Beiträge

Die zehn größten Änderungen der Versicherungsbranche in 30 Jahren

Die Versicherungsbranche hat sich in den letzten drei Jahrzehnten dank vieler Innovationen radikal gewandelt. Thomas Köhler, Founder und CEO der Schweizer Zaigen GmbH, blickt in seinem Gastbeitrag auf zehn Dinge, die heute selbstverständlich sind – aber vor ein paar Jahren beinahe noch undenkbar schienen.

Aktenordner – die Datenträger der 90er (Symbolbild).Csaba Nagy / pixabay.com

 

Vom Mauerfall bis zur Corona-Pandemie: In gut drei Dekaden ist seit Ende der 1980er Jahre viel passiert. Durch die Digitalisierung gab es zudem einen erheblichen Einschnitt, der Wirtschaft und Privatleben fundamental gewandelt hat. Gesellschaftliche und technische Entwicklungen aus dieser Zeit haben sich auch in der Versicherungsbranche niedergeschlagen.

Zehn der größten Veränderungen, die 1990 wohl noch niemand ahnen konnte, sind hier zusammengestellt.

  1. Vergleichsportale für Versicherungen

Heute klingt es beinahe unvorstellbar, aber früher hatten Kunden fast immer einen festen Ansprechpartner vor Ort, bei dem sie alle Versicherungen abgeschlossen haben. Heute führt der erste Weg üblicherweise zu einem Vergleichsportal. Dort konkurrieren Versicherer aus der gesamten Bundesrepublik miteinander. Wer Kunden zu sich in die Niederlassung locken möchte, muss sich etwas einfallen lassen. Ein zentrales Argument ist immer der gebotene Service.

 

Thomas Köhler

Founder und CEO der Zaigen GmbH

 

  1. Online-Beratung statt Besuch vor Ort

Service ist direkt das Stichwort für den zweiten Punkt: Moderne Versicherungsmakler setzen selten nur auf das persönliche Gespräch vor Ort. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Kunden online anzusprechen. Erste Versicherungen bieten zudem Portale, über welche die Abwicklung zahlreicher Prozesse online möglich ist – inklusive Kommunikationskanal zwischen Kunden und Vermittlern.

  1. Mehr Richtlinien zur Regulation

Von neuen Beratungspflichten über die Dokumentation bis zur europäischen Vertriebsrichtlinie IDD gibt es zahlreiche neue Regeln und Vorschriften. Sie alle erhöhen den Aufwand, den Versicherungsmakler betreiben müssen. Auf der anderen Seite soll die Regulation für mehr Sicherheit auf dem Markt für Finanzprodukte sorgen. Die hohen Anforderungen lassen sich oft nur dadurch erfüllen, dass Versicherungsvermittler spezielle Software einsetzen.

  1. Individuelle Risikoabschätzung

Der nächste Trend wird sich wahrscheinlich erst in ein paar Jahren richtig bemerkbar machen. Ausgelöst wird er von den Möglichkeiten des mobilen Internets. Mit zunehmender Konnektivität steigt die Menge an Informationen und Daten immens an. Diese bilden eine Grundlage für individuelle Tarife. Bestes Beispiel ist wohl die Kfz-Haftpflicht, die sich nach dem (überwachten) Fahrverhalten des Versicherten richtet. Bestes Verkaufsargument sind die sinkenden Beiträge, wenn der Fahrer angemessen und regelkonform unterwegs ist.

Hinter den Kulissen steigt der Anspruch an die Tariferstellung dadurch erheblich an. So müssen alle Daten erfasst, verarbeitet und interpretiert werden. Zudem kommen auf die Makler zunehmend Diskussionen um Datenschutz und IT-Sicherheit zu. Diese Aspekte hätten daher getrost einen eigenen Unterpunkt in dieser Aufzählung verdient.

  1. Digitale Weiterbildungsmöglichkeiten

Seit 2018 besteht eine Weiterbildungspflicht für Versicherungsvermittler im Umfang von 15 Stunden pro Jahr. Diese gilt sogar dann, wenn die Vermittlung nur als Nebentätigkeit ausgeübt wird. Um die Weiterbildung gemäß IDD durchzuführen, gibt es verschiedene Optionen. Hier sei als Beispiel die App V-Quiz genannt. Die kostenlos zum Testen verfügbare App (verfügbar in Ihrem App- bzw. Play Store) ist im Stil eines Quiz konzipiert, bei dem der Nutzer Quiz-Coins sammelt. Diese lassen sich dann in Weiterbildungsstunden umrechnen und anerkennen. Gut zu wissen: Die Akkreditierung der Lernapp für Versicherungsvermittler erfolgte bei gutberaten.de. Mehr Informationen unter www.v-quiz.com.

Die zehn größten Änderungen der Versicherungsbranche in 30 Jahren

  1. Demographischer Wandel

Anfang der 1990er Jahre war ein deutscher Bundesbürger im Mittel etwa 28 Jahre alt. Dieser Mittelwert hat sich erheblich gewandelt, 2020 ist das Durchschnittsalter auf über 40 Jahre gestiegen. Das hat selbstverständlich erhebliche Auswirkungen auf viele Bereiche, so auch auf die Versicherungsbranche. Das zeigt sich schon daran, dass vermehrt altersspezifische Tarife angefragt werden. Auch die private Altersvorsorge ist ein großes Thema geworden, seitdem die Renten vielen nicht mehr ausreichen. Ein zweiter Effekt: Es gibt weniger potentielle Neukunden, um die Versicherungsvermittler konkurrieren. Das verschärft den Wettbewerb, insbesondere bei Tarifen, die in jungen Jahren abgeschlossen werden.

 

Aktenordner – die Datenträger der 90er (Symbolbild).Csaba Nagy / pixabay.com

 

  1. Innovationen in kurzer Reihenfolge

Dokumentationssoftware, Online-Beraterportal, Lern-App – das Berufsleben von Versicherungsmaklern ist von zahlreichen Innovationen geprägt. Sie können den Arbeitsalltag erheblich erleichtern und helfen dabei, Kunden zu gewinnen. Auf der anderen Seite müssen Vermittler bereit sein, Zeit in den Lernprozess zu investieren. Da ist es hilfreich, wenn hierfür neuartige Möglichkeiten bereitstehen. So gibt es z.B. nun den Beruf des virtuellen Assistenten. Dieser erledigt einem seine Administration und / oder bringt das eigene Unternehmen «digital» auf den neuesten Stand. So schreibt dieser u.a. Artikel, hält die Webseite aktuell und sorgt für regelmässiges posten (bei Instagram & Co.) und hilft so online präsent zu sein und weitere Leads zu erhalten. Ein gutes Beispiel hierfür ist: http://www.zeitfuerdeinbusiness.de.

  1. Neue Geschäftsfelder

Klar, es gibt Neuerungen, die offensichtlich sind: Eine Versicherung gegen Cybercrime wollte 1990 wohl kaum jemand abschließen. Es gibt aber auch Entwicklungen, die viel unauffälliger ablaufen, aber einen erheblichen Einfluss auf die Versicherungsbranche der Zukunft haben. Bestes Beispiel ist der Bereich Assistance. In den 1990er Jahren steckte diese Entwicklung höchstens in den Kinderschuhen. Mittlerweile gehört es zum guten Ton, dass die Versicherung den Abschleppdienst organisiert oder den passenden Handwerksbetrieb nach einem Schadenfall findet. Dieser Service lässt sich modernen Kunden gut anbieten und ist ein wichtiges Verkaufsargument. Zugleich müssen sich Vermittler dadurch mit Dingen zumindest grob auskennen, die früher als vollkommen fachfremd galten.

  1. Smart Home

Ein interessanter Trend in der Versicherungsbranche (und selbstverständlich nicht nur dort) ist das Smart Home. Was hat das mit der Hausratversicherung zu tun? Im Zweifelsfall eine ganze Menge. Im intelligenten Haus kann nämlich nicht nur der Kühlschrank Getränke bestellen. Ebenso sind Hausanlagen im Zusammenspiel mit Sensoren in der Lage, potentielle Gefahren zu erkennen, bevor es zu einem Schadenfall kommt.

  1. Mobilität mit allen Mitteln

Welche Versicherung passt zu einer jungen Familie, bei der die Eltern ihre Kinder mit dem E-Scooter befördern möchten? Noch um 2010 hätten Versicherungsmakler hier nur mit den Achseln gezuckt. Damals gab es schlicht keine E-Roller, keine Elektroscooter und so gut wie keine E-Autos. Mittlerweile finden sich passende Produkte für jede Art von Fortbewegung. Das erfordert von Versicherungen einen entsprechenden Tarif, um Fahrer, Gefährt und Beifahrer zu versichern. Damit steht die E-Mobilität beispielhaft für zahlreiche Entwicklungen, welche Flexibilität aufseiten der Versicherungsbranche erfordern. Sie sorgen zudem dafür, dass es jedes Jahr neue Dinge zu lernen gibt, die für die Weiterbildung von Maklern und Vermittlern besonders relevant sind.

Das waren zehn wichtige und entscheidende Veränderungen, die seit 1990 Versicherungen, Makler und Vermittler beschäftigt haben. Selbstverständlich gibt es daneben noch viele weitere Aspekte, die hier einen Platz verdient hätten. Die Beispiele zeigen, dass die Branche insgesamt viel flexibler werden musste. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren sicher weiter fortsetzen. Bei der aktuellen Geschwindigkeit von Innovationen kann der nächste Artikel dieser Art daher vermutlich schon in zehn Jahren erscheinen.

 

Digitale Weiterbildung – nicht nur in der Krise eine gute Lösung

Präsenzseminar oder digitale Alternative? In Coronazeiten stellt sich diese Frage nicht wirklich – es ist nur noch eine Variante sicher möglich. Digitale Alternativen sind aber viel mehr als eine Notlösung, sondern sparen auch Zeit und Geld. Schließlich hat auch die Versicherungsbranche mit Veränderungen und Einbußen aufgrund von Corona zu kämpfen. Besonders flexibel und günstig sind Programme zum komplett selbstständigen Lernen wie die App V-Quiz.

Präsenzseminare waren meist durchaus angenehme Veranstaltungen. Zum einen, weil es ja immer hilfreich ist, Neues zu erfahren und andere Perspektiven kennenzulernen. Zum anderen wegen ihrer sozialen Komponente: In den Kaffeepausen konnte man sich mit Kollegen austauschen und neue Kontakte knüpfen. Allerdings musste man sich die Zeit dafür auch nehmen, und oft kam noch eine längere Anfahrt dazu. Zudem kosteten sie Geld – entweder den Veranstalter, das Unternehmen oder die Teilnehmer. Räumlichkeiten und Referenten gibt es nicht umsonst.

Neue Risiken, wenig finanzieller Spielraum

Aktuell kann niemand sagen, wie lange der Alltag noch von Corona-Schutzmaßnahmen bestimmt sein wird. Das neue Risiko zieht zwangsläufig Veränderungen in der Versicherungsbranche nach sich. Fortbildung mag dabei noch das geringste Problem sein. Unternehmen fordern Geld aus Betriebsunterbrechungs- und Betriebsschließungsversicherungen, bei deren Vertragsunterzeichnung noch niemand je von einem Virus namens Sars-CoV-2 gehört hatte. Privatpersonen mögen zwar angesichts des neuen Risikos auch ein größeres Bedürfnis haben, sich und ihre Angehörigen abzusichern. Doch niemand geht gerne neue finanzielle Verpflichtungen ein, wenn der Job auf dem Spiel steht. In der Tourismus- und Veranstaltungsbranche beispielsweise ist auf absehbare Zeit kein Geld zu verdienen.

Weiterbildung ist Pflicht

Es gibt also viele Gründe, warum sowohl große Versicherungsunternehmen als auch kleinere Agenturen gerade ihr Geld zusammenhalten wollen. Andererseits gibt es die europaweite Verpflichtung durch die IDD (Insurance Distrubution Directive), dass jeder vertrieblich Tätige mindestens 15 Stunden pro Jahr in Weiterbildung investiert. So soll die Qualität der Beratung für den Verbraucher sichergestellt werden. Weiterbildung ist allerdings nicht nur Pflicht, sondern auch notwendig, um die Zukunft des eigenen Jobs zu sichern. Denn Qualität ist wichtig: So gaben bei einer Umfrage jüngst 71 Prozent an, dass sie spätestens beim Vertragsabschluss direkten Kontakt zu einem Vermittler oder Berater haben und individuelle Fragen stellen wollen – und damit neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wer nicht mit Kompetenz überzeugen kann, wird künftig schwerer haben, zu bestehen. Fortbildung ist also wichtig für alle, die fachlich auf dem neuesten Stand bleiben und durch individuelle Beratung punkten wollen. Die sicherste Variante dafür ist aktuell digital. Sie kann auch stattfinden, wenn es neue Reise- oder Kontaktbeschränkungen gibt oder ein Teilnehmer Erkältungssymptome hat.

Auch Online-Fortbildung kostet

Selbstverständlich sind auch digitale Angebote nicht umsonst. Die Preise hängen allerdings davon ab, wie das Programm aufgebaut ist. Handelt es sich um ein Webinar, in dem alle gleichzeitig online sind und die Teilnehmer auch Fragen stellen können? Hier ist in der Regel die Teilnehmerzahl begrenzt, Kosten für den Referenten und die Technik fallen aber dennoch an und verteilen sich so auf nur wenigen Schultern. Diese Form der Fortbildung hat zugenommen, seit Präsenzseminare nur noch schwer möglich sind. Der Vorteil hier ist der direkte Kontakt mit dem Referenten. Um ein solches Angebot zu nutzen, muss die Internetverbindung ausreichend gut sein und die Teilnehmer sind an eine Uhrzeit gebunden. Die Kosten und die Zeit für die Anfahrt entfallen jedoch.

Eine andere Variante digitaler Fortbildungen sind Aufzeichnungen, die von einer unbegrenzten Zahl von Personen zeitlich flexibel abgespielt werden können. Hier sind die Kosten in der Regel geringer, da sie sich auf mehr Schultern verteilen. Dasselbe gilt für E-Learning-Programme, die so aufgebaut sind, dass die Nutzer sie selbstbestimmt anwenden können. Solche Programme gibt es auch für das Smartphone: Mit V-Quiz lässt sich das Fachwissen aus verschiedenen Bereichen des Versicherungswesens in Quizform wiederholen oder neu lernen, unabhängig vom Schreibtisch. Die zeitliche und räumliche Flexibilität solcher Angebote ist ein großer Vorteil. Diese Lernformen eignen sich gut für Themenbereiche, in denen es auf Faktenwissen ankommt.

Weiterbildung mit IDD-Nachweis

Ob interaktives Webinar oder mobile Lernapp: Um den Anforderungen der IDD Genüge zu tun, muss das Wissen auch nachgewiesen werden können. Das Online-Angebot muss also von den Zertifizierungsstellen als Weiterbildungsmaßnahme anerkannt sein. In Deutschland ist dies gutberaten, in der Schweiz Cicero, in Österreich ibw. Wie die Lernerfolgskontrolle bei Webinaren gehandhabt wird, hängt vom Konzept ab. Für Selbstlernprogramme ist eine Lernerfolgskontrolle zwingend vorgeschrieben. Diese schließen deshalb in der Regel mit Testfragen ab. Bei der Lernapp V-Quiz ist die Kontrolle integriert: Jede richtige Quiz-Antwort zählt. Um eine Stunde Fortbildung anerkannt zu bekommen, muss man 100 Quizfragen richtig beantwortet haben. Ob dies innerhalb eines Tages oder im Laufe von zwei Wochen geschah, ist dafür unerheblich. V-Quiz ist als Mittel zur Weiterbildung sowohl bei gutberaten als auch bei Cicero und ibw akkreditiert. Die Gebühren für die Lernapp sind niedrig und werden auch erst dann fällig, wenn der Nachweis im jeweiligen Land angefordert wird.

Digitale Fortbildung ist nicht nur eine Notlösung

Wir alle hoffen auf die Zeit, in der wir uns wieder entspannt persönlich treffen können – sei es auf einer Messe oder zum Austausch nach einem Seminar. Doch wir brauchen Lösungen, die uns unabhängig machen vom aktuellen Stand des Pandemiegeschehens und zudem noch finanziell vertretbar und praktisch sind. Mit digitalen Angeboten ist sowohl großen Unternehmen als auch kleinen Agenturen geholfen. Selbst wenn Präsenzseminare eines Tages wieder ohne gesundheitliche Bedenken möglich sind, werden wir zu schätzen wissen, dass man sich Fachwissen auch ohne lange Anfahrt, zeitlich flexibel und dazu kostengünstig aneignen kann. Denn das Geld muss ja auch hereinkommen. Kunden wollen beraten, Verträge vorbereitet werden. Es ist weitaus einfacher, ein Webinar in den beruflichen Alltag zu integrieren. Noch einfacher geht es mit der Lernapp. Eine Gelegenheit zum Kaffee mit Kollegen wird sich trotzdem finden!

Probieren Sie die App doch einfach aus! Sie finden diese unter
Auf der Internetseite www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben.

 

Thomas Köhler

Founder & CEO

 

Zaigen GmbH

Speerstrasse 28

8038 Zürich

www.v-quiz.ch

Unser Produkt:

V-Quiz – die 1. akkreditierte App im Quizformat für die D-A-CH Region

 

 

 

 

 

 

 

Podcast der Pfefferminzia: Karen Schmidt interviewt Thomas Köhler zu „V-Quiz“

Podcast - IDD Stunden kostenlos testen

Hören Sie jetzt Folge 20 unseres Podcasts „Die Woche“

https://pfefferminzia.podigee.io/20-die-woche

Der neue digitale Alltag in der Weiterbildung

Nun ist die Weiterbildung auch immer ein Zeitfaktor. Damit Vermittler sich die Zeit für die verpflichtende Ausbildung selbst optimal einteilen können, empfiehlt sich das „Mobile Learning“. Unser Netzwerkpartner Thomas Köhler zeigt in seinem Artikel, was dahinter steckt – IDD-Nachweis inklusive.


In der Finanzberatung ist die online-Weiterbildung mittlerweile Standard. Mit Mobile Learning können Berater sogar spielerisch leicht IDD-Stunden sammeln.

Die Seniorin unterhält sich mit ihren Enkeln über WhatsApp-Live-Video. Der Firmenchef versammelt sein Team auf Zoom. All das gab es natürlich auch schon vor dem Corona-Frühling. Aber für viele war diese Zeit doch die der persönlichen technologischen Quantensprünge. Die gewachsene Nähe zu digitalen Geräten wird bleiben – auch in der Weiterbildung. Und möglicherweise wird gerade Mobile Learning davon profitieren.

Schon bevor die Coronakrise über uns hereinbrach und die Wirtschaft zunächst größtenteils lahmlegte, galten digitale Lernformen als Zukunftsmusik. Videos, Micro Learning, Blended Learnung und Mobile Anwendungen nahmen die Spitzenplätze ein, wenn Marktforschungsinstitute dazu Experten in der DACH-Region befragten (siehe Statista bzw. mmb-Trendmonitor). Mit den Kontaktbeschränkungen waren dann zunächst die digitalen Kommunikationstechniken selbst plötzlich ein Thema für Weiterbildung: Wie funktioniert eigentlich Zoom, und wie organisiere ich eine Videokonferenz? Laptops, Tablets und Smartphones ließen Firmen auch in der schlimmsten Krisenphase Kontakt mit ihren Mitarbeitern im Home Office halten.

Auch die Weiterbildungsbranche musste sich umstellen. Präsenzseminare waren zwischenzeitlich nicht möglich, konnten aber teilweise durch Online-Seminare ersetzt werden. Anbieter melden vor allem die Nachfrage nach virtuellen Klassenzimmern und Webinaren. In der Theorie hätten viele Unternehmen gerade in der Krise Zeit für die Weiterbildung ihres Personals gehabt. In der Praxis ist Weiterbildung allerdings auch ein Posten, der am einfachsten einzusparen ist, wenn dem Unternehmen die Einnahmen fehlen. Digitale Bildungsanbieter gehören deshalb nach einer Umfrage des mmb-Instituts nur teilweise zu denen, die von der Krise profitieren konnten.

Mobile Lern-Apps für Berater

Beispielsweise können anhand der Lern-App V-Quiz  alle Versicherungsberater und -makler ihr Wissen testen und erweitern – unabhängig von ihrer Firmenzugehörigkeit. Denn die dort vermittelten Bestimmungen und Fakten gelten größtenteils europaweit. Nationale Abweichungen werden dadurch aufgefangen, dass Anbieter für Deutschland, die Schweiz und Österreich verschiedene Versionen bereithalten. Ob Personen- oder Sachversicherung, Finanzmarkt oder Führung: Anhand von Quizfragen und Multiple-Choice-Antworten bewegen sich die Nutzer durch die einzelnen Sachgebiete, frischen eingerostete Kenntnisse auf, aktualisieren veraltete Informationen und erwerben neue – wann immer es gerade passt. Morgens vor dem Arbeitsbeginn oder in der Viertelstunde Leerlauf vor dem nächsten Termin, zuhause, im Büro oder unterwegs. Das Handy ist ja ohnehin dabei.

Weiterbildung muss nicht teuer sein

Viele Unternehmen mussten in der Krise den Rotstift zücken, weil ihnen die Einnahmen fehlten. Das traf auch den Bereich der Weiterbildung. Was kurzfristig hilft, das Geld zusammenzuhalten, kann langfristig allerdings teuer werden: Wer fachlich nicht auf dem neuesten Stand ist, wird auf Dauer gegen die Konkurrenz nicht bestehen. In der Versicherungsbranche gibt es sogar die Pflicht, sich weiterzubilden, um die Qualität der Kundenberatung sicherzustellen: die europäische Insurance Distribution Directive (IDD). 15 Stunden jährlich muss jeder mindestens absolvieren, der Kundenkontakt hat – sei dieser nun digital oder persönlich.

Für engagierte Außendienstler war und ist es oft schwierig, Präsenzseminare im Terminkalender unterzubringen. Bei Webinaren spart man sich zwar die Anfahrt, ist jedoch trotzdem zeitlich gebunden. In der Regel kosten diese Veranstaltungen auch Geld. Eine Mobilapp ist in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft: Sie kann zeitlich flexibel angewendet werden, wenn es gerade passt, und sie lässt sich kostenlos herunterladen. Nutzer sollten darauf achten, dass eine vergleichsweise niedrige Gebühr erst dann fällig wird, wenn die mit richtigen Antworten erworbenen Quiz Coins in anerkannte Weiterbildungsstunden umgewandelt werden. Und: Auch solche spielerischen Apps sollten von den zuständigen Institutionen wie in Deutschland von gut beraten anerkannt sein.

E-Learning wird zum infektionssicheren Normalfall

Das Leben in Europa hat sich im vergangenen halben Jahr mehr verändert, als es sich jemand zuvor hätte vorstellen können. Und auch wenn es möglicherweise nicht mehr zu Lockdowns kommen sollte: Mit dem Coronavirus werden wir noch eine Zeit lang leben müssen. Das Smartphone und andere mobile Geräte haben sich in dieser Zeit als ein extrem nützliches Hilfsmittel erwiesen, um weniger zu reisen und trotzdem die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Auch ältere Menschen, die bisher nicht so verwachsen waren mit ihrem Handy wie die jüngere Generation, haben es zu schätzen gelernt. Noch können wir viele Folgen dieser Krise nicht absehen. Aber sicher ist: Nachdem die digitalen Fertigkeiten nun einmal im Ernstfall erprobt wurden, gibt es keinen Grund mehr, sie nicht weiter in gewissem Maße anzuwenden. Und für die Weiterbildung heißt das: Selbstgesteuertes E-Learning und Mobile Learning könnten zum infektionssicheren Normalfall werden – und dabei Zeit und Geld sparen.

Kontakt:

Thomas Köhler
Founder & CEO
Zaigen GmbH
Speerstraße 28
8038 Zürich

Web: www.v-quiz.de 

Podcast mit Patrick Hamacher: V-Quiz, Microsoft, Hygiene

#wirzusammen Podcast #72: Flott reinhören und abonnieren 🙂

Ein herbstliches Willkommen zu dieser 72. Folge von #wirzusammen. In dieser Folge erfahrt Ihr, warum heute ein guter Tag ist, um feinen Zwirn zu tragen und was das mit “How I met your Mother” zu tun hat. Im Interview mit Patrick erlebt Ihr Thomas Köhler, der mit seinem V-Quiz eine App an den Start gebracht habt, mit der Ihr Euer IDD-Weiterbildungskonto auffüllen könnt.

In unseren Themen & Tipps hört Ihr Neues von der digitalen DKM, über Hygiene auf Geldscheinen und Touchscreens und zu den Arbeitswelten von morgen. Und auch in dieser Episode erfreut Euch Franziska mit einem neuen Impuls, übrigens auch zum Thema Weiterbildung. Das musikalische Finale kommt diesmal aus Schweden und aus dem Jahr 2011. Have fun 🙂

Copyright 2019 © V-Quiz. Alle Rechte vorbehalten. - Webseite erstellt durch hhomepage Webagentur IDD zertifiziert