxisnahes wie breit gefächertes Themenspektrum zu bieten.

Des Weiteren liegt der Fokus auch verstärkt auf Online-Angeboten. Die Möglichkeit, sich zeit- und ortsunabhängig Wissen anzueignen, kommt vielen Berufstätigen innerhalb der Branche entgegen. Gleichzeitig lässt sich mit solchen Angeboten auch die eigene Digitalkompetenz verbessern. Das ist beispielsweise mithilfe des E-Learning-Angebots „Digitaler Führerschein“ der DVA möglich. Hier setzen sich die Teilnehmer online mit digitaler Allgemeinbildung sowie mit speziellem digitalem Wissen und digitalen Trends der Versicherungsbranche auseinander. Angebote wie dieses untermauern den Stellenwert, den die Digitalisierung inzwischen im Aus- und Weiterbildungsangebot für Versicherungsberufe einnimmt.

Die Auswirkung der Digitalisierung auf die Ausbildungsberufe und Weiterbildung

Die zunehmende Digitalisierung innerhalb der Versicherungsbranche zeigt sich beispielsweise an neueren beziehungsweise umstrukturierten Ausbildungsberufen wie „Kaufmann/-frau für Dialogmarketing“, hervorgegangen aus dem Telemarketing. Entsprechenden Fachkräften obliegt die Steuerung von Kommunikationsprozessen mit Aufgabengebieten wie Kundenbetreuung, Vertrieb und Marketing. Beispiele wie dieses zeigen, dass auch die Ausbildung für Versicherungsverkäufer künftig verstärkt durch die digitale Transformation beeinflusst werden wird. Gleiches gilt für die Weiterbildung im Versicherungswesen. Demnach sind nicht nur Nachwuchskräfte, sondern auch bereits Berufserfahrene bezüglich der digitalen Entwicklung gefragt, die ihr Wissen bei der Entwicklung von Versicherungsunternehmen einbringen können. Online-Angebote wie die App V-Quiz gewinnen daher verstärkt an Bedeutung, da sie den Entwicklungen innerhalb der Versicherungsbranche entgegenkommen. Infolge der Digitalisierung und des wachsenden Online-Angebots entstehen zudem spannende Schnittstellen zu Themen wie Kundenkommunikation oder strategischer Unternehmensführung. Die Digitalisierung stellt für Unternehmen in der Versicherungsbranche nicht nur eine immer stärker werdende Notwendigkeit dar und bringt Herausforderungen mit sich. Sie bietet auch viele Chancen und potenzielle Vorteile, wie beispielsweise den Bedürfnissen der Kunden mit einem weiterentwickelten digitalen Angebot entgegenzukommen.

Probieren Sie die App «V-Quiz» doch einfach aus und testen Ihr Versicherungswissen! Sie finden diese unter www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben. Dort ist V-Quiz kostenfrei erhältlich.

 

Thomas Köhler der Günder von V-Quiz der ersten akkreditierten App gemäß IDD

Thomas Köhler

Founder & CEO

Zaigen GmbH

Speerstrasse 28

8038 Zürich

www.v-quiz.de

 

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