Beiträge

GAMIFICATION – Spielend zu neuem Versicherungswissen

Gamification Versicherungswissen
Der Erfolg des Lernens per App beruht darauf, dass man sich sehr oft mit den Lerninhalten auseinandersetzt, dies aber nur für kurze Zeit.
Quelle: Adobe Stock

V-Quiz ist die erste Weiterbildungs-App im Versicherungswesen. Deren Nutzung ist gratis und gibt erst noch Cicero-Credits.

Sandra Escher Clauss
Von Sandra Escher Clauss
vor 3 Stunden

Gamification ist längst auch in der Weiterbildung angekommen. Die Pandemie hat dem spielerischen Online-Lernen allerdings noch einmal einen kräftigen Schub verliehen. Und zwar nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen. Während wohl viele Ü25 von sich behaupten, gern zu spielen, wird das Lernen eher als unangenehm empfunden. Und genau in diese Bresche springt die Gamification, indem sie Pflicht und Spass verbindet und die notwendige Informationsgewinnung mit Elementen aus dem Game-Bereich verknüpft.

Wissenszuwachs jederzeit und überall

Neue Lernformen haben zwar auch in der Versicherungsbranche Einzug gehalten, in Sachen Gamification war diese bis vor kurzem allerdings noch Brachland. Dieser Zustand soll sich ändern; mit der App V-Quiz ist die erste offiziell akkreditierte Lern-App auf den Markt gekommen. Dank dieser ist es für Mitarbeitende der Assekuranz in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich möglich, jederzeit und überall Fachwissen zu erarbeiten. «Der Erfolg des Lernens per App beruht darauf, dass man sich sehr oft mit den Lerninhalten auseinandersetzt, dies aber nur für kurze Zeit», erklärt Thomas Köhler, Gründer und CEO der V-Quiz-App. Ob im Zug, beim Warten auf den Bus oder zwischen zwei Terminen: Über 8000 länderspezifische Fragen sorgen dafür, dass sich Versicherungsberater, Broker, Aktuare, Pensionskassenspezialisten und Finanzplanerinnen Basis- und Spezialwissen spielerisch aneignen können. Und zwar gratis – Kosten fallen erst an, wenn man eine Lernbestätigung haben möchte. «Bis dato verzichten wir auf Werbung und finanzieren uns über den Verkauf von Weiterbildungscredits», erklärt Thomas Köhler das Geschäftsmodell. Ziel sei es, eine Skalierung zu erreichen, will heissen, die Nutzung der App von sehr vielen Usern.

Massgeschneiderte Fragen

Die Themenpalette der Fragen umfasst u. a. Sozial-, Personen- und Sachversicherung, Organisation mit Strategie und Schäden sowie Recht und Compliance. «Weitere Fragen und Themen ergänzen wir laufend, um lebenslanges Lernen zu ermöglichen.» Zudem steht die Lern-App Versicherern und Bildungsinstitutionen auch als Plattform für eigene Quiz-Inhalte zur Verfügung. «Dabei steht dann nicht das Abfragen von Cicero-relevantem Wissen im Vordergrund, sondern firmenspezifische Themen oder Fragen rund um neue Produkte.» Nach Erhalt der Fragen kümmern sich Thomas Köhler und sein Team um deren Integration in die App, danach ist das Quiz passwortgeschützt für die Nutzer verfügbar.

Lernen wird belohnt

Auch beim Lernen zwischendurch zählt nicht nur, dass das Gelernte im Kopf bleibt und anwendbar ist – Userinnen und User möchten, dass ihre Investition von Zeit und Mühe anerkannt und dokumentiert ist. Daher haben Köhler und sein Team ihre App von den relevanten Verbänden zertifizieren lassen. «Grundsätzlich können Schweizer Cicero-Mitglieder über unsere App innerhalb der zweijährigen Beobachtungsperiode bis zu 60 Credits erarbeiten.» Pro richtig beantwortete Frage erhält man einen Quiz Coin, hundert Quiz Coins ergeben einen Credit, der in der App auf Knopfdruck beantragt werden kann. Ist die Rechnung bezahlt und sind die Daten mit dem entsprechenden Register abgeglichen, erfolgt der Eintrag in die länderspezifische Datenbank.

Der Siegeszug des Internets führt zum heutigen E-Learning

Mit dem Siegeszug des Internets hielt in den 1990er-Jahren auch das computergestützte Lernen Einzug in Unternehmen und Privathaushalte. Inzwischen hat es sich als fester Bestandteil bei Fort- und Weiterbildungen aller Art etabliert. Auch Versicherungsagenten und Versicherungsagentinnen profitieren von den digitalen Unterrichtsmethoden.

Mit ihnen können sie sich flexibel auf ihre nach der Insurance Distribution Directive (IDD) geforderten Weiterbildungsstunden vorbereiten und ihre Cicero-Credits online erarbeiten. Möchten Sie als Versicherungsvermittler oder Versicherungsvermittlerin eines der smarten Programme nutzen, stehen Sie vor einer umfangreichen Angebotspalette.

Weiterbildungen in der Versicherungsbranche

Bei Software für elektronisches Lernen werden den Interessenten die Lerninhalte auf unterschiedliche Art online zur Verfügung gestellt. Während sich Schüler oder Auszubildende gezielt auf Klassenarbeiten oder die Abschlussprüfung vorbereiten, müssen Sie sich als Versicherungsmakler oder Versicherungsmaklerin permanent über Neuregelungen am Markt informieren, über rechtliche Veränderungen, digitale Prozessoptimierungen oder neue Produkte. Das ist nicht nur wichtig, um Ihre fachliche Kompetenz zu erhalten, sondern auch verpflichtend. Aufgrund des Verbraucherschutzes sind Sie nach den Regularien der IDD zu mindestens 15 Weiterbildungsstunden jährlich verpflichtet. Diese Obligation zählt unter anderem für

  • VersicherungsberaterInnen
  • VertrieblerInnen von Versicherungskonzernen
  • MitarbeiterInnen von Versicherungsvermittlern
  • AußendienstmitarbeiterInnen

So groß die Unterstützung durch entsprechende Lernsoftware, so viele Missverständnisse existieren über ihre Verwendung und Resultate. Bevor Sie mit Ihrem Onlineunterricht starten, werfen Sie einen Blick auf fünf weit verbreitete Irrtümer, die mit den intelligenten Softwareangeboten einhergehen.

Missverständnisse zu digitalen Lernmethoden

Selbst Kritiker der zunehmenden Technisierung können die hilfreichen Effekte von E-Learning nicht bestreiten. Doch mit einem haben sie recht: Ihr Fokus sollte sich nicht allein auf das Smartphone-Display oder den PC-Bildschirm beschränken:

1. Präsenzunterricht ist Vergangenheit

Die Kombination macht es aus: E-Learning soll unterstützend zu analogen Seminaren dienen, nicht die persönliche Interaktion komplett ersetzen. Sie treffen keine Entscheidung zwischen Hauslehrer und Schule, sondern eine Entscheidung für eine Vor- oder Nachbereitung von Präsenzunterricht. Mit Ihrem favorisierten digitalen Programm können Sie jederzeit Ihr Wissen testen und von bislang unbekannten Konzepten profitieren. In der innovativen Lernkultur wird das aus persönlichen Weiterbildungen bekannte Konzept nicht 1:1 umgesetzt. Von der Aufbereitung der Lernmaterialien über Kommunikationsoptionen und Nutzungsmöglichkeiten stehen Sie neuen Herausforderungen gegenüber.

Hochwertige Apps für Versicherungsmakler oder Versicherungsmaklerinnen finden dank klarer und übersichtlicher Gestaltung auch auf Handy-Displays die perfekte Balance zwischen der erforderlichen Fortbildung zu Hause und der erfolgreichen Umsetzung des Erlernten im Präsenzunterricht.

2. Grafiken sind Pflicht

Übersichtlich heißt auch: Zu viele Bilder, Grafiken, Diagramme oder Videoclips können vom Lerninhalt ablenken. Zwar hängt das passende Programm für Sie primär von Ihren Vorlieben ab, vielleicht steht bei Ihnen aber auch der kommunikative Faktor im Vordergrund. Unter Umständen lernen Sie besonders gut durch visuelle oder auditive E-Learning-Methoden. Wenn bei Ihnen der kommunikative Faktor im Vordergrund steht, haben Sie dagegen die Möglichkeit der Interaktion mit anderen KursteilnehmerInnen. Sie können zudem auch ganz für sich selbst lernen.

Fest steht: Dank einer Multiple-Choice-App mit reinem Text können Sie Ihr Wissen als Versicherungsvermittler oder Versicherungsvermittlerin durch Testfragen optimal im Vorfeld Ihres Fortbildungsseminars überprüfen.

3. Die Motivation kommt automatisch

Mag Ihre Motivation durch die Freude über die bislang unbekannte Lernmethode anfangs noch groß sein – höchstwahrscheinlich lässt Ihre Begeisterung im Laufe der Zeit nach, würden Sie sich in Ihrer Freizeit bevorzugt wieder anderen Dingen als Neuregelungen auf dem Versicherungsmarkt widmen. Können Sie sich allein nicht zum Einschalten des Computers oder Öffnen der App überwinden, sprechen Sie mit Gleichgesinnten, nehmen Sie sich eine kurze Auszeit und lassen Sie sich neu inspirieren! Stellen Sie nicht den aufregenden technischen Aspekt des digitalen Lernens in den Vordergrund, sondern hören Sie auf Ihre persönlichen Bedürfnisse.

Bleiben Sie in Kontakt mit anderen Versicherungsagenten und Versicherungsagentinnen und halten Sie durch Interaktion Ihre Motivation aufrecht.

4. E-Learning ist einmalig

In gewisser Weise ist E-Learning einmalig, aber nicht in dem Sinne, als dass Ihr Online-Kurs ein einmaliges Projekt sei. Betrachten Sie E-Learning als fortlaufendes Tool, das Ihnen von jedem Ort aus eine jederzeitige Wissensüberprüfung ermöglicht. Gehen Sie in langsamen Schritten vor. Wichtige Änderungen in der Versicherungsbranche werden auch nicht alle auf einmal beschlossen.
Sie sitzen im Bus, Zug oder Wartezimmer? Perfekte Gelegenheiten, das Smartphone zu zücken und einige Testfragen zu beantworten. Stetiges Lernen über kurze Zeitspannen kann effektiver sein, als ein Wochenende ohne Unterlass vor dem Bildschirm zu verbringen.

5. Es bleibt mehr Zeit

Schließlich rankt sich mit dem Zeitfaktor ein fünfter Mythos um die Nutzung von E-Learning-Programmen. Entgegen weitläufiger Ansicht lernt es sich mit einem Cybertrainer nicht schneller als mit dem Seminarlehrer. Zwar sparen Sie durch den flexiblen Zugriff auf die smarten Inhalte Wegstrecken, das Verständnis für Inhalte hingegen erfolgt durch die Nutzung digitaler Optionen nicht automatisch schneller. Die Effektivität Ihres E-Learning-Programmes ist auch an Ihre Reflexion des Gelernten gekoppelt, Ihr Verständnis für die neu gewonnenen Aspekte.

Apps für den Versicherungsmarkt

Möchten Sie mithilfe von E-Learning Ihrer Weiterbildungspflicht nachkommen und Cicero-Credits sammeln, konzentrieren Sie sich bei der Auswahl des passenden Tools auf Anbieter, die Ihnen erforderliche Lerninhalte auf maximal effiziente Weise vermitteln. Infolge stetiger Änderungen auf dem Versicherungsmarkt sind Entwickler digitaler Trainingskonzepte zur flexiblen Gestaltung und ständigen Erweiterung ihrer relevanten Kennzahlen verpflichtet.

Besonders dynamische Lösungen für virtuelle Wissenstransfers lassen sich über die Nutzung einer App herstellen, in die sich Neuerungen umgehend einpflegen lassen. Da Ihr Smartphone stets zur Hand ist, können Sie sich so jederzeit auf Ihre Weiterbildungsstunden vorbereiten.

V wie Versicherungen: innovatives Quiz für KundenberaterInnen

Als KundenberaterIn benötigen Sie Cicero-Credits zur Erfüllung Ihrer Weiterbildungsverpflichtung. Dank des innovativen Online-Tools V-Quiz für die DACH-Region können Sie jederzeit ortsunabhängig nicht nur Ihr aktuelles Fachwissen überprüfen, sondern sich auch der Anerkennung Ihrer Privatfortbildung sicher sein. Bislang hat sich die Suche nach der geeigneten Unterrichtsmethode für Ihre Weiterbildungsverpflichtung kompliziert gestaltet? Mit dem Single-Choice-Quiz erhalten Sie nicht nur ein effektives Softwareprogramm, sondern werden sogar Spaß am Lernen haben!

Mit dem V-Quiz steht Ihnen erstmalig eine App zur Fortbildung im Versicherungs­­wesen zur Verfügung, welche vom jeweils zuständigen Institut der Schweiz, Österreichs und Deutschlands offiziell akkreditiert wurde. Dank dieser Anerkennung durch Cicero, ibw und gutberaten.de ist die 2018 durch die Zaigen GmbH herausgegebene App zur Vergabe von Fortbildungsstunden gemäß IDD beziehungsweise dem Qualitätslabel Schweizer Privatversicherer berechtigt. Entsprechend können Sie sich als VersicherungsmaklerIn eine erfolgreiche Nutzung des Trainings als erforderlichen Qualifizierungsnachweis Ihrer Weiterbildungsstunden gutschreiben lassen.

Über 7.000 Fragen aus zehn Kategorien

Ob Sie sich noch am Karriereanfang befinden oder als alter Hase gelten: Beim V-Quiz sind Sie bestens aufgehoben. Die inzwischen über 7.000 Fragestellungen je Land der App lassen sich ebenso zur Überprüfung von Basiswissen nutzen wie auch als Herausforderung für Versicherungsprofis. In zehn Themenbereiche gegliedert, stehen Ihnen zu jeder Frage vier Antwortmöglichkeiten offen; nur eine ist richtig. Mit den Bereichen Sozial-, Personen-, Sach- und Vermögensversicherungen, mit Zahlen und Definitionen zur Versicherungsbranche, mit Informationen zu Führung und Verkauf, Recht und Compliance, Organisation, Strategie und Schäden sowie dem Finanzmarkt und Rückversicherungen wurde kein IDD-relevantes Thema außen vor gelassen. Dabei sind Aktualität der App und Erweiterung des Fragenkataloges jederzeit sichergestellt. Entscheiden Sie sich für das V-Quiz, haben Sie ab sofort für Ihr berufliches Umfeld einen ständigen Begleiter an Ihrer Seite.

So funktioniert die kostenlose App

Der Gebrauch der App ist unkompliziert. Haben Sie die Android- oder iOS-Version aus dem einschlägigen App-Store kostenlos heruntergeladen und sich einmalig mit Ihrer E-Mail-Adresse registriert, können Sie mit dem Lernspaß komplett kostenlos beginnen:

Suchen Sie sich eine Frage, beantworten Sie sie korrekt und erhalten Sie dafür abhängig vom Schwierigkeitsgrad einen oder zwei Quiz-Coins. Haben Sie die 100er-Marke geknackt, können Sie diese in eine Weiterbildungsstunde oder einen Cicero Credit umwandeln. Kosten fallen erst an, wünschen Sie einen Eintrag in die Datenbank von Cicero, ibw oder gutberaten.de oder möchten Sie eine Teilnahmebescheinigung zur Weiterbildungszeit generieren.

Spaß am Lernen

Mit der App V-Quiz entscheiden Sie sich für einen modernen Weg, auf spielerische Art Ihre benötigten IDD-Stunden zu sammeln. Entgegen eines Seminars mit Anwesenheitspflicht sind Sie bei der App zu einer aktiven Teilnahme gezwungen – eine perfekte Prüfungsvorbereitung. Dennoch: Denken Sie an den ersten der fünf E-Learning-Irrtümer: Auch die V-Quiz-App wurde nicht als Ersatz von Präsenzseminaren entwickelt, sondern als sinnvolle Ergänzung für Ihre Fortbildung.

 

Probieren Sie die App doch einfach aus! Sie finden diese unter
Auf der Internetseite www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben.

 

Thomas Köhler

Founder & CEO

Zaigen GmbH

Speerstrasse 28

8038 Zürich

www.v-quiz.ch

 

Einfach wie nie IDD-Stunden sammeln

Foto: © 1STunningART – stock.adobe.com

Alternative Lernformen werden auch im Bereich Weiterbildung immer wichtiger. Mit der innovativen App „V-Quiz“ (finanzwelt berichtete) können Makler und Berater IDD-Stunden spielerisch einfach sammeln. Das Lernformat gibt es nun auch als Website.

V-Quiz ermöglicht es Versicherungsvermittlern und Beratern sich IDD-konform weiterzubilden. Über 8.000 Fragen in der Quiz-App bieten ein Themenspektrum von verschiedenen Versicherungen über rechtliche Fragen bis hin zu allgemeinem Wissen über den deutschen Finanzmarkt. Die so gesammelten IDD-Stunden können sich Berater dann auf Wunsch über die Initiative „gut beraten“ eintragen lassen. Das akkreditierte Quiz ist kostenlos über den Apple App-Store oder den Google Play-Store verfügbar. Die Züricher Zaigen GmbH ergänzt das V-Quiz-Angebot nun mit einer entsprechenden Website. Wer sich kostenfrei registriert, kann ab sofort also in der Mittagspause am Desktop quizzen und später bequem auf dem Weg zum Termin am Smartphone weitermachen. Damit sparen Vermittler Zeit und lernen oder wiederholen Informationen spielerisch. Die neue V-Quiz-Website finden Sie hier, zudem gibt es einen aktuellen Gutscheincode. (lb)

 

 

 

 

 

Per Weiterbildung die Karriereleiter der Versicherungsbranche erklimmen

Die Versicherungsbranche ist eng mit dem Thema Fortbildungen verknüpft. Versicherungsmakler und -vermittler mit Erlaubnis sind zu jährlichen Weiterbildungen verpflichtet. Doch besteht nicht nur die gesetzliche Pflicht zur Weiterbildung in diesem Wirtschaftssektor. Warum nicht einen Schritt weitergehen und über Fortbildungen auch die Karriereleiter erklimmen?

 

Durch Weiterbildungen kann der Versicherungskaufmann oder die Versicherungskauffrau den Fachwirt erlangen oder sich gar zum geprüften Betriebswirt ausbilden. Ein leichterer Aufstieg in der Karriereleiter ist die potenzielle Folge.

Die Karriereleiter der Versicherungsbranche

Den Einstieg zum Versicherungsagenten oder -makler erlangen die meisten Menschen über eine Ausbildung oder Umschulung zum Versicherungskaufmann (m/w/d). Etwa 10.000 – zumeist junge -Menschen werden in Deutschland von den Versicherungsunternehmen ausgebildet, wobei in diese Statistik auch beispielsweise Bürokaufleute hineinfallen oder andere Tätigkeiten in den Versicherungsgesellschaften. Nach dem Einstieg in den Beruf sind die Kaufleute für Versicherungen zumeist als Sachbearbeiter tätig und treten als Versicherungsvermittler im Außendienst auf oder kümmern sich um die Schadensabwicklung im Innendienst. Reichen einem Arbeitnehmer diese Tätigkeiten auf Dauer nicht mehr aus und es sollen weitere Herausforderungen hinzukommen, so ist eine Weiterbildung ratsam. Dabei ist im ersten Schritt die Fortbildung zum Versicherungsfachwirt naheliegend. Es handelt sich um einen Abschluss der IHK, der in etwa zwei Jahren erlernt und abschließend abgelegt wird. Für die Kurse fallen Kosten an, wobei rein statistisch im Anschluss Gehaltssprünge zur Normalität gehören. Ein weiterer Step auf der Karriereleiter ist die Fortbildung zum Versicherungsbetriebswirt. Hierbei handelt es sich um ein (Teil-)Studium, welches mit einem Hochschulabschluss beendet werden kann. Einer leitenden Position oder gar einer Promotion stehen nach dem Abschluss zum Versicherungsbetriebswirt alle Wege offen.

Ausbildung Versicherungskaufmann/-frau

Der erste Schritt der Karriereleiter ist die Ausbildung zum Versicherungskaufmann (m/w/d). Offiziell wird die Ausbildung seit dem Jahr 2006 als Kaufmann oder -frau für Versicherungen und Finanzen bezeichnet. Hierbei handelt es sich um die klassische Ausbildung für Versicherungsberatungen, Schadensbearbeitungen und der Kundenakquirierung. Die Ausbildung findet dual statt, was bedeutet, dass Tage in der Berufsschule und im Betrieb absolviert werden. Nach drei Jahren kann der Abschluss für diesen anerkannten Ausbildungsberuf abgelegt werden. Eine Grundvoraussetzung bisheriger Abschlüsse ist nicht gefordert. 4 Prozent gehen mit einem Hauptschulabschluss oder ohne jeglichen Abschluss in die Ausbildung. 25 % besitzen einen Realschulabschluss und 71 % der Anwärter haben bereits eine Hochschulreife. Vermittelt werden die Grundlagen, welche Versicherungen es gibt, welche Vorsorgemaßnahmen einzelne Kunden benötigen, wie Verträge bearbeitet werden, wie die Arbeit in der Agentur abläuft und wie Schäden reguliert werden. Eine Abschlussprüfung schließt die drei Jahre ab und führt zur anerkannten Ausbildung. In der Ausbildungsvergütung liegt der Kaufmann oder die Kauffrau für Versicherungen und Finanzen mit 1.230 Euro im dritten Lehrjahr unter den bestbezahltesten in der gesamten Arbeitswelt. Nach dem Einstieg in den Beruf liegt das Gehalt im Durchschnitt zwischen 2.500 und 2.800 Euro. Später sind mit Prämien, Provisionen oder mehr Verantwortung 3.500 bis 3.800 Euro brutto im Schnitt möglich.

Weiterbildung Versicherungsfachwirt

Der Versicherungsfachwirt ist eine optimale Weiterbildung, wenn eine mittlere Führungsebene in Versicherungsgesellschaften angestrebt wird. Es ist eine gute Möglichkeit, auch ohne ein Studium die Karriereleiter zu erklimmen. Der Versicherungsfachwirt heißt seit einiger Zeit “Geprüfter Fachwirt für Versicherungen und Finanzen”, da der Bereich des Finanzwesens integriert wurde. Dieser Abschluss muss an der Industrie- und Handelskammer absolviert werden, bevor diese offizielle Bezeichnung Verwendung finden darf. Um den Fachwirt ablegen zu können, fordert die IHK eine abgeschlossene Ausbildung zum Versicherungskaufmann und zusätzlich ein Jahr Berufserfahrung in der Branche. Alternativ ist eine Ausbildung in einem anderen kaufmännischen Bereich mit zwei Jahren Berufserfahrung in der Versicherungsbranche ausreichend. Auch wer vier Jahre im Versicherungsbereich gearbeitet hat und keine Ausbildung besitzt, darf die Abschlussprüfung zum Versicherungsfachwirt abschließen. Die Fortbildung kann per Fernstudium, in Voll- oder in Teilzeit durchgeführt werden. Je nach Anbieter bestehen unterschiedliche Abläufe und auch Kostenmodelle. Gratis ist diese Art der Weiterbildung nicht, da Gebühren anfallen, die durchschnittlich zwischen 2.500 und 4.000 Euro liegen. Etwa zwei Jahre der Weiterbildung sollten eingeplant werden, in denen Bereiche wie Unternehmensführung, Versicherungsmarketing, Schadensmanagement, Rückversicherung, Versicherungen für gewerbliche Kunden oder Personalführung erlernt werden. Im Anschluss an die erfolgreiche Weiterbildung sind rein statistisch Gehälter zwischen 3.125 und 4.661 Euro üblich.

Fortbildung Versicherungsbetriebswirt

Ein Studium im Fach Versicherungen ist abgesehen von der Promotion das Höchstmaß an Fortbildungen in der Versicherungsbranche. Wie schon der Fachwirt, kann auch der Betriebswirt durch unterschiedliche Anbieter erworben werden, wovon letztendlich die Ausgestaltungen und Konditionen der Fortbildung abhängen. An der Deutschen Versicherungsakademie (DVA) beispielsweise lässt sich der Versicherungsbetriebswirt berufsbegleitend ablegen. Dazu sind 119 Creditpoints erforderlich, die über Klausuren, Modulprüfungen oder Präsentationen erlangt werden. Zum Abschluss ist ein Verfassen der Versicherungsbetriebswirtsarbeit erforderlich, nach deren erfolgreicher Benotung der Titel des Versicherungsbetriebswirts (DVA) getragen werden darf. Für die Fortbildung ist der Fachwirt nötig, der jedoch an der DVA gemeinsam mit dem Betriebswirt abgelegt werden kann. Im Anschluss an beide Abschlüsse erfolgt der akademische Hochschulabschluss in weiteren zwei Semestern, sodass eine gesamte Fortbildung vom Fachwirt über den Betriebswirt bis hin zum Bachelor in vier Jahren absolviert werden kann. Hierfür fallen Gebühren an, die beispielsweise bei der DVA für drei Semester Versicherungsbetriebswirt 6.068 Euro betragen. Es wird in diesen eineinhalb Jahren Wissen zur allgemeinen BWL, zur Wirtschaftspsychologie, zum Thema Recht, zur Statistik oder zu Steuern und Finanzierungen vermittelt. Rein statistisch können über das Studium Gehälter im Bereich zwischen 3.819 und 4.958 Euro erreicht werden, wobei in größeren Konzernen oder als Agenturleiter deutlich höhere Bezüge ebenfalls völlig realistisch sind.

Jährliche Ausbildung

Die Versicherungsbranche ist einer der wenigen kaufmännischen Sektoren, in denen Fortbildungen zum jährlichen Standard gehören. Versicherungsmakler und -vermittler sind gesetzlich dazu aufgerufen, jährliche Weiterbildungsstunden zu absolvieren. Glücklicherweise werden diese Fortbildungen nicht mehr ausschließlich in klassischen Tagungshotels absolviert, in denen mehrere Übernachtungen notwendig werden und die Absolventen über viele Stunden trocken mit Frontalunterricht konfrontiert werden. Die Branche ist mittlerweile fortgeschritten, wenn es um die Pflicht zur Weiterbildung geht. Jeder Versicherungsagent kann die jährlichen IDD Stunden heutzutage bequem online machen. Hierzu lädt er sich kostenlos die App V-Quiz herunter und kann mit einem Höchstmaß an Abwechslung seine jährlichen Stunden absolvieren. Immer genau dann, wenn er die Zeit dafür hat. Dies geschieht mobil über das Smartphone und ist individuell jederzeit möglich.

Die App V-Quiz ist von gutberaten.de akkreditiert und erfüllt sämtliche Anforderungen an eine Weiterbildung nach IDD. Ein Herunterladen auf das Smartphone ist gratis möglich. Der Versicherungsagent absolviert nach dem Download seine 15 Stunden jährlich online mit der App, was völlig kostenlos geschieht. Im Anschluss kann er die absolvierte Zeit gegen Gebühr in anerkannte Fortbildungseinheiten nach IDD oder in Cicero-Credits in der Schweiz umwandeln. Es sind mehr als 7.000 Fragen in der App enthalten, sodass Cicero-Credits oder IDD-Stunden mit einem hohen Maß an Abwechslung für die sich fortbildenden Versicherungsvermittler erlangt werden können. Die anerkannte Fortbildungsplattform gutberaten.de hat das V-Quiz nicht umsonst als funktionales Tool für die jährliche Weiterbildungspflicht im Versicherungssektor gelistet.

Autor: Thomas Köhler, Founder & CEO, Zaigen GmbH

Verantwortlich für den Inhalt: 

Thomas Köhler Founder & CEO, Zaigen GmbH, Speerstrasse 28, CH-8038 Zürich,Tel.: +41 77 524 60 37, www.v-quiz.de

Starten Sie das Quiz hier: V-Quiz

Vier häufige Anwendungsgebiete für Apps in der Versicherungsbranche

Die Digitalisierung hat das Kundenverhalten geändert. Gewünscht ist digitaler Zugang zu Angeboten und Leistungen. Darauf hat sich auch die Versicherungsbranche eingestellt und bietet Apps an. Welchen Bereichen diese Apps zuzuordnen sind, zeigt Thomas Köhler (Zaigen GmbH) im Gastbeitrag.

In welchen Bereichen Apps in der Versicherungsbranche besonders häufig zum Einsatz kommen, hat Thomas Köhler im Gastbeitrag zusammengefasst.AJEL / pixabay

Mit ihren Apps verfolgen Versicherer und Vermittler ganz unterschiedliche Ziele: Abläufe verbessern, Servicelevel erhöhen oder Kosten sparen. Dabei werden verschiedene Ansätze verfolgt: Die App als Kundenportal, Vertriebshilfe oder Fortbildungsinstrument.

Die wichtigsten Ansätze bei der Konzipierung von Apps sind im folgenden zusammengefasst.

Thomas Köhler, Founder und CEO der Zaigen GmbH

1. Die Versicherungs-App als Maklerersatz

Gerade in den vergangenen Jahren kommen immer mehr Apps auf den Markt, die digital den klassischen Versicherungsmakler ersetzen möchten. Namen wie Knip, Clark oder Asuro standen oder stehen stellvertretend für diesen Ansatz*. Hierbei handelt es sich um Apps von Versicherungsmaklern, die als Vergleichsportale auftreten. Dem Kunden werden Tarife aufgelistet, aus denen er sich dann sein gewünschtes Produkt auswählen kann. Die Versicherungsnehmer haben den Vorteil, dass sie eine Übersicht der zahlreichen Angebote erhalten und sich in Ruhe für ein Produkt entscheiden können. Doch nicht jeder Versicherer ist in solchen Listen vertreten und manche Anbieter ‚steuern‘ den Besucher durch Filter auf bestimmte Produkte.
Klassische Versicherungsmakler müssen in Konkurrenz zu den digitalen Plattformen treten und sich vermehrt auf den Kundenservice konzentrieren. Gerade komplizierte Versicherungspolicen wie etwa eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die sehr individuell gestaltet werden kann, wird von den Kunden häufig direkt vom Makler gewünscht. In einem Kundengespräch lassen sich die optimalen Bausteine finden und Erklärungen abgeben, die eine App nicht liefern kann*. Es ist davon auszugehen, dass weniger beratungsintensive Produkte auf Dauer von digitalen Versicherungsvermittlern übernommen werden. Versicherungsmakler müssen lernen, ihren Nutzen aus den Apps der digitalen Vergleichsportale zu ziehen.

2. Die Versicherungs-App für IDD-konforme Weiterbildungsstunden

Ein weiterer Bereich, in dem die Apps Einzug in die Versicherungsbranche erhalten haben, ist die Fortbildung. In der Versicherungsbranche ist die Weiterbildung gesetzlich festgeschrieben. Im Normalfall laden die Versicherungsgesellschaften zu Präsenzveranstaltungen in ihren Konferenzräumen oder in angemieteten Tagungshotels ein und bilden ihre Mitarbeiter fort. Freie Versicherungsmakler nutzen Drittanbieter für Fortbildungen, was Zeit und Geld kostet. Doch auch im Bereich der Fortbildungen spielen Apps eine große Rolle. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Anbieter bei gutberaten.de akkreditiert ist. Mit Weiterbildungs-Apps kann der IDD-Pflicht völlig flexibel nachgekommen werden.

3. Die Versicherungs-App als Kundenportal

Eine Anforderung, die viele Kunden an ihre Versicherungen stellen, ist die digitale Kommunikation. Daher besitzen die großen Versicherer Apps, die die Kunden sich auf das Handy laden und von jedem Ort und zu jeder Zeit mit dem Versicherer kommunizieren können. Besonders die Krankenversicherungen sind in diesem Bereich digitale Vorreiter. Bereits im Jahr 2018 besaßen 90 Prozent der Krankenversicherungen eine App, über die sie ihre Dienstleistungen anboten. Hierunter fällt in erster Linie der Austausch von Dokumenten. Arztrechnungen oder Krankmeldungen lassen sich problemlos digital versenden, was für beide Seiten große Vorteile mit sich bringt. Doch die Krankenkassen gehen weiter. Mittlerweile gehören beispielsweise Gesundheitstrainer zu den Apps hinzu. Diese helfen den Nutzern online bei Sportprogrammen oder einem gesünderen Leben. Besonders wichtig ist jedoch die Schadensregulierung, die über die Kundenportale digitalisiert werden kann. Hierzu laden die Versicherten ihre Rechnungen, Fotos oder Schadensprotokolle über die App ins Internet. Das Versicherungsunternehmen prüft und sendet ihre Bescheide im Anschluss ebenfalls an das digitale Postfach. Der Ablauf ist deutlich schneller und spart Porto und Papiere. Außerdem ist eine Archivfunktion jederzeit gegeben. Die Apps sind über zusätzliche Codes gesichert, sodass die Richtlinien für den Datenschutz eingehalten und die Angriffe durch Betrüger abgewehrt werden.

4. Die Versicherungs-App für Außendienstler

Eine Neuheit, die immer mehr Versicherungsgesellschaften für sich nutzen, ist die Versicherungs-App für Außendienstler. Diese bieten gerade in Kundengesprächen einen großen Vorteil gegenüber den Zeiten, in denen der Versicherungsvertreter noch mit Aktenordnern unterwegs war. Die Versicherungs-App ist meist nur für den internen Gebrauch zwischen dem Außendienstler und der Versicherungsgesellschaft. Im Kundengespräch kann während einer Beratung sehr schnell auf notwendige Daten zurückgegriffen werden. Das Einholen von Informationen mit entsprechender Verzögerung im Vertragsabschluss gehört damit der Vergangenheit an. Kommen beispielsweise Fragen zu Preisen, zu Konditionen oder zu Ausschlüssen aus dem Kleingedruckten auf, so kann der Versicherungsberater die notwendigen Informationen schnell nachlesen und muss seine Kunden nicht mehr vertrösten. Außerdem hat er die Möglichkeit, die Verträge der Kunden digital einzulesen. Selbst eine digitale Unterschrift von Neuverträgen ist über die App möglich. Der Versicherungsvermittler legt sein Tablet dem Kunden vor und dieser kann die Verträge, die Preisvergleiche oder das Kleingedruckte direkt ablesen. Mit dem zugehörigen Stift unterschreibt der Kunde direkt auf dem Tablet. Da die komplette Beratung digital stattfindet, ist die verpflichtete Beratungsdokumentation jederzeit ohne Mehraufwand gegeben.

Thomas Köhler hat die App V-Quiz mitentwickelt. Die Weiterbildungs-App ist bei gutberaten.de akkreditiert und kann kostenlos heruntergeladen werden. Die Nutzer erhalten bei dieser Quiz-App für richtige Antworten Quiz-Coins, die gegen Bezahlung in Weiterbildungsstunden umgewandelt werden können.

*Anmerkung der Redaktion: Selbstverständlich unterliegen auch sogenannte ‚Online-Makler‘ wie Clark den gesetzlichen Weiterbildungspflichten. Auch individuelle Beratung wird dort via Bildschirm oder Telefon geleistet.

 

Weiterbildung: Wie sehen die rechtlichen Bestimmungen für Versicherungsvermittler aus?

Weiterbildung ist Pflicht für Versicherungsvermittler. Dafür gibt es Anrechnungsregeln von gutberaten und Aufsichtsbehörden haben aktualisierte FAQ veröffentlicht. Im Gastbeitrag fasst Thomas Köhler (Zaigen GmbH) Hintergründe und Vorschriften zusammen.

Im Gastbeitrag fasst Thomas Köhler die umfangreichen Regeln zur Weiterbildungspflicht zusammen.

 

Die Versicherungsbranche nimmt in Sachen Weiterbildung eine ganz besondere Rolle ein. Sie ist eine der wenigen Bürotätigkeiten, in der Fortbildungen per Gesetz vorgeschrieben sind. Seit 2018 ist in einer entsprechenden Verordnung für die Branche geregelt, dass eine Weiterbildung von 15 Stunden je Kalenderjahr notwendig ist. Eine solch pauschale Anordnung bringt einige Fragen mit sich, die im Folgenden geklärt werden sollen.

Thomas Köhler, Founder und CEO der Zaigen GmbH

Weiterbildungspflicht für Versicherungsvermittler

Am 23.02.2018 fiel der Startschuss für die verpflichtende Weiterbildung von Versicherungsmaklern. Jeder, auf den die Verordnung zutrifft, muss seitdem jährlich 15 Stunden lang eine Fortbildung besuchen. Festgehalten ist dies in § 34d Absatz 9 Satz 2 der Gewerbeordnung bzw. § 48 Absatz 2 des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Details ergeben sich außerdem aus § 7 der Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung. Die Einhaltung der Pflicht wird je nach Zuständigkeit durch die Industrie- und Handelskammern oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen geprüft. In erster Linie stellt sich dabei die Frage, wer von diesem neuen Gesetz betroffen ist und dementsprechend eine jährliche Weiterbildung zu absolvieren hat. Die folgende Liste gibt einen Überblick:

  • Versicherungsberater (haupt- oder nebenberuflich) mit Erlaubnis
  • Versicherungsvermittler (haupt- oder nebenberuflich) mit Erlaubnis
  • Mitarbeiter, die bei der Beratung und Vermittlung mitwirken. Indem beispielsweise Verträge aufgesetzt, Schadensfälle reguliert oder Vertriebsaufgaben übernommen werden
  • Gebundene Versicherungsvermittler nach § 37d Absatz 7 Nummer 1 GewO, wobei die Weiterbildungspflicht von den Versicherungsunternehmen sichergestellt werden muss

Zeitgleich existiert eine Negativliste von Mitarbeitern, die keine Fortbildungen nachweisen müssen. Hierzu gehören:

  • Mitarbeiter ohne konkreten Bezug zur Versicherungsvermittlung und -beratung wie etwa die Buchhaltung, die Personalabteilung, der Einkauf, das Sekretariat, der Empfang etc.
  • Produktakzessorische Versicherungsvermittler mit Erlaubnisbefreiung (diese dürfen ohne regelmäßige Fortbildung jedoch nicht mit Versicherungsunternehmen zusammenarbeiten)
  • Annexvermittler ohne Erlaubnis
  • Gewerbetreibende nach § 34d Absatz 7 Satz 1 Nummer 1 GewO
  • Auszubildende, wenn sie noch keine vertriebliche Tätigkeit bewältigen
  • Vertriebsvorstände unter Voraussetzung des § 48 Abs. 2 S. 4 VAG

Eine Versicherungsgesellschaft als juristische Person (z.B. AG, GmbH) muss sich ebenfalls fortbilden. Die Pflicht trifft in diesem Fall die gesetzlichen Vertreter wie die Geschäftsführer oder die Vorstände. Diese können die Weiterbildungspflicht delegieren, dürfen dann aber selbst nicht mehr vermittelnd und beratend auftreten. Die Delegation darf nur an Beschäftigte übertragen werden, die den Gewerbetreibenden vertreten dürfen und somit Prokura oder Handlungsvollmachten besitzen. Pro 50 Beschäftigter muss ein Delegierter mit Vertretungsrecht die Fortbildung durchführen.

Ebenfalls besteht die Fortbildungspflicht für Gewerbetreibende mit einer sogenannten Schubladenerlaubnis. Dies sind Vermittler und Berater, die eine Erlaubnis besitzen, aber nicht mehr im Register eingetragen sind und somit den Beruf nicht mehr ausüben. Die Weiterbildungspflicht ist jedoch mit der Erlaubnis und nicht mit der Registrierung verknüpft.

Fachkompetenz und personale Kompetenz im Fokus

Nachdem geklärt ist, wer sich der jährlichen Fortbildung stellen muss, ist im nächsten Schritt die Frage, was als Fortbildung anerkannt wird. Grob gesagt, lässt sich diese Frage damit beantworten, dass die Lerninhalte, die sich mit der Aufrechterhaltung der Fachkompetenz und der personalen Kompetenz zum Thema Versicherungsvermittlung und -beratung beschäftigen, als geeignet gelten. Die Weiterbildung muss den Anforderungen der ausgeübten Tätigkeiten entsprechen und so aufgebaut sein, dass Teilnehmer ihre berufliche Handlungsfähigkeit aufbauen, ausbauen oder anpassen. Dazu muss der Kundennutzen jederzeit im Vordergrund stehen.

Die Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung beinhaltet in Anlage 1 eine Übersicht der anerkannten Weiterbildungen, aus der hier einige Beispiele genannt werden sollen. Unterteilt ist sie in die Bereiche Kundenberatung, rechtliche Grundlagen, Vorsorge und Sach- bzw. Vermögensversicherung.

Kundenberatung:

  • Serviceerwartungen des Kunden
  • Besuchsvorbereitung
  • Kundenbetreuung
  • Kundengerechte Lösungen
  • Kundensituation und Kundenbedarf

Rechtliche Grundlagen:

  • Vertragsrecht
  • Pflichten im Schadenfall
  • Vermittler- und Beraterrecht
  • Wettbewerbsrecht
  • Geldwäschegesetz

Vorsorge:

  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Gesetzliche und private Unfallversicherung
  • Gesetzliche und private Krankenversicherung
  • Private Vorsorge durch Lebens- und Rentenversicherungen
  • Grundzüge der betrieblichen Altersversorgung

Sach- und Vermögensversicherung:

  • Haftpflichtversicherung
  • Kraftfahrtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Gebäudeversicherung
  • Rechtsschutzversicherung

Die aufgeführten Beispiele sind nur ein kleiner Teil einer langen Liste, die die Anforderungen an ein Weiterbildungsthema für Versicherungsmakler erfüllen. Außerdem ist die besagte Liste nicht abschließend, wodurch zahlreiche weitere Themenfelder behandelt werden können, die einen Bezug zur Versicherungsvermittlung und -beratung besitzen. Beispielhaft seien hier die Themen Transportversicherung, Cyberversicherung oder Warenkreditversicherung genannt, falls sich der Versicherungsmakler hierauf spezialisieren möchte. Neben der Anlage 1 aus der Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung existiert die Anlage 1 aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Auch hier sind Themen gelistet, die den Anforderungen an eine Weiterbildung gerecht werden, falls ein Bezug zur Versicherungsvermittlung und -beratung hergestellt werden kann.

Beispiele aus der Anlage 1 Versicherungsaufsichtsgesetz:

  • Krankheit: Tagegeld
  • Schienenfahrzeug-Kasko
  • Hagel-, Frost- und sonstige Sachschäden
  • Luftfahrzeughaftpflicht
  • Verschiedene finanzielle Verluste wie Gewinnausfall
  • Tontinengeschäfte
  • Fondsgebundene Lebensversicherungen
  • Hypothekendarlehen

Eine offizielle Negativliste, welche Themen von Veranstaltungen nicht angerechnet werden können, besteht nicht. Beispielhaft seien hier Weiterbildungen mit versicherungsfremden Inhalten genannt, wozu das Gesundheitsmanagement des Lernenden oder allgemeine betriebswirtschaftliche Themen zählen. Außerdem sind die Themen Finanzanlagen, Immobiliendarlehen und Bausparen nicht anerkannt. Sollten nicht relevante Themen Bestandteil einer Schulung sein, so muss diese Zeit von der Fortbildungszeit abgezogen werden.

Nachweisbarer Lernabschluss

Im folgenden Kapitel sei ein Blick auf die Möglichkeiten gerichtet, die einem Versicherungsmakler für eine Fortbildung zur Verfügung stehen. Vorab gesagt: Es gibt keine Liste von zertifizierten oder staatlich anerkannten Anbietern. Dies liegt daran, dass die IHK keine Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen listen und somit bevorzugen darf. Dennoch gibt es klare Anforderungen an die Qualität der Weiterbildungen, welche in Anlage 3 der Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung aufgeschlüsselt sind. Es herrschen Ansprüche an die Planung, die systematische Organisation und die Fortbilder.

Planung:

  • Die Weiterbildung ist mit zeitlichem Vorlauf konzipiert
  • Die Weiterbildung ist in nachvollziehbarer Form beschrieben
  • Die Weiterbildung liegt einem Ablaufplan zugrunde

Systematische Organisation:

  • Im Vorfeld erhalten Teilnehmer eine Einladung in Textform
  • Die Einladung enthält eine Beschreibung der Weiterbildungsmaßnahme inklusive Angabe von Zeitstunden
  • Die Anwesenheit der Teilnehmer wird verbindlich dokumentiert und archiviert (bei einem Selbststudium geschieht dies über nachweisbare Lernkontrollen)

Durchführende der Weiterbildung:

  • Die Fortbilder verfügen über eine erforderliche Fachkompetenz zum behandelten Thema
  • Systematische Prozesse sorgen für eine Einhaltung der Anforderungen

Methoden und Kontrolle der Weiterbildung

Die Methode der Weiterbildung kann in beliebiger Form erfolgen, solange die Anforderungen aus Anlage 3 der VersVermV beachtet werden. Auch eine Kombination unterschiedlicher Methoden, wie es etwa beim Blended Learning der Fall ist, wäre möglich. Anbei ein paar Beispiele für die Methoden der Weiterbildung:

Klassische Präsenzveranstaltungen wie Seminare oder Tagungen

  • Webinare als Onlinevariante der klassischen Seminare
  • Blended-Learning (eine Kombination aus der klassischen Präsenzveranstaltung mit Selbstlern-Elementen, die der Durchführende kontrolliert)
  • Einzeltraining
  • Selbststudium mit Materialien, bei denen ein Lernerfolg erreicht werden muss
  • Betriebsinterne Schulungen in geeigneter Form

Die Nachweise zu den Weiterbildungsmaßnahmen sind von den Personen aufzubewahren, die zu einer Weiterbildung verpflichtet sind oder eine Delegation dazu erhalten haben. Die Aufbewahrungspflicht für diese Formulare beträgt fünf Jahre. Als Aufbewahrungsort sind die Geschäftsräume zu wählen. Die Nachweise müssen mindestens Auskunft über folgende Punkte geben:

  • Name und Vorname des Gewerbetreibenden oder Beschäftigten
  • Datum, Umfang, Inhalt und Bezeichnung der Weiterbildungsmaßnahme
  • Firma, Adresse und Kontaktdaten des Durchführenden der Weiterbildung

Die Nachweise zur Weiterbildung müssen der IHK nicht automatisch vorgelegt werden. Dies ist erst der Fall, wenn eine Aufforderung dazu eingegangen ist. Die IHK führt Stichprobenkontrollen durch und hat als Ziel, 10 Prozent der zur Weiterbildung verpflichteten Personen zu überprüfen. Außerdem kann die IHK aus folgenden Gründen eine Überprüfung einleiten:

  • Hinweise durch Dritte über fehlende Weiterbildungen
  • Hinweise auf Falschberatung
  • Nichtzahlung öffentlicher Abgaben
  • Zweifel an der ordnungsgemäßen Weiterbildung
  • Fehlende Weiterbildungen in den Vorjahren

Die Eingangs angesprochenen kürzlich veröffentlichten FAQ der Aufsichten stellte u.a. dar, dass

  1. Auszubildende im Bereich der Versicherungsvermittlung nicht der Weiterbildungspflicht unterliegen. Eine Ausnahme gilt, diese wären außerhalb des Ausbildungsverhältnisses noch vertrieblich tätig.
  2. Schulungen zu versicherungsspezifischer Beratungs- und Angebotssoftware sowie zur elektronischen Antragsaufnahme können als Weiterbildung angerechnet werden.
  3. Die Tätigkeiten als Dozent, Vortragender oder Trainer können einmalig pro Kalenderjahr in der Höhe der Stunden anerkannt werden, sofern diese auch für die Teilnehmer anerkannt werden.

Ebenso wurde klargestellt, dass es sich bei der Schadensbearbeitung und -regulierung grundsätzlich um Versicherungsvertrieb i. S. d. § 7 Nummer 34a VAG i. V. m. Artikel 2 Absatz 1 Nummer 1 IDD handelt. D.h. demnach sind auch diese Mitarbeite von der Weiterbildungspflicht erfasst.

Über den Autor:
Thomas Köhler hat die App V-Quiz mitentwickelt. Die Weiterbildungs-App ist bei gutberaten.de akkreditiert und kann kostenlos heruntergeladen werden. Die Nutzer erhalten bei dieser Quiz-App für richtige Antworten Quiz-Coins, die gegen Bezahlung in Weiterbildungsstunden umgewandelt werden können.

 

 

Jeden Tag ein bisschen Weiterbildung

Foto: © contrastwerkstatt – stock.adobe.com

Nicht zuletzt aufgrund der IDD-Richtlinie ist für Versicherungsvermittler das Thema Weiterbildung enorm wichtig. Mit der App V-Quiz kann die gesetzliche Pflicht per Microlearning erfüllt werden. 

Eine der wichtigsten Komponenten beim Lernen ist die Wiederholung. Um diese regelmäßig in den Arbeitsalltag einbinden zu können, gibt es mit Microlearning eine besondere Form des E-Learnings. Dabei wird der zu lernende Stoff in kleine, leicht konsumierbare Einheiten zum Selbstlernen unterteilt. Somit wird die Hürde niedriger, tatsächlich jeden Tag etwas für die eigene Weiterbildung zu tun. Wenn jede tägliche Lektion mit einem Erfolgserlebnis endet, wird zudem die Motivation gesteigert, am nächsten Tag weiter zu lernen.

Auf das Microlearning setzt auch die App V-Quiz, die mehr als 7.000 Fragen aus dem Versicherungsbereich bietet, die in zehn Sachbereiche untergliedert sind, darunter Basiswissen, Sachversicherung oder Finanzen. Bei den Mulitple Choice-Fragen stehen jeweils vier Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Bei jeder richtigen Antwort gibt es einen Quiz-Coin. Um eine dokumentierte Weiterbildungsstunde zu schaffen, sind 100 Quiz-Coins nötig. Wenn ein Vermittler an 220 Arbeitstagen im Jahr täglich fünf bis zehn Fragen beantwortet, kann er theoretisch seine gesamte von der IDD geforderte Weiterbildungszeit von 15 Stunden per V-Quiz erfüllen. Die App ist in allen drei Ländern der DACH-Region akkreditiert und erfüllt in Deutschland die Voraussetzung für die Weiterbildungsinitiative gutberaten. (ahu)

Corona fordert Versicherungsmitarbeiter heraus

Thomas Köhler

Corona und die staatlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben die Lebenswelt vieler Menschen gründlich durcheinander gerüttelt. Viele Kunden meinen dabei, gegen den einen oder anderen Schaden vielleicht doch versichert zu sein – und stellen Versicherungsmitarbeiter nicht selten vor hochkomplexe Fragen. Für die sollte man als Versicherungsmitarbeiter in diesen Zeiten unbedingt gut gerüstet sein.

Zahlreiche Fragen die es zuvor nie gab

Das durch die Medien wohl allgemein bekannteste Beispiel ist die Sache mit den Betriebsschließungsversicherungen. Vor zwei Jahren hätte sich noch gar niemand vorstellen können, dass der Staat mit seinem Lockdown plötzlich nahezu alle Betriebe auf einmal „dichtmacht“ – man hätte noch nicht einmal mit dem Wort „Lockdown“ irgendetwas anzufangen gewusst. Und natürlich hatte ein solches Szenario auch niemand zuvor in die Verträge mit einkalkuliert.

Die Kunden indes stellten sich auf den Standpunkt, sie seien doch klar gegen Betriebsschließungen versichert – und das sei nun eben eine Betriebsschließung. Der Konflikt eskalierte an vielen Stellen, Gerichte wurden bemüht, die in vielen Fällen durchaus eine Leistungspflicht der Versicherer sahen – manche Urteile dagegen wiederum nicht. Zumindest in Bayern schaffte man es mittlerweile, mit Druck der Politik einen von beiden Seiten akzeptierten Kompromiss auszuhandeln – der nach neuerlicher Begutachtung aber juristisch nun wieder auf tönernen Füßen steht. In vielen anderen Fällen in anderen Bundesländern streitet man noch erbittert.

Das ist sicherlich das Extrembeispiel für Fragen, die es ohne Corona und Lockdown wohl nie gegeben hätte. Es ist aber bei weitem nicht die einzige solche Frage. Auch in anderen Bereichen wenden sich Kunden oft mit Fragestellungen an ihre Versicherungsberater, die völlig neue, hochkomplexe und manchmal auch nur völlig ungewohnte Szenarien darstellen. Im Bereich der Reiseversicherungen gibt es immer wieder zahlreiche Fragen, aber auch im Bereich der Krankenversicherungen – und im Bereich des Rechtsschutzes, wenn der eine oder andere erwägt, sich gerichtlich gegen einzelne staatliche Maßnahmen zu wehren. Da viele Menschen in Lockdown-Zeiten gerade den größten Teil der Tage im Haus verbringen, entstehen auch hier immer wieder Schäden, die man ansonsten als eher ungewöhnlich angesehen hätte – und die nun reguliert werden sollen.

Viele Szenarien sind eine Herausforderung

Man muss an dieser Stelle einmal kurz eine Lanze für alle Mitarbeiter in der Versicherungswirtschaft brechen: Die Branche ist eine der wenigen, in denen der gesamte Geschäftsbetrieb nahezu uneingeschränkt am Laufen gehalten wird, Mitarbeiter sind trotz Pandemie und Lockdown umfassend für ihre Kunden da und schlagen sich Tag für Tag auch tapfer mit den kompliziertesten Szenarien herum und versuchen für Kunden akzeptable Lösungen zu finden und problematische Situationen der Kunden so gut als möglich

abzufedern. Selbst der Consumer Trends Report lobt neben der Kulanz der Versicherungsunternehmen auch das Engagement auf der Kundendienstseite. Den engagierten Versicherungsmitarbeitern, Versicherungsberatern und Maklern gebührt hier sicherlich ein ausdrückliches Lob für ihre hohe Kundenorientierung.

Zumal die Aufgabe nicht immer leicht ist – und viele Fragestellungen hochkomplex sind. Das liegt mitunter auch daran, dass Vertragsbedingungen oft mehrdeutig oder sehr kompliziert angelegt sind, ebenso die Formulierungen für Ausschlüsse. Das hat zuletzt auch die Eiopa bemängelt und gleich auch mehr Einheitlichkeit über Sparten, Produkte und Märkte angemahnt, wenn es um Ausschlüsse in Bezug auf Pandemien geht.

Die aktuell gültigen Verträge sind aber nun einmal das, womit man bei der Versicherung gerade arbeiten muss. Das fordert nicht zuletzt auch das eigene Wissen und die eigene Fachkompetenz als Versicherungsmitarbeiter immer wieder in hohem Maß heraus. Sich allein mit Pandemie-Ausschlüssen auseinanderzusetzen ist dabei nicht ausreichend, da auch in vielen anderen Bereichen, etwa bei den Sachversicherungen, Fragen auftauchen, die man aus dem gewohnten „Tagesgeschäft“ so kaum oder überhaupt nicht kennt. Man muss auch immer wieder einmal Szenarien oder Schadensverläufe bewerten, von denen man zuvor nicht gedacht hätte, dass es sie so geben würde.

Dem eigenen Wissen entspannt auf die Sprünge helfen

Sein eigenes Fachwissen aufzufrischen, kann in Situationen wie diesen eine gute Hilfe und eine wertvolle Unterstützung für die tägliche Arbeit sein. Die alten Bücher hervorzukramen und abends durchzuackern, ist dabei eher unerquicklich – zum Glück gibt es aber auch eine etwas angenehmere Art, das zu tun.

Gemeint ist eine App mit dem Namen V-Quiz, die es auf spannende Art und Weise erlaubt, das eigene Wissen in allen Bereichen der Versicherung – vom Fachwissen zu Sachversicherung und Personenversicherung über Vermögensversicherung bis hin zu Recht, Organisation, Strategie und Schadensregulierung – wieder gründlich aufzufrischen. Das geht über ein flottes Quiz auf dem Smartphone und Tablet, für alles, was man (noch) wusste, kann man dabei Coins sammeln. Angenehmerweise ist die App völlig kostenlos und läuft problemlos auf jedem Gerät, ein laufendes Quiz kann man jederzeit unterbrechen und später fortsetzen.

Wer für dieses Jahr noch seine IDD Weiterbildungsstunden braucht, profitiert von der App dabei gleich doppelt: jeweils 100 erreichte Coins in der App kann man (in diesem Fall gegen eine Gebühr) direkt in eine IDD Weiterbildungsstunde umwandeln lassen, da V-Quiz bei gutberaten.de akkreditiert ist. Die Punkte können direkt aus der App heraus in IDD Stunden umgewandelt werden, in Deutschland erfolgt danach ein direkter Eintrag in die gutberaten.de-Datenbank, für Österreich und die Schweiz wird jeweils eine Teilnahmebestätigung versendet bzw. es erfolgt ein Eintrag in die entsprechende Datenbank.

Damit ist die Sorge um die notwendigen und vom Staat streng kontrollierten Weiterbildungsstunden direkt vom Schreibtisch aus erledigt, Reisen zu anderen Orten für Weiterbildungsveranstaltungen, die derzeit vielfach ohnehin nicht stattfinden, können mit ruhigem Gewissen entfallen. Die meisten haben gerade auch so genug um die Ohren. Die notwendige Weiterbildung dieses Jahr digital und online stattfinden zu lassen, schafft zumindest etwas Erleichterung.

Natürlich kommen auch andere Online-Weiterbildungsveranstaltungen als Alternative zum Tragen, sie bieten einen ähnlichen Komfort und eine vergleichbare Sicherheit, da man Massenveranstaltungen und Hotelaufenthalte so ebenfalls aus dem Weg gehen kann. Wem es aber vor allem um das umfangreiche Auffrischen seines Grundlagenwissens geht, der ist vermutlich mit V-Quiz als Alternative besser bedient, da Fortbildungsveranstaltungen meist nur ein oder zwei Themen abdecken, die App dagegen den gesamten Wissensbereich. Sie zeigt zudem recht schnell auf, in welchem Bereich es beim eigenen Wissen am meisten mangelt. Dort kann man dann schnell und gezielt nacharbeiten und ist dann wissensmäßig in kurzer Zeit wieder auf aktuellem Stand. Wer keine IDD-Stunden braucht, kann die App sogar komplett kostenlos nutzen.

Fazit: Herausforderungen begegnet man am besten mit Einsatz und Wissen

Die aktuelle Zeit ist für viele Menschen sehr herausfordernd – und sie ist es auch für Mitarbeiter in Versicherungen, die dafür sorgen sollen, dass die Schäden der bei ihnen Versicherten so gering wie möglich bleiben. Als Versicherungsmitarbeiter begegnet man solchen Herausforderungen am besten mit einem unverstellten Blick auf die wirklichen Probleme der Kunden, mit Kundenorientierung und umfassendem, kompetenten Fachwissen. Das kann man sich durchaus auch auf sehr einfache Weise digital erwerben – Hauptsache, man hat es.

Über V-Quiz:

V-Quiz als IDD-konforme Lern-App in der gesamten EU einführen, sodass es den rund 1 Mio. Versicherungs-vermittlern ermöglicht wird, sich qualitativ hochwertig auf digitale Weise weiterzubilden.

Mittendrin – Was es im digitalen Vertrieb zu beachten gilt

Eine Schnellanalyse von Thomas Köhler

Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel, von der auch die Versicherungswirtschaft bereits betroffen ist. Die Digitalisierung erhält Einzug in die Büros der Makler und auch viele Kunden sind bereits an einem elektronischen Austausch interessiert. Die Corona-Pandemie tritt dabei nur als Brandbeschleuniger für einen Fortschritt auf, der längst begonnen hat.

An manchen Stellschrauben wie beispielsweise der Weiterbildung oder dem Auswerten von Datenmengen bringt die Digitalisierung der Versicherungsbranche viele Vorteile. Ein Blick auf die Kundschaft macht die Nachfrage deutlich. 78 % der Deutschen wünschen sich nach einer Studie von Bain & Company eine digitale Interaktion mit ihrer Versicherung. Hiermit ist nicht nur die Kommunikation gemeint, sondern auch der Abschluss von Verträgen oder die Bearbeitung von Schadensfällen. Jeder zweite Kunde hat laut Bitkom bereits einen Vertrag online abgeschlossen, wobei die Zahl bei den unter 30-Jährigen schon bei knapp zwei Dritteln liegt. Bei dieser starken Nachfrage wird kein Versicherungsanbieter den Kundenwunsch nach mehr Digitalisierung ablehnen können. Von daher ist es sinnvoll, dass sich die gesamte Branche dem Wandel stellt.

STANDARDISIERTE PRODUKTE ONLINE ABSCHLIESSEN

Noch ist die Zeit für einen Wandel zur Digitalisierung vorhanden, denn aktuell werden noch immer 92 % aller Verträge vor Ort abgeschlossen, wie eine Studie aus dem Jahr 2019 zeigt. Doch die Onlineabschlüsse nehmen deutlich zu. Gerade standardisierte Produkte wie Reiserücktritt, Hausrat oder Rechtsschutz liegen bei den Onlineabschlüssen ganz weit oben. Diese Produkte sind bei den meisten Versicherungen mittlerweile über das Internet abzuschließen. Kompliziert wird es hingegen bei komplexeren Themen wie etwa der Berufsunfähigkeit oder der privaten Altersvorsorge. Die Versicherungen, die diese Produkte als Erstes flächendeckend und gleichwertig online anbieten, werden einen Vorteil gegenüber den Marktbegleitern haben. Viele Kunden wünschen sich einen Versicherungsabschluss, der vollständig digital abläuft. Dank Internet ist dies problemlos möglich. Zwar müssen die gleichen Voraussetzungen wie bei einem persönlichen Vertragsabschluss eingehalten werden, jedoch sind die technischen Möglichkeiten hierfür gegeben.

Damit eine Versicherung abgeschlossen werden kann, müssen zwei Willenserklärungen aufeinandertreffen, was online stattfinden darf. Für die notwendigen Informationspflichten, denen Versicherungen gerecht werden müssen, existieren entsprechende Bestätigungsverfahren im Internet, die die Kunden per Klick auswählen. Auch dies ist bereits gängige Praxis. Die rechtlichen Fragen sind somit geklärt und sprechen für eine Digitalisierung der Versicherungsbranche.

Zum digitalen Vertragsabschluss kommt hinzu, dass viele Kunden Vergleichsportale nutzen und dort die Preise und Leistungen zahlreicher Versicherer aufgelistet bekommen. Besonders die einfachen Versicherungsprodukte lassen sich für die Kunden über diese Plattformen leicht abschließen. Versicherungen sollten somit darauf achten, auf Vergleichsportalen gelistet zu sein, da ihnen sonst wichtige Geschäfte entgehen könnten. Viele Makler sehen die Digitalisierung als Problem, da sie das Verkaufsgespräch nicht mehr für einen Rundumschutz nutzen können. Hier sind kreative Alternativen gefordert. So kann beispielsweise ein Vertragsabschluss im Internet immer auch von einem digitalen Kundengespräch begleitet werden. In einem kurzen Online-

Meeting können die Makler weitere Versicherungsprodukte anpreisen oder komplexere Versicherungen erklären. Zudem ist das Verknüpfen von Angeboten wichtig. Schließt ein Kunde beispielsweise eine Versicherung für sein neues E-Bike online ab, so sollte ihm automatisch auch eine Unfallversicherung angeboten werden, die er dann beispielsweise vergünstigt in einem Paket abschließen kann.

Mit dem digitalen Vertragsabschluss sind die Anforderungen an eine moderne Versicherung noch nicht erfüllt. Viele Kunden gehen weiter und wünschen sich eine digitale Versicherungsakte, über die die gesamte Kommunikation mit der Versicherung abgewickelt wird. Die Versicherungsakte muss sicher sein. Beispielsweise können sich die Versicherungsnehmer über ein Login mit zusätzlichem TAN-Verfahren in ihre digitale Akte bei der jeweiligen Versicherung einloggen. Auch hierfür sind bereits zahlreiche sichere Verfahren auf dem Markt. In der digitalen Akte können die Kunden alles einsehen, was sie betrifft. Zum einen sind dies selbstverständlich die Policen inklusive der Leistungen und Kosten. Zudem sollten verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu einem Kundenberater gegeben sein. Der Kunde muss sich jederzeit betreut und abgeholt fühlen.

Besonders wichtig ist zudem die digitale Schadensbearbeitung. Versicherungen müssen für eine hohe Kundenzufriedenheit den Servicegedanken leben und die Schadensabwicklung daher intuitiv bereitstellen. Der Kunde sollte die Möglichkeit haben, seine Dokumente, Notizen und Rechnungen zu einem Schadensfall mit einfachen Mitteln hochladen zu können. Die gesamte Abwicklung findet im Anschluss transparent in der digitalen Versicherungsakte statt.

Für Versicherungsanstalten ist die digitalen Akte jedoch nicht nur Aufwand. Die Institute können sich diese zunutze machen, indem Sie beispielsweise Werbung gezielt über die digitalen Postkörbe versenden. Außerdem werden in vielen Versicherungshäusern noch IT-Programme aus dem 20. Jahrhundert verwendet. Die digitale Kundenakte ist somit eine ideale Möglichkeit, die eigenen System umzustellen und alle Beteiligten davon profitieren zu lassen.

VERMARKTUNG VON PRODUKTEN GEZIELT STEUERN

Die Digitalisierung bringt gerade für Versicherungsanstalten einen schönen Nebeneffekt, den sie für ihre Produkte nutzen können. Es geht in diesem Fall um Big Data und das Internet of Things. Viele Gegenstände im Alltag werden nach und nach mit dem Internet verknüpft. So lassen sich beispielsweise Autos verfolgen, die Sensoren von Maschinen auslesen oder Gesundheitsdaten auf der Uhr nachlesen.

Die Möglichkeiten, die sich hieraus für Versicherungen ergeben, sind enorm. Zum einen helfen die Daten bei der Bearbeitung von Versicherungsfällen, da Betrügereien schneller aufgedeckt werden und zum anderen lassen sich hieraus individuelle Produkte erstellen. Ein Kunde kann so über seine mit dem Auto gefahrenen Kilometer selbst die Kosten bestimmen. Oder ein Sportler bekommt für jeden gemachten Lauf, den er über seine vernetzte Uhr aufzeichnet, eine Gutschrift bei der privaten Krankenversicherung. Die Zeiten von Bonusheftchen neigen sich dem Ende entgegen. Die Digitalisierung geht jedoch einen Schritt weiter und eröffnet zusätzliche Chancen.

Ein zweiter großer Vorteil der globalen Datensammlung sind die personalisierten Vertriebsmöglichkeiten für Makler. Wo bisher mit dem Gießkannenprinzip pauschal die eigenen Leistungen beworben wurden, können dank genauer Analysen und Individualisierungsmöglichkeiten die Werbemaßnamen auf den einzelnen Menschen zugeschnitten werden. Über Datensammlungen lässt sich feststellen, wer wie viel Einkommen hat, welchen Hobbys er oder sie nachgeht und wie es um die Familiensituation bestellt ist. Hieraus errechnen Computer die perfekten Versicherungspolicen, die im Anschluss den potenziellen Kunden individuell zur Verfügung gestellt werden. Die Werbung wird hierdurch deutlich effizienter und es entstehen keine zusätzlichen Kosten im Werbeetat. Versicherungen, die den wichtigen Schritt in das digitale Zeitalter wagen, werden am Ende wirtschaftlich davon profitieren.

Die Vorteile der neuen Produktmöglichkeiten und der speziellen Werbemaßnahmen wurden bereits erklärt. Hierdurch lassen sich die Gewinne steigern. Doch auch Kostenersparnisse werden durch die Digitalisierung auf Dauer ermöglicht. Laut einer Studie von Bain & Company lassen sich bis zu 30 % auf der Kostenseite einsparen. In erster Linie sei hier das Schadenmanagement genannt. Eine verstärkte Prävention, die spezielle Risikoauswahl und eine Vermeidung von Betrugsfällen ermöglichen die eingesparten Kosten. Dadurch, dass viele Geräte ihren Einsatz aufzeichnen, lassen sich für Versicherungen einfacher die Fälle rekonstruieren. Außerdem können Sie dank gesammelter Daten von Beginn an potenzielle Gefährdungen ausschließen.

Versicherungen sparen hierdurch viel Geld, doch auch die Preise ihrer Produkte sinken. Von den günstigeren Produkten profitieren wiederum die Kunden, die letztendlich über die Preisgabe ihrer Daten mitentscheiden, wie teuer die Policen ausfallen. Eine Versicherung, die die Digitalisierung besser bewältigt als ihre Wettbewerber, kann somit Kosten sparen und gleichzeitig günstigere Produkte anbieten. Eine sogenannte Win-Win-Situation für alle Beteiligten entsteht hieraus.

Neben den Einsparungen bei der Schadensbearbeitung können Versicherungen auf weiteren Wegen von der Digitalisierung profitieren. Durch ein geringeres Interesse an Beratungsgesprächen lassen sich Kosten im Direktvertrieb einsparen. Außerdem ist die digitale Kundenakte eine sehr gute Möglichkeit, der Papierflut Herr zu werden und dadurch die Kosten für Porto, Papiere und Aktenräume klein zu halten. Ein Bereich der Digitalisierung, der innerhalb der Versicherungsbranche bisher größtenteils missachtet wurde, ist die Weiterbildung. In der Versicherungsbranche sind regelmäßige Weiterbildungsstunden Pflicht.

Wo jedoch bisher jede Versicherung aufwendig ihre Seminare abhalten ließ, spielt fortan die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Eine App, die die Anforderungen des IDD-Standards erfüllt, ist V-Quiz. Hier können Makler ihre IDD Stunden anhand eines Quizzes erfüllen. Der Versicherungsmakler führt die IDD Stunden immer dann durch, wenn er die Zeit dafür findet.

Es gilt die Vorteile der digitalen Welt klug für sich zu nutzen. Auch wenn es ab und an eine Eingewöhnungszeit benötigt, so bietet es doch eine Menge Vorteile.

Thomas Köhler,

Founder & CEO von V-Quiz, der Zaigen GmbH

 

 

 

Die zehn größten Änderungen der Versicherungsbranche in 30 Jahren

Die Versicherungsbranche hat sich in den letzten drei Jahrzehnten dank vieler Innovationen radikal gewandelt. Thomas Köhler, Founder und CEO der Schweizer Zaigen GmbH, blickt in seinem Gastbeitrag auf zehn Dinge, die heute selbstverständlich sind – aber vor ein paar Jahren beinahe noch undenkbar schienen.

Aktenordner – die Datenträger der 90er (Symbolbild).Csaba Nagy / pixabay.com

 

Vom Mauerfall bis zur Corona-Pandemie: In gut drei Dekaden ist seit Ende der 1980er Jahre viel passiert. Durch die Digitalisierung gab es zudem einen erheblichen Einschnitt, der Wirtschaft und Privatleben fundamental gewandelt hat. Gesellschaftliche und technische Entwicklungen aus dieser Zeit haben sich auch in der Versicherungsbranche niedergeschlagen.

Zehn der größten Veränderungen, die 1990 wohl noch niemand ahnen konnte, sind hier zusammengestellt.

  1. Vergleichsportale für Versicherungen

Heute klingt es beinahe unvorstellbar, aber früher hatten Kunden fast immer einen festen Ansprechpartner vor Ort, bei dem sie alle Versicherungen abgeschlossen haben. Heute führt der erste Weg üblicherweise zu einem Vergleichsportal. Dort konkurrieren Versicherer aus der gesamten Bundesrepublik miteinander. Wer Kunden zu sich in die Niederlassung locken möchte, muss sich etwas einfallen lassen. Ein zentrales Argument ist immer der gebotene Service.

 

Thomas Köhler

Founder und CEO der Zaigen GmbH

 

  1. Online-Beratung statt Besuch vor Ort

Service ist direkt das Stichwort für den zweiten Punkt: Moderne Versicherungsmakler setzen selten nur auf das persönliche Gespräch vor Ort. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Kunden online anzusprechen. Erste Versicherungen bieten zudem Portale, über welche die Abwicklung zahlreicher Prozesse online möglich ist – inklusive Kommunikationskanal zwischen Kunden und Vermittlern.

  1. Mehr Richtlinien zur Regulation

Von neuen Beratungspflichten über die Dokumentation bis zur europäischen Vertriebsrichtlinie IDD gibt es zahlreiche neue Regeln und Vorschriften. Sie alle erhöhen den Aufwand, den Versicherungsmakler betreiben müssen. Auf der anderen Seite soll die Regulation für mehr Sicherheit auf dem Markt für Finanzprodukte sorgen. Die hohen Anforderungen lassen sich oft nur dadurch erfüllen, dass Versicherungsvermittler spezielle Software einsetzen.

  1. Individuelle Risikoabschätzung

Der nächste Trend wird sich wahrscheinlich erst in ein paar Jahren richtig bemerkbar machen. Ausgelöst wird er von den Möglichkeiten des mobilen Internets. Mit zunehmender Konnektivität steigt die Menge an Informationen und Daten immens an. Diese bilden eine Grundlage für individuelle Tarife. Bestes Beispiel ist wohl die Kfz-Haftpflicht, die sich nach dem (überwachten) Fahrverhalten des Versicherten richtet. Bestes Verkaufsargument sind die sinkenden Beiträge, wenn der Fahrer angemessen und regelkonform unterwegs ist.

Hinter den Kulissen steigt der Anspruch an die Tariferstellung dadurch erheblich an. So müssen alle Daten erfasst, verarbeitet und interpretiert werden. Zudem kommen auf die Makler zunehmend Diskussionen um Datenschutz und IT-Sicherheit zu. Diese Aspekte hätten daher getrost einen eigenen Unterpunkt in dieser Aufzählung verdient.

  1. Digitale Weiterbildungsmöglichkeiten

Seit 2018 besteht eine Weiterbildungspflicht für Versicherungsvermittler im Umfang von 15 Stunden pro Jahr. Diese gilt sogar dann, wenn die Vermittlung nur als Nebentätigkeit ausgeübt wird. Um die Weiterbildung gemäß IDD durchzuführen, gibt es verschiedene Optionen. Hier sei als Beispiel die App V-Quiz genannt. Die kostenlos zum Testen verfügbare App (verfügbar in Ihrem App- bzw. Play Store) ist im Stil eines Quiz konzipiert, bei dem der Nutzer Quiz-Coins sammelt. Diese lassen sich dann in Weiterbildungsstunden umrechnen und anerkennen. Gut zu wissen: Die Akkreditierung der Lernapp für Versicherungsvermittler erfolgte bei gutberaten.de. Mehr Informationen unter www.v-quiz.com.

Die zehn größten Änderungen der Versicherungsbranche in 30 Jahren

  1. Demographischer Wandel

Anfang der 1990er Jahre war ein deutscher Bundesbürger im Mittel etwa 28 Jahre alt. Dieser Mittelwert hat sich erheblich gewandelt, 2020 ist das Durchschnittsalter auf über 40 Jahre gestiegen. Das hat selbstverständlich erhebliche Auswirkungen auf viele Bereiche, so auch auf die Versicherungsbranche. Das zeigt sich schon daran, dass vermehrt altersspezifische Tarife angefragt werden. Auch die private Altersvorsorge ist ein großes Thema geworden, seitdem die Renten vielen nicht mehr ausreichen. Ein zweiter Effekt: Es gibt weniger potentielle Neukunden, um die Versicherungsvermittler konkurrieren. Das verschärft den Wettbewerb, insbesondere bei Tarifen, die in jungen Jahren abgeschlossen werden.

 

Aktenordner – die Datenträger der 90er (Symbolbild).Csaba Nagy / pixabay.com

 

  1. Innovationen in kurzer Reihenfolge

Dokumentationssoftware, Online-Beraterportal, Lern-App – das Berufsleben von Versicherungsmaklern ist von zahlreichen Innovationen geprägt. Sie können den Arbeitsalltag erheblich erleichtern und helfen dabei, Kunden zu gewinnen. Auf der anderen Seite müssen Vermittler bereit sein, Zeit in den Lernprozess zu investieren. Da ist es hilfreich, wenn hierfür neuartige Möglichkeiten bereitstehen. So gibt es z.B. nun den Beruf des virtuellen Assistenten. Dieser erledigt einem seine Administration und / oder bringt das eigene Unternehmen «digital» auf den neuesten Stand. So schreibt dieser u.a. Artikel, hält die Webseite aktuell und sorgt für regelmässiges posten (bei Instagram & Co.) und hilft so online präsent zu sein und weitere Leads zu erhalten. Ein gutes Beispiel hierfür ist: http://www.zeitfuerdeinbusiness.de.

  1. Neue Geschäftsfelder

Klar, es gibt Neuerungen, die offensichtlich sind: Eine Versicherung gegen Cybercrime wollte 1990 wohl kaum jemand abschließen. Es gibt aber auch Entwicklungen, die viel unauffälliger ablaufen, aber einen erheblichen Einfluss auf die Versicherungsbranche der Zukunft haben. Bestes Beispiel ist der Bereich Assistance. In den 1990er Jahren steckte diese Entwicklung höchstens in den Kinderschuhen. Mittlerweile gehört es zum guten Ton, dass die Versicherung den Abschleppdienst organisiert oder den passenden Handwerksbetrieb nach einem Schadenfall findet. Dieser Service lässt sich modernen Kunden gut anbieten und ist ein wichtiges Verkaufsargument. Zugleich müssen sich Vermittler dadurch mit Dingen zumindest grob auskennen, die früher als vollkommen fachfremd galten.

  1. Smart Home

Ein interessanter Trend in der Versicherungsbranche (und selbstverständlich nicht nur dort) ist das Smart Home. Was hat das mit der Hausratversicherung zu tun? Im Zweifelsfall eine ganze Menge. Im intelligenten Haus kann nämlich nicht nur der Kühlschrank Getränke bestellen. Ebenso sind Hausanlagen im Zusammenspiel mit Sensoren in der Lage, potentielle Gefahren zu erkennen, bevor es zu einem Schadenfall kommt.

  1. Mobilität mit allen Mitteln

Welche Versicherung passt zu einer jungen Familie, bei der die Eltern ihre Kinder mit dem E-Scooter befördern möchten? Noch um 2010 hätten Versicherungsmakler hier nur mit den Achseln gezuckt. Damals gab es schlicht keine E-Roller, keine Elektroscooter und so gut wie keine E-Autos. Mittlerweile finden sich passende Produkte für jede Art von Fortbewegung. Das erfordert von Versicherungen einen entsprechenden Tarif, um Fahrer, Gefährt und Beifahrer zu versichern. Damit steht die E-Mobilität beispielhaft für zahlreiche Entwicklungen, welche Flexibilität aufseiten der Versicherungsbranche erfordern. Sie sorgen zudem dafür, dass es jedes Jahr neue Dinge zu lernen gibt, die für die Weiterbildung von Maklern und Vermittlern besonders relevant sind.

Das waren zehn wichtige und entscheidende Veränderungen, die seit 1990 Versicherungen, Makler und Vermittler beschäftigt haben. Selbstverständlich gibt es daneben noch viele weitere Aspekte, die hier einen Platz verdient hätten. Die Beispiele zeigen, dass die Branche insgesamt viel flexibler werden musste. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren sicher weiter fortsetzen. Bei der aktuellen Geschwindigkeit von Innovationen kann der nächste Artikel dieser Art daher vermutlich schon in zehn Jahren erscheinen.

 

Digitale Weiterbildung – nicht nur in der Krise eine gute Lösung

Präsenzseminar oder digitale Alternative? In Coronazeiten stellt sich diese Frage nicht wirklich – es ist nur noch eine Variante sicher möglich. Digitale Alternativen sind aber viel mehr als eine Notlösung, sondern sparen auch Zeit und Geld. Schließlich hat auch die Versicherungsbranche mit Veränderungen und Einbußen aufgrund von Corona zu kämpfen. Besonders flexibel und günstig sind Programme zum komplett selbstständigen Lernen wie die App V-Quiz.

Präsenzseminare waren meist durchaus angenehme Veranstaltungen. Zum einen, weil es ja immer hilfreich ist, Neues zu erfahren und andere Perspektiven kennenzulernen. Zum anderen wegen ihrer sozialen Komponente: In den Kaffeepausen konnte man sich mit Kollegen austauschen und neue Kontakte knüpfen. Allerdings musste man sich die Zeit dafür auch nehmen, und oft kam noch eine längere Anfahrt dazu. Zudem kosteten sie Geld – entweder den Veranstalter, das Unternehmen oder die Teilnehmer. Räumlichkeiten und Referenten gibt es nicht umsonst.

Neue Risiken, wenig finanzieller Spielraum

Aktuell kann niemand sagen, wie lange der Alltag noch von Corona-Schutzmaßnahmen bestimmt sein wird. Das neue Risiko zieht zwangsläufig Veränderungen in der Versicherungsbranche nach sich. Fortbildung mag dabei noch das geringste Problem sein. Unternehmen fordern Geld aus Betriebsunterbrechungs- und Betriebsschließungsversicherungen, bei deren Vertragsunterzeichnung noch niemand je von einem Virus namens Sars-CoV-2 gehört hatte. Privatpersonen mögen zwar angesichts des neuen Risikos auch ein größeres Bedürfnis haben, sich und ihre Angehörigen abzusichern. Doch niemand geht gerne neue finanzielle Verpflichtungen ein, wenn der Job auf dem Spiel steht. In der Tourismus- und Veranstaltungsbranche beispielsweise ist auf absehbare Zeit kein Geld zu verdienen.

Weiterbildung ist Pflicht

Es gibt also viele Gründe, warum sowohl große Versicherungsunternehmen als auch kleinere Agenturen gerade ihr Geld zusammenhalten wollen. Andererseits gibt es die europaweite Verpflichtung durch die IDD (Insurance Distrubution Directive), dass jeder vertrieblich Tätige mindestens 15 Stunden pro Jahr in Weiterbildung investiert. So soll die Qualität der Beratung für den Verbraucher sichergestellt werden. Weiterbildung ist allerdings nicht nur Pflicht, sondern auch notwendig, um die Zukunft des eigenen Jobs zu sichern. Denn Qualität ist wichtig: So gaben bei einer Umfrage jüngst 71 Prozent an, dass sie spätestens beim Vertragsabschluss direkten Kontakt zu einem Vermittler oder Berater haben und individuelle Fragen stellen wollen – und damit neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wer nicht mit Kompetenz überzeugen kann, wird künftig schwerer haben, zu bestehen. Fortbildung ist also wichtig für alle, die fachlich auf dem neuesten Stand bleiben und durch individuelle Beratung punkten wollen. Die sicherste Variante dafür ist aktuell digital. Sie kann auch stattfinden, wenn es neue Reise- oder Kontaktbeschränkungen gibt oder ein Teilnehmer Erkältungssymptome hat.

Auch Online-Fortbildung kostet

Selbstverständlich sind auch digitale Angebote nicht umsonst. Die Preise hängen allerdings davon ab, wie das Programm aufgebaut ist. Handelt es sich um ein Webinar, in dem alle gleichzeitig online sind und die Teilnehmer auch Fragen stellen können? Hier ist in der Regel die Teilnehmerzahl begrenzt, Kosten für den Referenten und die Technik fallen aber dennoch an und verteilen sich so auf nur wenigen Schultern. Diese Form der Fortbildung hat zugenommen, seit Präsenzseminare nur noch schwer möglich sind. Der Vorteil hier ist der direkte Kontakt mit dem Referenten. Um ein solches Angebot zu nutzen, muss die Internetverbindung ausreichend gut sein und die Teilnehmer sind an eine Uhrzeit gebunden. Die Kosten und die Zeit für die Anfahrt entfallen jedoch.

Eine andere Variante digitaler Fortbildungen sind Aufzeichnungen, die von einer unbegrenzten Zahl von Personen zeitlich flexibel abgespielt werden können. Hier sind die Kosten in der Regel geringer, da sie sich auf mehr Schultern verteilen. Dasselbe gilt für E-Learning-Programme, die so aufgebaut sind, dass die Nutzer sie selbstbestimmt anwenden können. Solche Programme gibt es auch für das Smartphone: Mit V-Quiz lässt sich das Fachwissen aus verschiedenen Bereichen des Versicherungswesens in Quizform wiederholen oder neu lernen, unabhängig vom Schreibtisch. Die zeitliche und räumliche Flexibilität solcher Angebote ist ein großer Vorteil. Diese Lernformen eignen sich gut für Themenbereiche, in denen es auf Faktenwissen ankommt.

Weiterbildung mit IDD-Nachweis

Ob interaktives Webinar oder mobile Lernapp: Um den Anforderungen der IDD Genüge zu tun, muss das Wissen auch nachgewiesen werden können. Das Online-Angebot muss also von den Zertifizierungsstellen als Weiterbildungsmaßnahme anerkannt sein. In Deutschland ist dies gutberaten, in der Schweiz Cicero, in Österreich ibw. Wie die Lernerfolgskontrolle bei Webinaren gehandhabt wird, hängt vom Konzept ab. Für Selbstlernprogramme ist eine Lernerfolgskontrolle zwingend vorgeschrieben. Diese schließen deshalb in der Regel mit Testfragen ab. Bei der Lernapp V-Quiz ist die Kontrolle integriert: Jede richtige Quiz-Antwort zählt. Um eine Stunde Fortbildung anerkannt zu bekommen, muss man 100 Quizfragen richtig beantwortet haben. Ob dies innerhalb eines Tages oder im Laufe von zwei Wochen geschah, ist dafür unerheblich. V-Quiz ist als Mittel zur Weiterbildung sowohl bei gutberaten als auch bei Cicero und ibw akkreditiert. Die Gebühren für die Lernapp sind niedrig und werden auch erst dann fällig, wenn der Nachweis im jeweiligen Land angefordert wird.

Digitale Fortbildung ist nicht nur eine Notlösung

Wir alle hoffen auf die Zeit, in der wir uns wieder entspannt persönlich treffen können – sei es auf einer Messe oder zum Austausch nach einem Seminar. Doch wir brauchen Lösungen, die uns unabhängig machen vom aktuellen Stand des Pandemiegeschehens und zudem noch finanziell vertretbar und praktisch sind. Mit digitalen Angeboten ist sowohl großen Unternehmen als auch kleinen Agenturen geholfen. Selbst wenn Präsenzseminare eines Tages wieder ohne gesundheitliche Bedenken möglich sind, werden wir zu schätzen wissen, dass man sich Fachwissen auch ohne lange Anfahrt, zeitlich flexibel und dazu kostengünstig aneignen kann. Denn das Geld muss ja auch hereinkommen. Kunden wollen beraten, Verträge vorbereitet werden. Es ist weitaus einfacher, ein Webinar in den beruflichen Alltag zu integrieren. Noch einfacher geht es mit der Lernapp. Eine Gelegenheit zum Kaffee mit Kollegen wird sich trotzdem finden!

Probieren Sie die App doch einfach aus! Sie finden diese unter
Auf der Internetseite www.v-quiz.de, im Google Play Store oder für Apple-Geräte im App Store: einfach V-Quiz eingeben.

 

Thomas Köhler

Founder & CEO

 

Zaigen GmbH

Speerstrasse 28

8038 Zürich

www.v-quiz.ch

Unser Produkt:

V-Quiz – die 1. akkreditierte App im Quizformat für die D-A-CH Region

Podcast der Pfefferminzia: Karen Schmidt interviewt Thomas Köhler zu „V-Quiz“

Podcast - IDD Stunden kostenlos testen

Hören Sie jetzt Folge 20 unseres Podcasts „Die Woche“

https://pfefferminzia.podigee.io/20-die-woche

Copyright © V-Quiz by Zaigen GmbH IDD zertifiziert